Michael Schumachers Kosmos von A bis Z

Kinder, Skandale, Tränen und Titel: Die Abendzeitung erklärt auf dieser Seite Michael Schumacher von A bis Z.
| Johannes Schnabl
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Sind seit 1995 verheiratet: Corinna und Michael Schumacher, hier 2006 am Hockenheimring.
GES/Augenklick Sind seit 1995 verheiratet: Corinna und Michael Schumacher, hier 2006 am Hockenheimring.

Rennsportlegende, siebenfacher Formel-1-Weltmeister, ein Heißsporn auf den Strecken. So haben die meisten Fans Michael Schumacher in Erinnerung. Doch das ist nur ein Teil des Menschen Schumacher, der auch als Unternehmer und fürsorglicher Familienvater bekannt ist.

Die AZ erklärt Schumi von Ausbildung bis Zank

A wie Ausbildung: Vor seiner Karriere als Rennfahrer absolvierte Schumi ab 1986 im Autohaus des Ex-Rennfahrers Willi Bergmeister in Langenfeld erfolgreich eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker.

B wie Bruder: Ralf ist sieben Jahre jünger als Michael und war ebenfalls erfolgreicher Rennpilot. Bei 180 Formel-1-Starts fuhr er zu sechs Siegen.

C wie Corinna: Seine Frau lernte Schumi bereits 1991 kennen, die beiden heirateten 1995 standesamtlich und kirchlich.

D wie Debüt: Zu seinem ersten Einsatz in der Formel 1 bei Jordan kam Schumi nur, weil der eigentliche Stammfahrer Bertrand Gachot eine kurze Gefängnisstrafe absitzen musste.

E wie Emotionen: Nach dem tragischen Tod eines Feuerwehrmannes beim Großen Preis von Italien weinte der sonst so kühle Schumi in der Pressekonferenz hemmungslos. „Auch ein Roboter kann weinen“, titelte der „Corriere dello Sport“ damals.

F wie Fußball: Beim Schweizer Fußballklub Echichens FC kickte Schumacher eine Zeit lang sogar in der dritten Liga.

 G wie Geburtstag: Am 3. Januar 1969 erblickte Michael Schumacher in Hürth in Nordrhein-Westfalen das Licht der Welt. Morgen wird Schumi 50.

H wie Helfer: Für das Kinderhilfswerk Unesco engagierte sich der Rekordchampion seit Beginn seiner Karriere. Schon als er in der Formel 3 seine erste Siegprämie erhielt, habe er das Bedürfnis verspürt, zu helfen, sagte er später.

I wie Italienisch: Zehn Jahre lang fuhr Schumi für Ferrari in der Formel 1. Aber sein Italienisch war bis zum Ende der Zusammenarbeit 2006 eher dürftig.

J wie Jordan: Für das frühere Formel-1-Team bestritt Schumacher 1991 beim Großen Preis von Belgien in Spa sein erstes Rennen. Kurz darauf wechselte er zu Benetton, wo er bis 1995 blieb.

K wie Kinder: Sohn Mick ist bereits selbst eine Berühmtheit und startet im kommenden Jahr in der Formel 2. Tochter Gina-Maria ist eine erfolgreiche Westernreiterin.

L wie Leinwand: Auch im Kino war Schumi zu sehen. Im Spielfilm „Asterix bei den Olympischen Spielen“ mimte er den Germanen Schumix. Der fuhr natürlich Wagenrennen.

M wie Mutter: Elisabeth Schumacher starb 2003 mit 55 Jahren an einer Leberzirrhose. An ihrem Todestag starteten Michael und Ralf trotzdem beim Rennen in Imola, Michael gewann. Am Abend vorher waren beide Brüder per Privatjet ans Krankenbett der Mutter geeilt.

N wie Namensgeber: Ein Asteroid, der am 24. September 1992 von zwei deutschen Forschern entdeckt wurde, trägt zu Ehren Schumachers den Namen (15761) Schumi.

O wie Oase: Diese genießt Schumacher steuerrechtlich in der Schweiz. Mit der Alpennation konnte er ein Abkommen aushandeln. In Deutschland seien „sie ja selber dumm, wenn sie mir kein Angebot machen“, sagte er einmal.

P wie Papst: Der gläubige Katholik durfte damals Papst Johannes Paul II. persönlich in einer Audienz kennenlernen. Als Geschenk für den Pontifex gab es einen Mini-Ferrari.

Q wie Quote: Bei 307 Formel-1-Starts gewann Schumi 91 Mal. Das macht eine Siegquote von 29,64 Prozent.

R wie Rekorde: Noch immer hält Schumi 28 Bestmarken in der Formel 1. Darunter die meisten Siege (91), die meisten Titel (7) oder die meisten Podestplätze (155).

S wie Schuhdesigner: Mit der Schweizer Firma Navyboot entwarf Schumi 2011 Sneaker. Die Kollektion war auf 88 Stück begrenzt, ein Paar der gold-roten Treter kostete 5.000 Euro.

T wie Todesanzeige: Eine geschmacklose Meldung im Internet zum Tod Schumachers sorgte 2016 für mächtig Trubel. Das Ganze war aber nur ein Trick, um User auf eine Erotikseite zu locken.

U wie Utah: In dem US-Bundesstaat, genauer in der Stadt Moab, verbrachte Schumacher viele Urlaube, da seine Frau Corinna begeisterte Westernreiterin ist. Er war auch oft auf der atemberaubenden Mountainbike-Strecke Slickrock Trail unterwegs.

V wie Villeneuve, Jacques: Der Kanadier bleibt für immer mit Schumis größter Schmach verbunden. Im letzten Rennen 1997 lag Schumacher einen Punkt vor Villeneuve. Als dieser ihn überholen wollte, zog Schumacher nach innen und verursachte eine Kollision. Villeneuve konnte weiterfahren, Schumi rutschte ins Kiesbett.

W wie Willi Weber: Schumis langjähriger Manager. 1988 holte ihn Weber in die Formel 3 und vertrat ihn bis 2010. Nebenbei sicherte er sich 20 Prozent aller Einnahmen.

X wie X-fach wurden Schumi Ehrungen und Auszeichnungen zuteil, etwa die Aufnahme in die FIA Hall of Fame, das Silberne Lorbeerblatt des Präsidenten oder die Ehrenbürgerschaft von Maranello.

Y wie Yacht: Schumacher war nicht nur mit den Autos schnell unterwegs, sondern auch auf dem Wasser, seine Yacht „Corinna“ wurde aber 2010 auf Ebay versteigert.

Z wie Zank: Nach einem verunglückten Überrundungsmanöver gegen David Coulthard, bei dem Schumi ausschied, ging der Deutsche auf den Schotten los und musste von den Boxencrews abgehalten werden. Die beiden haben sich mittlerweile ausgesprochen.

Lesen Sie auch: Ex-Schumacher-Manager Willi Weber im Exklusiv-Interview

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