Basketball: Die unberechenbare Liga

Wer ist jetzt eigentlich Favorit auf den Meistertitel in der Basketball-Bundesliga? - Die AZ erklärt mit Experte Baeck eine unberechenbare Liga.
| Julian Galinski
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Center Jared Homan beim Pokalspiel gegen Artland.
sampics/Augenklick Center Jared Homan beim Pokalspiel gegen Artland.

Wer ist jetzt eigentlich Favorit? Die AZ erklärt mit Experte Baeck eine unberechenbare Liga

MÜNCHEN Natürlich hat Stephan Baeck den jüngsten Zoff zwischen Alba Berlin und Uli Hoeneß mitverfolgt: Alba Boss Schweitzer verglich Hoeneß mit einem Oligarchen, der fand daraufhin die Berliner Halle geschmacklos. „Man sollte aufpassen, dass eine gewisse Linie nicht überschritten wird”, sagt Baeck, 133-malige Nationalspieler und Kommentator bei Sport 1. Aber er weiß auch: „Solche Nebenkriegsschauplätze rücken den Sport noch weiter ins Rampenlicht. Wenn Hoeneß etwas sagt, hört jeder zu.”


Das Pokalfinale im Wochenende hat vor allem zwei Dinge gezeigt: Dass Uli Hoeneß im Basketball genauso polarisiert wie im Fußball – und dass dem Sport eine selten unvorhersehbare Entscheidungsphase in der Liga bevorsteht – nach Art einer Basketball-Bundeslotterie.


Selbst Meister Bamberg (42:10 Punkte) an der Tabellenspitze wackelt nach schwachen Euroleague-Auftritten und einigen Liga-Pleiten gehörig. „Der Nimbus der Unverwundbarkeit ist erst einmal weg”, sagt Baeck. „Sie haben Niederlagen zu schmecken bekommen und gemerkt: Die schmecken nicht gut.” Auf Rang zwei folgen derzeit die Bayern (36:20), mit drei Verletzten auf den großen Positionen. „Das war beim Pokalfinale fatal”, sagt Baeck. „Eine derartige Häufung auf ähnlichen Positionen ist schon sehr unüblich.” Zuletzt verloren die Bayern auswärts regelmäßig gegen Mittelfeldteams – am Samstag reisen sie nach Quakenbrück, derzeit Sechster, aber mit nur zwei Niederlagen (30:24) weniger als das Team von Trainer Svetislav Pesic. Oldenburg (34:16) und Ulm (34:18) sind den Bayern dicht auf den Fersen – und haben bisher jeweils weniger Spiele absolviert. Als Fünfter (32:20) drängt Berlin mit dem Momentum des Pokalsiegs nach oben.


„Ein Platz unter den ersten vier Mannschaften und Heimrecht in der ersten Runde ist ungemein wichtig für die Playoffs”, sagt Baeck. Die Bayern, auswärts schon oft genug gestolpert, wissen nur zu gut, wie unangenehm Mannschaften wie Würzburg (30:26) und Hagen (28:26) auswärts zu spielen sind.Stephan Baeck freut’s: „Egal ob Bamberg gegen Bayern spielt oder Bayern gegen Berlin – man weiß gar nicht, wer gewinnt.”


Für genügend TV-Zuschauer bei den Spielen hat die Liga ja einen kompetenten PR-Mann im Münchner Präsidium sitzen. 

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