Schneebericht: Weit und breit kein Winter in Sicht

Es ist für viele Skigebiete weiterhin ein schwieriger Start in den Winter. Es ist einfach zu warm und zu trocken. Und so mussten einige Gebiete ihren Saisonstart bereits mehrmals verschieben.
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Es war zwar nur ein bissl, was in Fellhorn-Kanzelwand an Neuschnee runtergefallen ist, dennoch ist's mehr als in den meisten anderen Skigebieten.
Das Höchste Es war zwar nur ein bissl, was in Fellhorn-Kanzelwand an Neuschnee runtergefallen ist, dennoch ist's mehr als in den meisten anderen Skigebieten.

Wintersportfans sind schon am verzeifeln, die Schneelage ist mau: Wo es derzeit gut geht und es zuletzt geschneit hat, lest ihr im aktuellen Skiinfo-Schneebericht.

Deutschland

In Deutschland gab es doch tatsächlich wieder etwas Neuschnee – zumindest in höheren Lagen. Auf der Zugspitze konnte man in der Nacht zum 10. Dezember freudig 15 Zentimeter frischen Powder melden. Damit beträgt die Schneehöhe dort nun 80 Zentimeter und es sind sechs Lifte geöffnet. Auch das Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand meldete am 9. Dezember zehn Zentimeter Neuschnee, dort ist die Saison seit dem letzten Wochenende ebenfalls gestartet. Skibetrieb bieten derzeit auch schon Grasgehren, Bolsterlang und die Winklmoosalm in Reit im Winkl an.

Bei anderen Gebieten musste der Betrieb vorübergehend eingestellt werden, wie zum Beispiel auf dem Feldberg, wo nur noch 4 Zentimeter Schnee liegen. Generell müssen leider viele Skigebiete ihren Saisonstart nach hinten verschieben, da immer noch kein richtiger Wintereinbruch in den nächsten Tagen bevorsteht.

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Allerdings werden zum Beispiel das Nebelhorn in Oberstdorf (am 12. Dezember) oder auch Garmisch (am 11. Dezember) ihre Saison am kommenden Wochenende starten. Am Nebelhorn beträgt die Schneehöhe aktuell übrigens 50 Zentimter und es wird zunächst einmal eine Piste (Gipfelmulde) geöffnet sein.

Österreich

Auch in Österreich meldeten am 9. und 10. Dezember einige Skigebiete ein bisschen neuen Schnee. Bis zu zehn Zentimter fielen zu Boden und das tat den Skigebieten gut. Obertauern, der Stubaier Gletscher, Shuttleberg Flachauwinkl, Wagrain und Sölden (jeweils zehn Zentimeter) sowie der Pitztaler Gletscher (acht Zentimter) waren die Spitzenreiter, was Neuschnee angeht.

Auch Flachau, St. Anton am Arlberg, Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn oder die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental (alle fünf Zentimeter) freuten sich noch über ein bisschen Neuschnee. Mit endlich wieder etwas tieferen Temperaturen in der Nacht und dem leichten Neuschnee können derzeit viele Skigebiete zumindest auf den Pisten gute Bedingungen bieten.

 

140 Zentimter beträgt die Schneehöhe derzeit in Sölden und damit hat der Rettenbachferner aktuell die größte Schneehöhe in Österreich vor dem Kaunertaler Gletscher mit 130 Zentimter und dem Pitztaler Gletscher mit 123 Zentimeter. Die Zahl der geöffneten Skigebiete hat sich derweil in Österreich auf über 100 erhöht und am 11. und 12. Dezember stehen weitere Saisonstarts an – trotz des teilweise milden Wetters. Fügen-Spieljoch, Hochoetz, die Weißsee Gletscherwelt oder auch St. Johann in Tirol-Oberndorf starten in diesen Tagen mit dem Skibetrieb. Just am heutigen Donnerstag, den 10. Dezember ist zudem Nauders mit zehn geöffneten Liften in die Saison gestartet.

Schweiz

Noch nicht ganz so viele Skigebiete in Österreich können derzeit schon in der Schweiz Skibetrieb anbieten. Hier sind es aktuell rund 40 Resorts, die durchgehend geöffnet sind. Hier gab es in den letzten 48 Stunden auch nur vereinzelt Neuschnee. So meldeten Engelberg-Titlis oder auch die Aletsch-Arena bis zu zehn Zentimeter frischen Schnee. Engelberg hat auch mit 155 Zentimeter die größte Schneehöhe in der Schweiz zu bieten gefolgt von Zermatt (125 Zentimeter) und Saas-Fee (120 Zentimeter). Diverse Saisonstarts stehen auch bei den Eidgenossen an, doch muss abgewartet werden, welche Resorts nun tatsächlich in den kommenden Tagen starten.

Frankreich und Italien

In Frankreich haben derzeit 36 Skigebiete geöffnet, weitere stehen für das Wochenende in den Startlöchern. Schnee fiel in den letzten Tagen allerdings nur vereinzelt.

Tignes, Val Thorens und Chamonix waren Skigebiete, die Schneefälle bis maximal 9 Zentimeter vermelden konnten. Das ist nicht viel - und auch in den kommenden Tagen steht kein Wintereinbruch bevor. Somit ist der Skibetrieb in den geöffneten Skigebieten derzeit auch eher spartanisch und nur in den meisten laufen maximal 50 Prozent der Liftanlagen.

In Italien haben mittlerweile über 70 Gebiete ihre Anlagen in Betrieb. Obwohl in den letzten sieben Tagen so gut wie kein Schnee hinzu kam, können die meisten Skigebiete Schneehöhen zwischen 30 und 50 Zentimeter vermelden. Spitzenreiter ist weiterhin Cervinia mit 125 Zentimeter, gefolgt von Passo Lanciano (120 Zentimeter) und dem Schnalstal (85 Zentimeter).

Wetter- und Schneevorhersage

Es ist wie verhext, aber ein Wintereinbruch ist auch in den kommenden Tagen nicht in Sicht. Das Wetter im Alpenraum wird am Freitag und Samstag bleibt es sonnig, trocken und für diese Jahreszeit weiterhin zu warm.

Schneehöhen und Bergwetter: Das AZ-Wintersport-Spezial

Am Samstag könnte es vormittags in der Südostschweiz und in Westösterreich noch verstärkte Wolkenfelder geben, die sich aber bald auflösen.

Die Höchsttemperaturen auf 2000 Meter liegen zumeist zwischen -1 und +5 Grad. Auch der Wochenstart macht keine Hoffnung auf einen Wintereinbruch. Eventuell kommen am Dienstag und Mittwoch größere Störungen auf den Alpenraum zu, das ist aber derzeit noch nicht sicher zu sagen.

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