Grand Prix: Sauna in Sepang

Heiß, feucht, quälend: Der Grand Prix von Malaysia fordert von Champion Vettel und Co. viel ab - auf bis zu 50 Grad kann die Streckentemperatur klettern.
| jga
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare Empfehlungen

Sepang - Natürlich käme niemand freiwillig auf die Idee, mit einem Skianzug bekleidet in der Sauna einen Autoreifen zu wechseln. Zu heiß, zu feucht, zu anstrengend – eine Qual. Auf dem Sepang International Circuit fordern bis zu 50 Grad Streckentemperatur und eine Luftfeuchtigkeit von bis zu 90 Prozent Mensch und Material alles ab.

Immerhin werden die Boxencrews beim Großen Preis von Malaysia für ihre Arbeit bezahlt. Und die ist entscheidend: Im vergangenen Jahr gingen fast alle Piloten während des Rennens drei Mal an die Box – das Klima greift die Feinmechanik, aber vor allem auch die Reifen an. Für die Fahrer ist es ein Fitnesstest unter Extremstbedingungen – nicht ungewöhnlich, dass sie schon Tage vor dem Rennen mindestens vier Liter Wasser in sich hineinschütten, um den Flüssigkeitsverlust ausgleichen zu können. Wer in Sepang gewinnen will, muss zudem körperlich topfit sein. Sebastian Vettel hat in seinen beiden Siegen in den vergangenen beiden Jahren bewiesen, der tropischen Hitze gewachsen zu sein.

Zum ersten Mal seit langer Zeit geht der Weltmeister nicht als erklärter Favorit in ein Formel-1-Rennen – McLaren hat durch Jenson Buttons Sieg beim Auftakt in Australien großen Respekt gewonnen. Vettel rechnet nicht mit einem Einbruch von McLaren auf irgendeiner Formel-1-Strecke in diesem Jahr. „Von dem, was wir wissen, sind sie überall schnell“, sagte er. Noch braucht Vettel Zeit, sich an seinen neuen Boliden, Spitzname „Abbey“ zu gewöhnen. „Wir brauchen Zeit auf der Strecke“, sagte der 24-Jährige. Um dann wieder nach ganze vorne zu fahren. „Wir sind motiviert und hungrig zu verhindern, dass McLaren die Oberhand behält. Im Moment müssen wir es akzeptieren. Aber sehen wir mal, was an diesem Wochenende passiert“, sagte Vettel.

Denn Rennen in Malaysia haben wegen des steten Regenrisikos immer einen Touch von Glücksspiel. Jenson Button hatte vor drei Jahren das Formel-1-Rennen in Sepang nach 31 von 58 Runden für sich entschieden. Wegen sintflutartiger Regenfälle war es vorzeitig beendet worden. „Es ist einer der Orte, an dem du nie weißt, was das Wetter macht“, sagte Button. „Wenn es diesmal regnet, hoffe ich, dass wir weiterfahren können.“

 

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
Teilen 0  Kommentare – mitdiskutieren Empfehlungen
0 Kommentare
Artikel kommentieren