Thomas Käfer und Cousin Michael: Frieden nach dem Familien-Krieg

Überraschende Wende im jahrelangen Erbstreit: Feinkost-König Michael Käfer und Leihhaus-Chef Thomas Käfer einigen sich plötzlich – alle Details.
| Kimberly Hagen
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Leihhaus-Chef und TV-Superhändler Thomas Käfer sowie Feinkost-König, Wiesn-Wirt und Groß-Gastronom Michael Käfer.
Leihhaus-Chef und TV-Superhändler Thomas Käfer sowie Feinkost-König, Wiesn-Wirt und Groß-Gastronom Michael Käfer. © Nils Schwarz, imago

Wunder gibt es hin und wieder also doch – selbst in Münchens Promi-Welt. Diese neue Wende im Erbschaftsstreit des Käfer-Clans ist wirklich sensationell: Seit über drei Jahren zoffen sich Feinkost-König Michael Käfer (62) und sein Cousin, Leihhaus-Chef und TV-Superhändler Thomas Käfer (60), um sehr viel Geld.

RTL-"Superhändler" Thomas Käfer war mit Michael Käfer zerstritten

Es geht um Thomas’ Pflichtteil, nachdem sein Vater Helmut Käfer († 83) im September 2017 verstorben ist. Helmut hatte das Feinkost-Imperium mit seinem Bruder, Perfektionist und Catering-Erfinder Gerd († 82; Michaels Vater) aufgebaut, war verantwortlich für den Einkauf der delikaten Waren, hatte einst die berühmten Markthallen in Paris für München entdeckt und die Spezialitäten alle paar Wochen importieren lassen.

Erfolgreiche Brüder: Gerd († 82) und Helmut Käfer († 83, r.).
Erfolgreiche Brüder: Gerd († 82) und Helmut Käfer († 83, r.). © imago

Das Verhältnis zwischen Helmut und Sohn Thomas war von Anfang an schwierig, weil sich der Sohn gegen eine Ausbildung bei Koch-Legende Paul Bocuse entschieden hatte und lieber seinen eigenen Weg gehen wollte. "Dass ich nicht als Haupterbe infrage komme", sagt Thomas Käfer zur AZ, "war mir klar. Ich war und bin das schwarze Schaf der Familie. Aber meine Schwester, die gesundheitlich angeschlagen ist und als Teilzeitangestellte arbeitet, hat sich jahrzehntelang um unseren Vater gekümmert, auch zuletzt, als es ihm gesundheitlich nicht mehr so gut ging. Sie stand all die Jahre als Haupterbin im Testament – und ihr hätte das auch zugestanden. Sie ist, anders als mein Cousin und ich, nicht ausreichend versorgt." Nach Helmuts Tod dann die Überraschung: Helmuts Neffe Michael Käfer ist Alleinerbe.

Streit ums Erbe bei den Käfers in München

Für Cousin Thomas ein Unding: "Wie Michael das gedreht hat, dass er meinen bettlägerigen Vater zum Schluss überreden konnte, ihm alles zu überlassen, das ist für mich unerklärlich. Er ist profitorientiert und geldgierig."

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Über drei Jahre kämpfte aber auch er um seinen Pflichtteil. Die Cousins kommunizierten vor allem über ihre Anwälte. Wie hoch ist Helmuts Erbe?

Thomas Käfer zufolge geht es um "mehrere Millionen Euro Immobilien-Vermögen": "Mein Vater hatte abgeranzte Häuser auf erstklassigen Grundstücken, deren Wert natürlich exponentiell ist." Mit Thomas’ Schwester einigte sich Michael Käfer schon vor einem dreiviertel Jahr. "Was mich schmerzt“, sagt der Pfandleiher, "ist, dass Michael bei meiner Schwester noch ums Geld gekämpft hat. Mit mir kann er sich anlegen, ich sehe das sportlich. Aber nicht mit ihr."

Neues Buch von Thomas Käfer erscheint

Am Dienstag erscheint Thomas Käfers neues Buch „Alles hat seinen Preis“ (Riva, 206 Seiten), in dem er über sein bewegtes Leben schreibt.
Ein Kapitel heißt: "Der Käfer-Krieg“, darin geht es um den Konflikt mit dem Cousin.

Das sagt Michael Käfer über Cousin Thomas

Michael Käfer versteht die ganze Aufregung und auch die Vorwürfe nicht so recht, zur AZ sagt er: "Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was meinen Cousin da geritten hat. Wir haben uns doch gerade geeinigt. Erben ist leider nie leicht. Ich kannte mich damit auch nicht aus, deshalb musste ich Anwälte einschalten. Aber ich bin froh, dass wir alles fair regeln konnten. Abgesehen davon ist unser Verhältnis gut.“

Einigung, aber keine Versöhnung

Gibt es tatsächlich eine Einigung? Thomas Käfer: "Ich habe vor etwa 48 Stunden einen Vergleich von meinem Cousin bekommen, den ich zähneknirschend unterschrieben habe. Ich bin ein wirtschaftlich denkender Mensch, wollte nicht vor Gericht ziehen müssen. Und ja: Ich bin froh, dass wir uns geeinigt haben. Von einer Versöhnung würde ich noch nicht sprechen, dafür ist zu viel vorgefallen. Aber es ist eine Beendigung, die in die richtige Richtung geht.“ Ob er Michael sein Buch schickt? Thomas augenzwinkernd-frech: "Das kann er sich selbst kaufen, das nötige Kleingeld hat er ja jetzt."

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