Kündigung nach 16 Jahren: ZDF-Moderator spricht von großem "Abschiedsschmerz"
Vor einigen Monaten wurde bekannt, dass das ZDF eine große Umstrukturierung plant. Das Boulevard-Magazin "hallo deutschland" wird ab Sommer 2026 abwechselnd von Sandra Maria Gronewald (50) und Marvin Fischer (39) präsentiert. Die bisherigen Moderatorinnen Babette von Kienlin (64), Lissy Ishag (47) und Tim Niedernolte (47) werden dafür aus ihren Positionen verabschiedet. Niedernolte spricht jetzt in der AZ über seine allerletzte Sendung am 26. Juni – und verrät, wie es bei ihm weitergehen wird.
Tim Niedernolte über ZDF-Aus: "Wehmut und Abschiedsschmerz"
Mehr als 16 Jahre lang stand Tim Niedernolte für das ZDF und KiKa vor der Kamera. Nun ist seine letzte Sendewoche angebrochen, die am 26. Juni mit seiner finalen Ausgabe von "hallo deutschland" enden wird. "Ich spüre meinen Herzschlag, denn da schlagen derzeit zwei Herzen in meiner Brust", verrät der Moderator in der AZ. "Das eine ist voll mit schönen Erinnerungen, besonderen Erlebnissen und einer Portion Wehmut und Abschiedsschmerz. Denn 16 Jahre, die meisten davon fast jede zweite Woche im ZDF live on air und in Mainz am Rhein unterwegs, die prägen einen natürlich."
Der 47-Jährige zeigt sich dennoch positiv: "Das andere Herz hingegen freut sich auf ganz viel Neues. Auf neue Aufgaben, neue Möglichkeiten, neue Herausforderungen, Partner und Abenteuer." Mit dem Event-Format "Endlich Gute Nachrichten", produziert von Parabel Studios, hat Niedernolte bereits das nächste Projekt in Aussicht: "Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir in diesen so herausfordernden Zeiten voller Krisen, Kriegen und Katastrophen umso mehr gute Nachrichten und Geschichten vom Gelingen brauchen", so der Wahl-Berliner.
ZDF-Erinnerung: Tim Niedernolte pflegte Weihnachtstradition
In der AZ teilt Tim Niedernolte zu seinem Abschied eine persönliche Anekdote aus ZDF-Zeiten: "Was die wenigsten wissen: Ich bin der inoffizielle Weihnachtsbaum-Beauftragte des ZDF. Zumindest für die Maskenabteilung." Jedes Jahr hätten sich die Moderatoren zur Weihnachtszeit bei den Kolleginnen dort mit einem persönlichen Gruß bedankt. "Doch in einem Jahr, ich war spät dran, fiel mir partout nichts Passendes ein. Und so griff ich aus meiner Sicht zu einer Notlösung: ein eigener Weihnachtsbaum für die Maskenabteilung", erinnert sich Niedernolte.

Die Reaktion auf den ersten Weihnachtsbaum wird Tim Niedernolte wohl nie vergessen: "Das Team war völlig aus dem Häuschen und hat sich so, so sehr gefreut. Das war auch für mich ein Geschenk. Und seitdem – sicher ist das jetzt acht Jahre her oder so – [musste] ich jedes Jahr einen Baum liefern. Er [wurde] bereits mit Lichterketten und Schmuck erwartet." Der Transport gestaltete sich zuweilen schwierig, wie der Moderator gesteht: "Weil mich die Taxifahrer regelmäßig versetzt haben [...], [lieferte] ich den Baum mit dem Bus, schiebend auf einem Mietrad, oder auch mal zu Fuß an."

ZDF-Abschied von Tim Niedernolte: Das wird ihm nicht fehlen
In der AZ verrät Tim Niedernolte aber auch, was er aus seiner ZDF-Zeit definitiv nicht vermissen wird: "In allererster Linie das Pendeln und das Leben aus dem Koffer", so der TV-Star ehrlich. "Als ich 2010 als Moderator von 'logo!' beim ZDF begonnen habe, bin ich kurz zuvor nach Berlin gezogen. Damals war ich parallel auch noch für SKY in der Bundesliga unterwegs und wusste nicht, wie lange das mit dem ZDF überhaupt läuft. So bin ich erst einmal gependelt."
Ein Modell, das der Moderator in all den Jahren beibehalten sollte: "Und irgendwie ist es dabei geblieben. Ich würde gerne einmal wissen, wie viele Stunden (oder eher Wochen) ich im Zug verbracht habe seitdem. Und wie oft ich freitags erst nach Mitternacht an einem Berliner Bahnhof ins Wochenende gestartet bin", meint Tim Niedernolte zur AZ. So beginnt der 47-Jährige den neuen Lebensabschnitt ganz offenbar mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
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