Murray zum sechsten Mal im Halbfinale

Neuer Anlauf, neues Glück? Andy Murray hat mit einem Sieg gegen David Ferrer bei seinen Halbfinal-Teilnahmen in Melbourne das halbe Dutzend voll gemacht. Jetzt wartet Milos Raonic.
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Davis-Cup-Sieger Andy Murray hat bislang viermal das Endspiel in Down Under erreicht, es aber jeweils verloren.
dpa Davis-Cup-Sieger Andy Murray hat bislang viermal das Endspiel in Down Under erreicht, es aber jeweils verloren.

Neuer Anlauf, neues Glück? Andy Murray hat mit einem Sieg gegen David Ferrer bei seinen Halbfinal-Teilnahmen in Melbourne das halbe Dutzend voll gemacht. Jetzt wartet Milos Raonic.

Melbourne - Andy Murray steht bei den Australian Open zum sechsten Mal im Halbfinale - und will jetzt unbedingt ins Endspiel. Der britische Weltranglisten-Zweite rang am Mittwoch in Melbourne David Ferrer aus Spanien mit 6:3, 6:7 (5:7), 6:2, 6:3 nieder.

Murray, der beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison bereits viermal im Endspiel stand, benötigte 3:20 Stunden für seinen Erfolg.

Der 28-Jährige trifft jetzt auf Milos Raonic aus Kanada, der den Franzosen Gaël Monfils mit 6:3, 3:6, 6:3, 6:4. Beide treffen nun am Freitag im zweiten Vorschlussrunden-Duell aufeinander. Zuvor kommt es an diesem Donnerstag (9.30 Uhr/Eurosport) zum Giganten-Vergleich zwischen Novak Djokovic und Roger Federer.

Murray musste gegen Ferrer Schwerstarbeit verrichten, um zum insgesamt sechsten Mal in Melbourne ins Halbfinale einzuziehen. Erst als das Dach der Rod Laver Arena wegen des schlechten Wetters geschlossen wurde, dominierte der Schotte die Partie.

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Der Olympiasieger war sehr zufrieden. "Ich denke, das war heute mein bestes Match bisher in diesem Turnier." Nach 3:20 Stunden machte Murray, der beim ersten Grand-Slam-Turnier der Tennis-Saison bereits viermal im Endspiel stand, das Weiterkommen perfekt. Raonic konnte sich gegen Monfils wieder einmal auf seinen starken Aufschlag verlassen.

Nur im zweiten Durchgang konnte Monfils den Kanadier ein bisschen in Bedrängnis bringen, danach bestimmt Raonic wieder die Partie. Nach Wimbledon 2014 ist es das zweite Mal, dass der in der vergangenen Saison lange verletzte Raonic bei einem der vier Grand-Slam-Turniere um den Einzug ins Finale kämpft.

"Das ist eine große Gelegenheit für mich", sagte Raonic. Murray zeigte Respekt vor der bevorstehenden Aufgabe: "Er ist gut ins neue Jahr gestartet, das wird nicht einfach."

 

Melbourne fest in britischer Hand

 

Zuvor hatten Mitfavorit Murray und Außenseiterin Johanna Konta das Viertelfinale erreicht und nach 39 Jahren einen kleinen Meilenstein gesetzt.

Zuletzt hatte es 1977 ein "Paar" von der Insel bei einem Major-Turnier in die Runde der letzten Acht geschafft. Vorjahresfinalist Murray durfte nach dem 6:4, 6:4, 7:6 (7:4) gegen Lokalmatador Bernard Tomic (Australien/Nr. 16) also weiter von seinem ersten Melbourne-Titel träumen, dabei war die Vorbereitung für den Schotten extrem schwierig.

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Am Samstag hatte ein Zusammenbruch von Murrays Schwiegervater Nigel Sears, der Ana Ivanovic (Serbien) coacht, das Turnier überschattet. "Die letzten Tage waren sehr, sehr hart. Es gab viele Emotionen, ich war ein paar Mal im Krankenhaus, um Nigel zu besuchen", sagte Murray, dessen Frau Kim hochschwanger ist.

Der Wimbledonsieger von 2013 hat bislang viermal das Endspiel in Down Under erreicht, aber immer verloren.

Die in Sydney geborene und nächste Kerber-Gegnerin Konta bezwang in 3:04 Stunden Jekaterina Makarowa (Russland) mit 4:6, 6:4, 8:6.

Mit "Aussie, Aussie"-Rufen feierten die Zuschauer "ihre" Britin lautstark, auf einer Internetseite erschien hinter dem Namen der Weltranglisten-47. sogar kurzzeitig die australische statt der englischen Flagge. "Das ist nicht das erste Mal, dass das passiert. Aber ich spiele für Großbritannien", stellte Konta klar.

 

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