Vom Ultramarathon auf den Laufsteg: Arda Saatçi feiert Model-Debüt

Hunderte Kilometer sind für Arda Saatçi kein Problem, nun wartet eine ganz andere Strecke: Bei der Paris Fashion Week feiert der Extremsportler sein Laufsteg-Debüt - neben Stars wie Heidi Klum und Kendall Jenner.
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Sportlich kennt man ihn längst, jetzt zeigt sich Arda Saatçi auch von seiner modischen Seite in Paris.
Sportlich kennt man ihn längst, jetzt zeigt sich Arda Saatçi auch von seiner modischen Seite in Paris. © L'Oréal Paris

Hunderte Kilometer zu laufen, ist für Arda Saatçi (29) längst kein unbekanntes Terrain. Der Extremsportler und Content Creator ist vor allem durch seine spektakulären Ultramarathons bekannt, die er in den sozialen Medien mit einer großen Community teilt. Nun wartet eine deutlich kürzere, für ihn aber nicht minder ungewohnte Strecke: Bei der Paris Fashion Week wagt sich Saatçi im Rahmen von "Le Défilé" von L'Oréal Paris erstmals auf den Laufsteg. Und ausgerechnet diese Premiere macht ihn durchaus nervös. "Für mich ist das komplett neues Territorium, aber genau das reizt mich", sagt er.

Eine Nacht Bedenkzeit für den Laufsteg

Dass er sich auf diese neue Erfahrung einlassen möchte, stand für Saatçi schnell fest. Als die Anfrage für die Show kam, sei sein erster Gedanke schlicht "Süper!" gewesen. Die endgültige Zusage gab er trotzdem nicht sofort. "Ich lasse große Entscheidungen immer erst eine Nacht reifen", erzählt er. Am nächsten Morgen sei für ihn klar gewesen: Er macht mit.

Auf ein professionelles Laufstegtraining verzichtet Saatçi vor seinem Debüt allerdings. "Ich gehe komplett Freestyle rein. Ich will einfach ich selbst sein." Dabei setzt er auf etwas, das ihm auch im Sport hilft: "Rausgehen, bei dir bleiben und zeigen, wer du bist."

Mit Heidi Klum und Kendall Jenner auf dem Laufsteg

Dabei befindet sich Saatçi in prominenter Gesellschaft. Mit Heidi Klum, Kendall Jenner, Eva Longoria und Cara Delevingne sind einige der bekanntesten Namen aus Mode und Unterhaltung Teil der Show. Zusätzlichen Druck verspürt der 29-Jährige deshalb nach eigener Aussage nicht. "Ich fokussiere mich wie beim Sport auf mich selbst", erklärt er.

Von der Erfahrung der Laufstegprofis würde Saatçi dennoch gerne profitieren. Könnte ihm Heidi Klum unmittelbar vor seinem Debüt einen Tipp geben, wüsste er bereits, was er sie fragen würde: "Was in ihrem Kopf passiert, während sie läuft, und wie sie im Fokus bleibt." Für Saatçi gibt es dabei eine überraschende Verbindung zu seiner eigenen Welt. "Das ist beim Ultramarathon übrigens genau die gleiche Frage", sagt er.

Beim Bart hört die Experimentierfreude auf

So offen Saatçi für seinen Ausflug in die Modewelt ist, bei einem Teil seines Looks hört die Experimentierfreude auf. Seinen markanten Bart würde er weder für einen Laufsteg-Auftritt noch für ein großes Shooting abrasieren. "Nein, auf gar keinen Fall!", stellt er lachend klar. "Der Bart gehört zu mir."

Sich nicht für andere verbiegen zu müssen, passt auch zu Saatçis Verständnis von Selbstbewusstsein - und zur Botschaft der Show, die Selbstwert und Selbstbestimmung in den Mittelpunkt stellt. Dass er selbst immer wieder den Mut für extreme sportliche Herausforderungen findet, führt Saatçi vor allem auf seinen Glauben zurück. "Der gibt mir Halt, egal ob bei Kilometer 5 oder bei Kilometer 500", sagt er.

Über seine sozialen Kanäle motiviert der Extremsportler viele Menschen dazu, eigene Grenzen zu überwinden. Den damit verbundenen Druck, selbst ständig stark und leistungsfähig wirken zu müssen, versucht er auf Abstand zu halten. "Stärke heißt für mich nicht, perfekt zu wirken, sondern ehrlich zu sich zu sein." Wichtig sei ihm außerdem, trotz aller Herausforderungen den Spaß nicht zu verlieren und seine Motivation bei sich selbst zu halten.

Eine Zukunft als Model?

Ob nach Paris weitere Model-Auftritte folgen, lässt Saatçi offen. "Lasst mich erst mal ankommen", sagt er. Festlegen will er sich nicht: "Ich gehe mit offenem Herzen rein, und egal was danach kommt: Diesen Abend in Paris nehme ich mit."

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