Interview

Augsburgs Leiter der Kanu-WM: "So eine Goldmedaille kann emotional Berge versetzen"

Augsburgs Leiter der Kanu-WM Johannes Heiß spricht hier über die Olympiaerfolge von Funk und Tasiadis.
| Julian Buhl
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Ricarda Funk holt Gold im Kayak.
Ricarda Funk holt Gold im Kayak. © imago images / Xinhua

AZ: Herr Heiß, gleich zwei Augsburger Kanu-Athleten haben olympischen Medaillen gewonnen: Sideris Tasiadis Bronze, Ricarda Funk Gold. Perfektes Timing zum Start des 365-Tage-Countdowns für die Kanu-WM 2022, oder?
JOHANNES HEISS: Wir haben da schon ein bisschen darauf spekuliert, dass wir passend dazu vielleicht auch eine Medaille nach Augsburg holen. Es war ja ein Herzschlagfinale. Schon die Bronzemedaille von Sideris Tasiadis wurde hier fast wie Gold gefeiert - bei der anspruchsvollen Strecke mit diesen Finalteilnehmern. Das ist sicher ein gutes Omen für unsere WM in Augsburg. Wir haben auch eine Live-Grußbotschaft von Sideris bekommen.

Was hat er darin gesagt?
Dass er sich total über die Medaille freut. Aber auch schon sehr auf die WM dahoam - hoffentlich dann mit Zuschauern. Augsburg hat sich mittlerweile als Mekka des Kanu-Sports etabliert. Das hat auch die Goldmedaille von Ricarda Funke gezeigt, die ja Wahl-Augsburgerin ist. Und mit Hannes Aigner haben wir noch ein weiteres heißen Eisen im Feuer.

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Funke hat für ihren Triumph lange kämpfen müssen.
Sie hat die Olympischen Spiele 2016 knapp verpasst. Jetzt bei ihrer Premiere die Goldmedaille zu gewinnen, in so einem starken Teilnehmerfeld, das ist schon enorm. Da freuen wir uns alle sehr mit ihr.

Sie sprach den Opfern der Flutkatastrophe in ihrer Heimat Bad Neuenahr-Ahrweiler Mut zu. Kann ihre Goldmedaille ein wenig dabei helfen?
Ich hoffe es. Das ist eine Tragödie, was dort passiert ist. Das einzig Positive daran ist die große Solidarität, die man aktuell erlebt. So eine Goldmedaille kann auf der emotionalen Ebene vielleicht auch noch mal Berge versetzen. Ich hoffe, dass es die Menschen in der Region ein bisschen stolz macht und ihnen guttut.

Verraten Sie uns zum Schluss noch das Erfolgsgeheimnis des Augsburger Eiskanals, wo die Athleten ja trainieren?
Ich weiß nicht, ob der Bundestrainer da Tricks angewandt hat. Wenn, würde er es wohl nicht verraten. Der Eiskanal ist technisch herausfordernd und sehr schnell. Mit dem Bundesleistungszentrum vor Ort bietet er perfekte Trainingsbedingungen. Es ist vielleicht die Mischung aus erfolgreicher Vereinsarbeit, guter Infrastruktur, den Talenten und dem Biss der Athleten, die dann für Medaillen sorgen.

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