Hamilton und Mercedes: Der Hitze-Test

Zwei Tage nach dem Grand Prix von Bahrain testen die Formel-1-Teams auf dem Wüsten-Kurs – und vor allem Mercedes hat Nachholbedarf. "Wir haben ein bisschen was zu tun", sagt Lewis Hamilton.  
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Nachdenklich: Mercedes-Star Lewis Hamilton.
dpa Nachdenklich: Mercedes-Star Lewis Hamilton.

Zwei Tage nach dem Grand Prix von Bahrain testen die Formel-1-Teams auf dem Wüsten-Kurs – und vor allem Mercedes hat Nachholbedarf. "Wir haben ein bisschen was zu tun", sagt Lewis Hamilton.

Sakhir - Das Nachspiel von Bahrain begann für Sebastian Vettels Verfolger Lewis Hamilton gleich mal mit einem Defekt. Ein paar Runden auf dem Wüsten-Kurs hatte der Brite gestern gedreht, da blieb sein Formel-1-Mercedes stehen.

"Spezielle Lieferung", schrieb Mercedes über ein Foto bei Twitter, das den komplett in Schwarz eingehüllten Silberpfeil auf einem Lkw-Anhänger zeigte. Ein Problem mit der Elektrik, wie das Magazin auto, motor und sport auf seiner Homepage berichtete. Ein Kabelstecker war abgefallen. Im Rennen wäre das entscheidend, im Kampf um die WM mitentscheidend.

Es sind die Details, die in dem Gigantenduell Silber gegen Rot in diesem Jahr vermutlich den Ausschlag geben. Bislang blieben Vettel und Hamilton während der drei Rennen von Defekten verschont. Vettel war in seinem Ferrari lediglich beim Training in Bahrain einmal von einem Elektrik-Problem gestoppt worden.

"Das müssen wir unbedingt verstehen"

Zwei Tage haben die Teams Zeit zwischen dem vergangenen Großen Preis in dem Königreich am Persischen Golf und dem kommenden Grand Prix in der russischen Ex-Olympia-Stadt Sotschi, ihre Autos weiter zu verstehen und sie zu verbessern. Der Ferrari zeigte sich bisher bei wärmeren Temperaturen wie in Australien und Bahrain von seiner besten Seite, der neue Silberpfeil mag es eher etwas kühler. Steigen die Temperaturen, klappt das Zusammenspiel zwischen Wagen und Reifen nicht optimal.

Vor allem zu Rennbeginn, wenn die Autos mit vollen Tanks unterwegs sind, leiden die Gummis, erst recht, je weicher sie sind. Es war in Bahrain auch die Phase, in der die Silberpfeile ihre Siegchancen einbüßten. "Das müssen wir unbedingt verstehen", sagte Hamiltons Teamkollege und Pole-Mann Valtteri Bottas zu den Problemen.

Selbst wenn nach bisherigen Vorhersagen das nächste Rennen in anderthalb Wochen in Russland keine derartige Hitzeschlacht werden dürfte, kommen die Testfahrten im heißen Bahrain den Silberpfeilen gerade recht. "Wir haben ein bisschen was zu tun bei den Tests", sagte Hamilton, bevor er den Mercedes am Dienstag wieder steuerte: "Wir müssen das Auto verbessern und unser Wissen über die Reifen, damit wir im nächsten Rennen wieder in einer besseren Position sind."

Am Dienstag herrschten in Sakhir wieder Temperaturen über 30 Grad. Und es stehen noch genügend Grand Prix mit möglichem Hitze-Faktor wie Ungarn, Italien, Singapur, Malaysia, USA, Mexiko oder Abu Dhabi an. Vettel fuhr am Dienstag zum Auftakt des Zwei-Tage-Tests übrigens auch. Er testete gesondert schon mal die Reifen für 2018.

Am Mittwoch wird der WM-Spitzenreiter, der nach seinem Sieg in Bahrain sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton hat, wieder mit den aktuellen Gummis auf die Strecke fahren.

Lesen Sie hier: Vettel holt zweiten Saisonsieg

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