Udo Wachtveitl genervt wegen "Tatort": "Regt mich zu sehr auf"
Am Ostersonntag und Ostermontag ist es so weit: Das "Tatort"-Publikum muss sich nach 35 Jahren von Udo Wachtveitl (67) und Miroslav Nemec (71) verabschieden. Viele Zuschauer werden sich den finalen Einsatz des Münchner Kult-Duos "Leitmayr und Batic" nicht entgehen lassen. Doch Wachtveitl selbst will darauf verzichten.
Udo Wachtveitl will "Tatort" nicht sehen: "Hat mich immer gequält"
Der Schauspieler vermeide es, seine Einsätze im TV zu sehen, wie er betont: "Es hat mich eigentlich immer gequält." Früher habe er seine "Tatort"-Folgen oft anschauen müssen, um für Pressefragen vorbereitet zu sein, sagt er im Podcast "Blaue Couch". Doch wenn es für den Job nicht wichtig war, sei der Fernseher immer aus geblieben. Ganz anders sieht das sein Kollege Miroslav Nemec. Er will sich seinen finalen "Tatort"-Einsatz selbst im Urlaub nicht entgehen lassen. "Ich bin in Istrien unten und werde es mir mit Freunden angucken."
Darum meidet Udo Wachtveitl eigene "Tatort"-Folgen
Warum will Udo Wachtveitl seine grandiosen "Tatort"-Auftritte nicht sehen? Lange sei es ihm unangenehm gewesen, sich selbst sprechen zu hören. Der 67-Jährige erklärt: "Wenn Leute sagen, 'Das glaube ich Ihnen nicht, dass Sie es nicht anschauen', dann erinnere ich sie daran, wie es war, als sie das erste Mal ihre Stimme auf einem Anrufbeantworter gehört haben. Da denkt dann jeder: Das bin ich doch gar nicht."
Mittlerweile habe sich Wachtveitl an seine Stimme gewöhnt. Doch hinzu kommt, dass er sein eigenes Gesicht im TV nicht gern sieht: "Das Bild mag ich nach wie vor nicht besonders, und das quält mich."

Vorwürfe an TV-Produktion: "Da hat er mich dumm geschnitten"
Udo Wachtveitl scheint sehr selbstkritisch zu sein, wenn es um seine TV-Auftritte geht. Dabei kann es auch mal zu ungewollt harten Vorwürfen an das Produktionsteam kommen. "In dem Moment würde ich eigentlich am liebsten immer sagen: Nein, da gab es einen besseren Take! Nein, da hat er mich echt dumm geschnitten! Nein, was hat er denn da für einen Blick reingemacht, der war eigentlich in einem ganz anderen Zusammenhang."
Es sei besser für seine Nerven, die "Tatort"-Einsätze nicht im TV zu verfolgen: "Das tu ich mir nicht an, das regt mich zu sehr auf. Und ich frag dann eh am nächsten Tag, wie es war, wie es die Leute gefunden haben. Also es ist definitiv kein Desinteresse."
Doch Udo Wachtveitl hat noch ein Ass im Ärmel. Wenn ihn doch irgendwann die "Tatort"-Lust überkommen sollte, ist er vorbereitet: "Ich zeichne die Folgen auf und irgendwann hab ich auch mal den Mut, die anzuschauen."

"Tatort": Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec bei Premiere in München
Am Donnerstag (26. März) feierte der erste Teil der Doppelfolge "Unvergänglich" in der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film Premiere. Wie die AZ berichtete, ließen sich natürlich auch die scheidenden TV-Kommissare Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec das Event nicht entgehen. Und siehe da: Zumindest an diesem Abend konnte sich Wachtveitl dem "Tatort"-Bann nicht entziehen.
Am 3. Mai dürfen sich Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec über eine besondere Ehrung freuen. Den "Tatort"-Ikonen wird als Anerkennung für ihre TV-Auftritte der Ehrenpreis des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2026 übergeben. Einen schöneren Abschluss für ihre 35-jährige "Tatort"-Karriere können sich Wachtveitl und Nemec wohl kaum vorstellen.
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