Udo Lindenberg trauert: Freund aus Kindertagen ist verstorben

Sie klauten zusammen ihre erste Flasche Bier und trommelten auf Fässern vor dem Supermarkt: Udo Lindenberg hat seinen ältesten Freund verloren. Auf Instagram findet der Musiker bewegende Worte für Clemens Buss.
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Udo Lindenberg lernte seinen Freund "Clemi" schon als Kind in der Nachbarschaft in Gronau kennen.
Udo Lindenberg lernte seinen Freund "Clemi" schon als Kind in der Nachbarschaft in Gronau kennen. © IMAGO/Future Image

Udo Lindenberg (80) hat seinen ältesten Freund verloren. Clemens Buss, den der Musiker liebevoll "Clemi" nannte, starb übereinstimmenden Medienberichten zufolge am 25. Juli im Alter von 79 Jahren. Auf Instagram verabschiedete sich der Panikrocker mit einem Schwarzweiß-Porträt, das die beiden Männer Arm in Arm nebeneinander zeigt.

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"Clemi und Udo, die Jungs aus der Gartenstraße - mein längster Jugendfreund, schon aus Kindertagen", schrieb Lindenberg zu der Aufnahme. Die beiden seien "die Unzertrennlichen". Dann wandte er sich direkt an seinen Freund: "Wir sehen uns wieder. Im Himmel gibt es auch eine Gartenstraße."

Zahlreiche Kindheitserinnerungen

Die Gartenstraße, von der Lindenberg schreibt, liegt im westfälischen Gronau. Im Haus Nummer 3 wuchs der spätere Musiker auf, Buss wohnte nur unweit entfernt. Zusammen mit ihm entdeckte der Sänger dort auch seine Leidenschaft fürs Schlagzeugspielen.

Die Jungen aus der Nachbarschaft bastelten ihre ersten Trommelstöcke aus Zweigen und Grünkohlstrünken und musizierten aus Fässern und Tonnen vor einem Supermarkt, wie er der "Süddeutschen Zeitung" 2008 erzählte. 1985 startete Lindenberg seine Tour "Sündenknall" auch in der Halle des Textilbüros Buss.

Auch bei der Ernennung Lindenbergs zum Ehrenbürger von Gronau 2016 war Buss anwesend und thematisierte ihre tiefe Freundschaft, die in all den Jahren nie abgerissen war. "Die erste Flasche Bier, die haben wir geklaut", erinnerte er sich damals an eine Jugendsünde.

Gesundheitliche Probleme bei Lindenberg

Der Abschied fällt in eine Zeit, in der Udo Lindenberg selbst mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Beim Panikpreis am 1. August im Kloster Hirsau in Calw wird der Musiker nicht auftreten. Grund ist eine schwere Gastritis, die sich seit Wochen hinzieht und wegen der er sich weiterhin in Behandlung befindet.

Schon im Mai musste sich Lindenberg deswegen in einem Hamburger Krankenhaus behandeln lassen und strich kurz darauf mehrere Termine.

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