Wintertourismus in den Alpen: "Skifahren muss leistbar bleiben"

Bei der Vorstellung des Forschungsberichts „The Future of Winter Travelling in the Alps“ wurde klar: Für den Tourismus werden Bewegungs- und Erholungsangebote neben dem klassischen Wintersport immer wichtiger.
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Slalom-Vizeweltmeister Fritz Dopfer im Gespräch mit Prof. Hubert Siller (MCI Tourismus, l.) und Prof. Ralf Roth (DSHS Köln, r.).
DSV Slalom-Vizeweltmeister Fritz Dopfer im Gespräch mit Prof. Hubert Siller (MCI Tourismus, l.) und Prof. Ralf Roth (DSHS Köln, r.).

Netzwerke wie Dein Winter. Dein Sport. helfen, Wintertourismus zukunftsfähig zu gestalten und neue Generationen heranzuführen – Appell: „Skifahren muss leistbar bleiben“ Deutschland hat für die Zukunft von Winterreisen eine zentrale Bedeutung – als Heimat- wie auch als Quellmarkt für andere Alpenländer.

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Das ist eine der Schlussfolgerungen, die das interdisziplinäre Forschungsprojekt „The Future of Winter Travelling in the Alps“ zieht. Der Abschlussbericht ist am Donnerstag im Rahmen der weltgrößten Reisemesse ITB in Berlin präsentiert und diskutiert worden. Um Wintertourismus wirtschaftlich und ökologisch zukunftsfähig zu gestalten, spielen branchenübergreifende Netzwerke und daraus resultierende Nachwuchs-Projekte eine wichtige Rolle.

Erfolgsmodell Alpen muss angepasst werden

„Skifahren bleibt auch in Zukunft das Kernprodukt von Winterreisen in die Alpen. Ergänzende Bewegungs- und Erholungsangebote und eine nachhaltige Entwicklung der Produkte, Angebote sowie der Infrastruktur vor Ort sind jedoch unabdingbar“, sagen die Autoren der Studie, Prof. Ralf Roth (Institut für Natursport und Ökologie an der Deutschen Sporthochschule Köln) und Prof. Hubert Siller (MCI Tourismus Innsbruck). Grundsätzlich bescheinigt die Studie den Alpen aufgrund ihrer sommer- und wintertouristischen Gesamtperformance eine überdurchschnittlich gute Wettbewerbsfähigkeit. Vor dem Hintergrund sich laufend ändernder Rahmenbedingungen und des internationalen Wettbewerbs sei es jedoch notwendig, das bisherige Erfolgsmodell des Wintertourismus anzupassen und zukunftsfähig zu gestalten.

„Dafür benötigen wir eine sektorenübergreifende Kommunikationsstrategie, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Bedeutung, soziale Verträglichkeit und eine Versachlichung der ökologischen Diskussion“, betont Prof. Roth. Nicht der unstrittige Klimawandel, sondern Wetter, Schnee und Erreichbarkeit sind laut Studie in naher Zukunft Kriterien, welche die Nachfrage nach Wintersport in den Alpen bestimmen.

Neue Generationen von „Wintersport-Fans“ heranführen

„Wintersport, Bewegung und aktive Erholung sowie das Erleben von Landschaft und Natur sind der Studie nach die wichtigsten Motive für das Reiseziel Alpen im Winter“, sagt Josef Margreiter, AlpNet-Präsident und Geschäftsführer der Tirol Werbung. Darum sei es unabdingbar, neue Generationen von „Wintersport-Fans“ heranzuführen. „Insbesondere für Kinder und Jugendliche ist entscheidend, ob und wie ihnen der Zugang zum Wintersport durch Familie, Schulen und Skischulen ermöglicht wird“, betont Walter Vogel, Geschäftsführer der DSV Marketing GmbH.

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Der Deutsche Skiverband, der Deutsche Skilehrerverband und Snowboard Germany setzen mit ihrer gemeinsamen Initiative Dein Winter. Dein Sport. an diesem Punkt an. Zum Beispiel haben sie mit dem Portal WintersportSCHULE.de eine Online-Plattform entwickelt, die Lehrer und Schüler bei der Vorbereitung und Durchführung von Wintersport-Aktivitäten an Schulen unterstützt. Für den Erfolg solcher Nachwuchs-Projekte sei aber vor allem ein Faktor entscheidend: „Insbesondere das Skifahren muss auch in Zukunft für Familien leistbar bleiben“, fordert Vogel und appelliert an Bergbahn-Betreiber und Tourismus-Unternehmer, sich um eine attraktive Preispolitik für Kinder, Jugendliche und Familien zu bemühen.

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