Wiesn-Trend: Promi-Damen leihen sich ihr Dirndl im Internet

Wer noch kein Dirndl hat und sich auch eigentlich keines anschaffen wollte, weil er es sowieso nur einmal im Jahr anziehen kann, der sollte jetzt gut aufpassen: Die Promi-Damen leihen sich mittlerweile ihre Dirndl...
| Andrea Vodermayr
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Karen Webb, Natascha Grün und Christine Theiss
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Simone Ballack
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Christine Theiss
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Karen Webb
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Verena Kerth
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Natascha Grün
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München - Ja, ist denn schön wieder Oktoberfest? Bis zur Wiesn fließt zwar noch einiges an Wasser die Isar hinunter (Startschuss ist am 19. September). Doch die Damen können sich gar nicht früh genug auf die Suche nach dem passenden Outfit machen. Welches Dirndl zieh‘ ich nur an? Und welche Friseur trag‘ ich dazu? Was ist in Sachen Make up beim Oktoberfest Trend? Fragen, auf die VIP-Ladies wie Karen Webb, Christine Theiss, Simone Ballack und Verena Kerth am Freitag im Showroom von „dresscoded.com“ in München eine Antwort bekam.

Natascha Grün, die Gründerin und Betreiberin des Online-Kleiderverleihs, hatte gemeinsam mit MAC und Aveda zum großen Wiesn-Styling geladen. Der Trend - zumindest in Sachen Dirndl – lautet: leihen anstatt kaufen: „Für ein Dirndl muss man heute einige hundert, ja sogar über tausend Euro, hinlegen. Die meisten Damen wollen oder können es aber ohnehin nur einmal tragen. Bei uns gibt es die neuesten Kollektionen von angesagten Trachtenlabels und -designern zum Leihen – und das zu einem geringen Bruchteil des eigentlichen Kaufpreises: schon ab 60 Euro. Leihen ist „einfach stressfrei“, so Natascha Grün.

Das gefällt auch Karen Webb: „Ich habe zwar fünf Dirndl im Schrank, aber weitaus mehr Wiesn-Einladungen. Da will man natürlich auch etwas Neues anhaben. Ich persönlich mag am Liebsten die traditionelleren Modelle ohne viel Firlefanz, aber für einen besonderen Anlass darf es dann auch mal ein etwas außergewöhnlicheres Modell sein“, so die Moderatorin, die sich für ein Modell in zartem Rosé und Strickjacke von „Herzallerliebst“ entschied. „In Sachen Wiesnfrisur ist sie variabel: „Es müssen nicht immer Zöpfe sein, manchmal trage ich die Haare auch gerne offen. In Sachen Make up ist auf jeden Fall weniger mehr weil das Dirndl selbst ja schon genug Hingucker ist.“

Auch Christine Theiss zeigte sich begeistert: „Eigentlich habe ich acht eigene Dirndl im Schrank, aber davon kann frau ja nie genug haben. Ich habe es letztes Jahr wegen „The Biggest Loser“ gar nicht aufs Oktoberfest geschafft und habe deshalb dieses Mal Nachholbedarf. Am ersten Wiesn-Sonntag feiern wir dort den Geburtstag meines Mannes.“ Natürlich stilecht im Dirndl: „Mir gefällt es, dass die Stoffe selbst wieder etwas zurückhaltender werden. Wenn man es glamouröser mag, dann nimmt man eben eine Glitzerschürze dazu. Ich persönlich bin gegen zu viel Bling Bling, sonst wirkt es schnell überladen“, so die Ex-Kickboxerin. Sie freute sich auch über das professionelle Styling: „Ich finde Zöpfe zum Dirndl klasse, aber ich selbst bin ein Frisurenhonk und habe überhaupt kein Talent was das angeht. Das überlasse ich lieber den Profis.“

Simone Ballack ist ebenfalls dresscoded-Stammgast: „Für Events wie die Damenwiesn oder den Almauftrieb muss frau sich schon etwas aufbrezeln. Da heisst es ‚sehen und gesehen werden‘ und man kann nicht einfach im 08/15 Dirndl auftauchen. Ich finde knallige Farben toll, aber auch mit einem Dirndl in einem Nude-Ton kann man nichts verkehrt machen.“ Und vielleicht wird man sie auch mit neuem Styling beim Schunkelmarathon sehen: „Ich war bislang kein Fan von Dirndl-Frisuren weil ich immer dachte, dass sie unpraktisch sind und man davon Kopfweh bekommt. Aber ich wurde heute eines Besseren belehrt.“

Ein Dirndl auf der Wiesn ist ein absolutes Muss – vor allem für mich als Münchnerin - sonst fällt man aus dem Rahmen“, so Verena Kerth. „Und Leihen ist die perfekte Lösung, denn sie werden frisch aufgebügelt nach Hause geliefert - ein Traum. Ihre Dirndl-Regeln: „Es muss perfekt sitzen. Zu groß ist unschick und bei zu engen Dirndl bekommt man den Reißverschluss nicht zu. Und bitte immer mit Bluse – es sei denn man heißt mit Vornamen Micaela und mit Nachnamen Schäfer!“

Für jeden Geschmack ist bei „dresscoded.com“ etwas dabei. 500 insgesamt stehen parat: „In allen Farbe, Formen und Schnitten und in den Größen 32 bis 44. Bei uns gibt es die neuesten Kollektionen von angesagten Trachtenlabels und -designern wie Lola Paltinger, AlpenHerz, Alpenmädel, Lena Hoschek, Ena Trachten, Schmittundschäfer, Astrid Söll und Dirndliebe. Vier Tage darf man sein Traumdirndl behalten, danach schickt man es ganz bequem zurück und wir kümmern uns anschließend um die Reinigung“, so Natascha Grün. „Ein Service von Kopf bis Fuß: „Zu unserem Sortiment zählt auch Trachtenschmuck, Blumenkränze sowie Janker und Stickjacken. Man kann bequem online bestellen, aber auch in unseren Showroom in München zur Anprobe kommen.“ Die Trends für diese Saison? Frau Grün: „Erlaubt ist was gefällt. Im Allgemeinen geht der Trend in diesem Jahr zurück zur Tradition. Aber es kommt auf den Anlass an. Wer bei der Wiesn einmal richtig glänzen will, der liegt mit einem edlen Brokat- oder Seidendirndl und einer Glitzerschürze richtig. Für den Besuch im Käfer- oder im Weinzelt darf es ruhig ein etwas aufwändigeres Modell sein. Für den Wiesnbummel tagsüber empfehle ich ein legeres Baumwolldirndl. Bei den Farben sind bei uns in dieser Saison vor allem Rot- und Pinktöne gefragt, der Trend geht insgesamt zu helleren Farben.“

Und was ist in Sachen Wiesnfrisuren en vogue? Star-Stylist Bastian Casaretto (Aveda Artistic Director): „Zum einen natürlich Flechtfrisuren! Das hält den ganzen Abend über. Wichtig ist, dass die Zöpfe locker geflochten werden und nicht zu streng am Kopf anliegen. Besonders cool sehen die etwas lockereren Fischgrät-Zöpfe aus. Aber man kann die Haare auch offen tragen, mit schönen Wellen, das sorgt für Glamour aus. Dann aber bitte Volumenpuder und Haarspray nicht vergessen, so dass die Haare bei der Hitze im Bierzelt nicht zusammen fallen.“ Wer’s daheim nachstylen will: In der „My Aveda School“, in München zum Beispiel bei „Ludwig Beck“ gibt es professionelle Hilfe zur Selbsthilfe: „Man bekommt dort – kostenfrei – die Anleitung für eine gelungene Flechtfrisur.“ Für das Tüpfelchen auf dem i sorgte dann MAC Make up Expertin Kathrin Jokubonis. Was genau ist in Sachen Lippenstift, Rouge und Co. beim Wiesnstyling zu beachten? „Das Wichtigste ist Natürlichkeit. Man sollte sich auf keinen Fall verstellt fühlen, deshalb ist weniger mehr. “ Und vor allem gilt: keine Experimente, meine Damen: „Die Augen werden mit einem Eyliner leicht rauchig betont, dazu Rouge und Lippenstift, in einer Farbe, die man auch sonst gerne trägt. Wer kein Knallrot mag, der sollte auch beim Oktoberfest darauf verzichten. Der Lippenstift muss aber nicht die gleiche Farbe wie Dirndl und Nagellack. Man darf mit Kontrasten spielen.“

Aufatmen, Ladies…Mit diesen Styling-Tipps kann das Oktoberfest kommen…

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