Rückschlag für Vettel: Abbruch mit Feuerlöscher

Sebastian Vettels Suzy zickt weiter – und wie! Der Weltmeister fährt vier Runden, dann ist Schluss. Sein Red Bull lässt ihn zum Auftakt in Barcelona im Stich. Es kann nur besser werden. Muss es auch.
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Allen Grund für bedrückte Mienen gibt's wieder bei Red Bull. Beim freien Training in Barcelona musste Sebastian Vettel seine Suzy mit den Streckenposten von der Bahn schieben.
dpa Allen Grund für bedrückte Mienen gibt's wieder bei Red Bull. Beim freien Training in Barcelona musste Sebastian Vettel seine Suzy mit den Streckenposten von der Bahn schieben.

Sebastian Vettels Suzy zickt weiter – und wie! Der Weltmeister fährt vier Runden, dann ist Schluss. Sein Red Bull lässt ihn zum Auftakt in Barcelona im Stich. Es kann nur besser werden. Muss es auch, wenn Vettel die Hoffnungen auf eine Aufholjagd aufrechterhalten will.

Barcelona – Sebastian Vettel stampfte mit versteinerter Miene zurück ins Motorhome. Die Verantwortlichen bei Red Bull schauten sorgenvoll drein. Nach nicht mal 20 Kilometern war für den viermaligen Weltmeister das Training zum Europa-Auftakt der Formel 1 am Freitag in Barcelona gelaufen. „Durch ein elektronisches Problem wurde der Kabelbaum von Auto Nummer 1 beschädigt, Sebastian wird nicht in der Lage sein, beim FP2 mitzumachen“, twitterte Red Bull.

Sprich: Vettel musste die Vorbereitung auf seine erhoffte Aufholjagd beim Großen Preis von Spanien nach lächerlichen vier Runden frustriert abbrechen. Die Bilder vom Vierfach-Weltmeister mit einem Feuerlöscher in den Händen weckten Erinnerungen an die desaströsen Testauftritte, als der neue RB10 gleich mehrfach stehen geblieben war und Vettel sich als Feuerwehrmann verdient gemacht hatte.

Es ist wie verhext: Ausgerechnet jetzt, da Vettel zum Neustart in eine bislang sieglose Saison starten wollte und dabei auf ein gebrauchtes Chassis von den Wintertests setzte, ging die Pannenserie bei ihm weiter. Teamkollege Daniel Ricciardo, in der WM-Wertung neun Punkte hinter dem fünftplatzierten Vettel auf Rang sieben, kam hingegen ohne erkennbare Probleme im ersten Training durch. 21 Runden schaffte der Neuzugang, zudem Platz drei. Vettel wurde 20. von 22 Fahrern.

Das Team werde die Zeit nutzen, um den Vettel-Wagen für das Training am Samstag fertigzumachen, teilte Red Bull zunächst via Twitter mit. Als Teamchef Christian Horner und Motorsportberater Helmut Marko bei strahlendem Sonnenschein auf dem Circuit de Catalunya zum zweiten Training aus dem Motorhome kamen, warteten bereits die Kamerateams und Fotografen. Aus den Gesichtern der beiden war die Stimmungslage im Team abzulesen.

Die Rechnung mit dem Chassis-Wechsel ging nicht auf. „Suzy“ hatte Vettel nach nur 25 Minuten mal wieder im Stich gelassen. Er stieg aus und schob den Red Bull mit Hilfe einiger Streckenposten neben den Kurs. Zunächst werkelte der Heppenheimer selbst mit einem Feuerlöscher am Heck. Bevor das Auto auf einen Abschleppwagen gehoben wurde, ließ sich Vettel erneut den Feuerlöscher geben.

Technische Probleme behinderten allerdings auch seinen Landsmann Nico Rosberg im ersten Training. Der WM-Spitzenreiter, der nur noch vier Punkte Vorsprung auf seinen Mercedes-Teamkollegen Hamilton hat, schaffte auch nur neun Runden, belegte aber immerhin Rang fünf.

An der Spitze unterstrich Hamilton seine Ambitionen, seine Serie auf vier Siege auszubauen. Er verwies seinen britischen Landsmann Jenson Button im McLaren deutlich auf Rang zwei. Hinter Ricciardo landete der spanische Lokalmatador Fernando Alonso im Ferrari auf den vierten Rang. Nico Hülkenberg, WM-Vierter, kam im Force India bei den ersten Ausfahrten auf Rang zwölf. Adrian Sutil wurde zwei Tage vor dem fünften WM-Lauf an diesem Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) auf Position 15 – und landete damit ebenfalls noch deutlich für Vettel.

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