"Wer wird Millionär?": Gäste beschweren sich nach Panne bei Günther Jauch

Für Michael Polit (27) ging es in der neuen Ausgabe von "Wer wird Millionär?" zurück auf den Quiz-Stuhl. Der 27-Jährige hatte sich in der vergangenen Sendung bis zur 4.000-Euro-Frage und bis zum Ende der Folge gezockt und durfte so erneut vor Moderator Günther Jauch Platz nehmen.
Doch der Start verlief holprig. Die Frage, was man in Italien gerne an Silvester trägt, weil es Glück, Liebe und Erfolg bringen soll, konnte Polit zunächst nicht beantworten. Aus den Antwortmöglichkeiten "weiße Tennissocken", "grünes Halstuch", "blaue Hosenträger" oder "rote Unterwäsche" wurde der Kandidat nicht schlau und suchte die Hilfe beim Publikum. Mittels Publikumsjoker sollte das Schwarmwissen der Anwesenden zur richtigen Lösung führen - und das Ergebnis fiel tatsächlich mehr als deutlich aus. 85 Prozent der Studiogäste tippten auf (die richtige) Antwort D.
Ehe es für Michael Polit weiter zur 8.000-Euro-Frage ging, kam es jedoch zu einer ungeplanten Unterbrechung. Aus dem Publikum waren plötzlich Rufe zu hören. Jauch drehte sich überrascht um und hakte nach: "Was ist bei Ihnen passiert? Ein technischer Defekt? Ihre Stimme wurde nicht berücksichtigt?"
WWM-Kandidat ist bei Frage zu Sylvester Stallone ratlos
Der Moderator ging der Sache kurzerhand höchstpersönlich nach und machte sich auf den Weg in den Publikumsblock. Dort klagten gleich zwei Studiogäste über defekte Abstimmungsgeräte. "Es ist so, auf dem Sitz sind so Leitungen drin, die messen den IQ", witzelte Jauch, beschwichtigte aber sofort wieder: "Nein, das war nur Spaß."
Seine Lösungsansätze: Entweder weiterhin draufdrücken ("Das ist dann ja egal!"), sich die Abstimmung - und damit auch die Kalorien - sparen oder sich bei jeder Fragerunde umsetzen, "damit bei jedem zwei Geräte mal nicht gehen."
Jauch bat die Technik darum, sich des Problems anzunehmen. Ansonsten, so kündigte Jauch mit gespielt ernstem Gesicht an, "werden da nach der Sendung hinter den Kulissen Köpfe rollen!" So weit musste es glücklicherweise aber nicht kommen, denn schon kurz darauf eilte eine Produktionsmitarbeiterin ins Studio und verteilte neue Funkgeräte an die beiden betroffenen Zuschauer.
Für Kandidat Michael Polit sollte das große Happyend am Abend dagegen ausbleiben. Dabei lief es für den 27-Jährigen zunächst durchaus vielversprechend weiter. Er quizzte sich erfolgreich bis zu 125.000 Euro und stand schließlich vor der Frage, die eine halbe Million Euro wert war. Danach hätte nur noch die Millionenfrage gefolgt.
Die Frage: "Zwischen 'Rocky III' und 'Rocky IV' fand Sylvester Stallone die Zeit, bei welchem Film Regie zu führen?" Die Antwortmöglichkeiten: "Footloose", "Flashdance", "Dirty Dancing", "Staying Alive". Polit war überfragt, schloss "Dirty Dancing" jedoch vorsichtig aus. Seinem Bauchgefühl nach liege die Antwort entweder bei "Footloose" oder "Staying Alive".
Kandidat kracht kurz vor Millionenfrage zurück auf 500 Euro
Der 50:50-Joker brachte keine Erkenntnis, denn genau diese beiden Antwortmöglichkeiten blieben stehen. Die restlichen Joker hatte der Kandidat bereits verspielt. "'Staying Alive' ist eher in den 80ern, als die Bee Gees aktiv waren ... 'Footloose' eher in den 90ern, überlegte Polit laut, gab jedoch zu: "Es wäre wirklich munteres Rätselraten."
Der 27-Jährige musste sich entscheiden, ob er zockte und damit riskierte, auf 500 Euro zurückzufallen, oder ob er die bereits erspielten 125.000 Euro mit nach Hause nahm. "Es reizt ihn schon, oder?", merkte Jauch in Richtung Polits Mutter an, die im Publikum saß. "Sie müssen jetzt einfach entscheiden, wie unglücklich machen Sie sich, wenn Sie runterdonnern?", hakte der Moderator bei seinem Kandidaten nach. In den letzten zehn Sekunden entschied sich Polit fürs Zocken und wählte "A) Footloose".
Eine Entscheidung, die er nur Sekunden später wieder bereuen sollte. Die richtige Antwort lautete "D) Staying Alive", und so stürzte Polit von 125.000 Euro auf 500 Euro ab. "Das ist richtig schade. Aber sie waren mutig, sie haben uns super unterhalten. Sie haben das clever gemacht", versicherte Jauch. Und auch Michael Polit gab sich gefasst. Sein Ziel sei es immer gewesen, bis zur Millionenfrage zu kommen, betonte er. "Die Chance war 50:50. Ich habe versucht, es herzuleiten, das war am Ende falsch, aber es geht trotzdem weiter."