In den Frühling wandern

Der milde Ausklang des Winters bringt auch viele Vorteile mit sich – zum Beispiel sind viele Wege schon jetzt zugänglich. Drei gemütliche Tipps
| Georg Weindl
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Ein bisschen Schnee liegt auf dem Wank über Garmisch-Partenkirchen schon noch – der Berg zeigt sich aber schon frühlingshaft grün.
Weindl Ein bisschen Schnee liegt auf dem Wank über Garmisch-Partenkirchen schon noch – der Berg zeigt sich aber schon frühlingshaft grün.

Dieser Winter ist ein schöner Frühling. Zumindest für uns hier auf der Nordseite der Alpen.

Skifahrer und Tourengeher müssen etwas weiter fahren oder sich spezielle schneesichere Flecken suchen. Da haben es die Wanderer leichter. Auf die warten etliche apere Südhänge für gemütliche Bergausflüge. Dazu gehören auch diese drei Wanderklassiker in den bayerischen Bergen.

 

HOCHRIES, SAMERBERG:

Schöne Aussichten aufs Chiemgau. Das bietet die 1569 Meter hohe Hochries südöstlich von Rosenheim.

Und das nicht nur im Sommer, denn die Hochries ist ein klassischer Wanderberg. Und beliebt bei den Einheimischen, das bestätigen auch die Autos auf dem Spatenau Parkplatz auf dem Samerberg unweit von Grainbach.

Dort geht die Tour los, zuerst durch den Wald bis zur Spatenau, dann weiter bis zum etwas steileren, aber aussichtsreichen Nordhang unterhalb der Seitenalmen. Danach geht es auf dem schneebedeckten Weg weiter bergauf und an Felswänden vorbei bis zum Gipfelkamm, der links etwas weiter oben liegt. Der Schlussspurt ist dann ein ganz sanfter und bald taucht auch schon das Gipfelhaus auf.

Drinnen in der Alpenvereinshütte kann man sich der verschwitzten Wäsche entledigen und sich mit einer Brotzeit stärken. Die Aussicht hier oben ist spektakulär.

Im Norden schaut man rüber zum Chiemsee oder links über Rosenheim Richtung München. Auf der Südseite grüßt der Wilde Kaiser und schweift der Blick weiter bis zum Großvenediger.

Panoramawandern könnte man die Tour auf die Hochries auch nennen. Runter geht es auf dem selben Weg. Die Seilbahn fährt nur im Sommer, was für unseren Weg keine Rolle spielt, weil wir auf der Westseite unterwegs sind und die Bahn am Nordhang fährt.

Start: Parkplatz Spatenau am Samerberg
Ziel: Hochriesgipfel
Weg: mittelschwer, 750 Höhenmeter, Aufstieg ca 1,5 Stunden
Einkehr: Hochries Gipfelhaus

www.samerberg.de, www.hochrieshuette.de

 

TEGERNSEE-SCHLIERSEE:

Eine Rundreise mit Bahn und Berg.

Von München geht es mit der Bayerischen Oberlandbahn zum Tegernsee. Am Bahnhof kann man sich gleich bergauf warm laufen, am eleganten Hotel „Das Tegernsee“ vorbei Richtung Neureuth.

Eine gute Stunde dauert der Weg hinauf zum beliebten Berggasthof Neureuth auf 1264 m Höhe. Diese erste Einkehr hat man sich jetzt auch verdient.

Viel ist dann auch nicht mehr bergauf zu gehen. Danach folgt nur noch ein kurzer Anstieg zur Gindelalmschneid, wo es dann hinunter zu den drei Gindelalmen geht. Für noch eine Brotzeit wärs jetzt schon etwas früh.

Also folgt man dem Weg bergab Richtung Schliersee und Hausham bis zum Huberspitz, wo früher einmal Bergbau betrieben worden ist. Heute ist Huberspitz ein blitzsauberes Gasthaus mit schönen Zimmern und einem herrlichen Blick auf den Schliersee. Bei Sonnenwetter ist deshalb die breite Terrasse der schönste Platz.

Der letzte Abschnitt führt dann hinunter nach Hausham und zum Bahnhof, wo man mit der Bahn wieder zurück nach München fahren kann.

Ein schöner Tagesausflug ist diese Querung. Es gibt nicht wenige, die allerdings die umgekehrte Richtung bevorzugen und die Wanderung dann im berühmten Bräustüberl am Tegernsee stilgerecht auslaufen lassen.

Start: Bahnhof Tegernsee
Ziel: Huberspitz/Hausham
Weg: leicht bis mittel, 570 Höhenmeter, Gesamtdauer ca. drei Stunden
Einkehr: Gasthaus Neureuth, Gindelalm, Gasthaus Huberspitz

www.tegernsee.com, www.neureuth.com, www.almbad.de

 

WANK, GARMISCH-PARTENKIRCHEN:

Der Aussichtsberg von Garmisch-Partenkirchen zeigt sich auf der Südwestseite frühlingshaft grün. Beste Voraussetzungen für eine schneearme Winterwanderung.

Nur oben ist dann noch etwas Schnee rund um den 1780 m hohen Gipfel. Da die Bahn derzeit nicht in Betrieb ist, wird es eine etwas längere Tour, die man mit einer Panoramapause oben locker zu einem Tagesausflug machen kann.

Los geht es beim Parkplatz, der sich unweit des Zentrums von Partenkirchen bei der Straße Am Gipsbruch befindet. Der Weg verlässt bald das Wohngebiet und schlängelt sich durch den Bergwald. Einige Höhenmeter sind zu machen und die Südwestseite des Wank ist schon ordentlich steil.

Über Josefsbichl und die schön gelege Gamshütte geht es weiter bergauf durch den Wald bis zur Mittelstation. Unterwegs wird der Ausblick durch die Lichtungen rüber zu Alpspitze und Zugspitze immer eindrucksvoller.

Nach der Mittelstation geht es weiter mit etlichen Kurven und Serpentinen durch den Bergwald und weiter oben dann mehreren Latschenfeldern. Ganz oben wird es dann auch weiß und oben am Wankgipfel kommt auch etwas Winterstimmung auf.

Von der Bergstation zweigt dann links noch der kurze Weg hinauf zum Wankhaus ab, der Alpenvereinshütte, die auch Alois-Huber-Haus heißt.

Hinter dem Haus befindet sich dann das Gipfelkreuz. Die Aussicht ist hier oben natürlich extrem gut, wenn das Wetter mitspielt. Links schaut man rüber zur Karwendelspitze und rechts glänzen Alpspitze und Zugspitze. Und der lange Weg macht hungrig. Einkehren kann man nun in beiden Lokalen. Runter geht es dann auf dem selben Weg.

Start: Parkplatz Am Gipsbruch, Partenkirchen
Ziel: Wank Gipfel
Weg: mittelschwer, 1010 Höhenmeter, Aufstieg zwei bis zweieinhalb Stunden
Einkehr: Sonnenalm, Alois-Huber-Haus

www.gapa.de, www.zugspitze.de

 

 

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