TV-Liebling Monika Baumgartner total genervt: "Leut', ich mach den Job seit zig Jahrzehnten"

Auch nach vielen Jahrzehnten im Schauspiel-Geschäft muss sich Monika Baumgartner ärgern. Als sie zu einem Casting eingeladen wurde – angeblich, um zu prüfen, ob sie die Rolle einer Film-Mutter spielen könne – fand sie das völlig unangebracht. Prompt lehnte sie ab und machte klar, dass sie sich so nicht behandeln lässt.
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Schauspielerin Monika Baumgartner war am Freitag in der MDR-Talkshow "Riverboat" zu Gast.
Schauspielerin Monika Baumgartner war am Freitag in der MDR-Talkshow "Riverboat" zu Gast. © imago/Star-Media

Seit Jahrzehnten gehört Monika Baumgartner zu den prägenden Gesichtern im deutschen Fernsehen. Ob beim "Bergdoktor", im "Tatort", bei den "Die Rosenheim-Cops" oder im "Der Bulle von Tölz" – Baumgartner ist seit 1972 als Schauspielerin tätig. Doch vor einem Dreh brachte man die heute 74-Jährige einst ordentlich auf die Palme.

Monika Baumgartner: Casting-Zoff um Filmrolle

Zu Gast in der MDR-Talkshow "Riverboat" sprach Baumgartner mit Moderatorin Kim Fisher und Schauspiel-Kollege Fritz Karl über gemeinsame Projekte. Dabei wurde eine Anekdote publik, die zeigt: Auch erfahrene Stars müssen sich manchmal noch beweisen oder sollen es zumindest.

Bereits 2003 standen Baumgartner und Fritz Karl für den Fernsehfilm "Jennerwein" gemeinsam vor der Kamera. Karl spielte darin den legendären Wilderer "Georg Jennerwein", auch Christoph Waltz war Teil des Ensembles.

Empörung wegen Brief der Film-Firma

Doch bevor es überhaupt zum Dreh kam, sorgte ein Brief bei Baumgartner für Empörung. Obwohl sie längst eine etablierte Schauspielerin war, sollte sie zum Casting erscheinen.

Schauspieler Fritz Karl war auch in die Talkshow geladen.
Schauspieler Fritz Karl war auch in die Talkshow geladen. © imago/Star-Media

Im "Riverboat" erinnerte sich Baumgartner an ihre Reaktion: "Als das besetzt worden ist, hab ich einen Brief bekommen von der Film-Firma, ich möchte zum Casting kommen, ob ich zu Herrn Fritz Karl passe."

Was dann folgte, war eine klare Ansage. "Da hab ich gesagt: 'Leut', ich mach den Job jetzt zig Jahrzehnte! Wenn ich jetzt zum Casting soll, weil ihr mich fragt, pass ich zu dem Herrn Fritz Karl, da geh ich lieber zum Putzen.' Ich war so empört!"

Klare Kante – mit Erfolg

Für Baumgartner war die Sache eindeutig: Wer seit Jahrzehnten erfolgreich vor Kamera und auf der Bühne steht, müsse sich nicht mehr auf diese Weise infrage stellen lassen. Entsprechend deutlich fiel ihre Haltung aus.

Und offenbar zeigte ihre klare Kante Wirkung. Ein weiteres Casting blieb aus. Stattdessen flatterte kurze Zeit später die Einladung zur Kostümprobe ins Haus.

Der Film wurde später mehrfach ausgezeichnet und sogar für Preise nominiert. Für Baumgartner bleibt die Episode dennoch ein Beispiel dafür, dass selbst erfahrene Schauspielerinnen manchmal um ihren Respekt kämpfen müssen.

Das Ende der "Riverboat"-Ausgabe kam für viele Zuschauer unerwartet emotional daher. Moderatorin Kim Fisher machte einen Trauerfall publik, der ihr Tränen in die Augen trieb...

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