Spider Murphy Gang: Gründungsmitglied Franz Trojan ist tot

Franz Trojan ist tot. Der ehemalige Drummer und das Gründungsmitglied der Münchner Kult-Band Spider Murphy Gang ist im Alter von 64 Jahren gestorben.
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Schlagzeuger Franz Trojan (li.) war Gründungsmitglied der Spider Murphy Gang. Er starb am 15. September mit 64 Jahren.
Schlagzeuger Franz Trojan (li.) war Gründungsmitglied der Spider Murphy Gang. Er starb am 15. September mit 64 Jahren. © imago/ teutopress

Wie das Management der Spider Murphy Gang gegenüber dem BR bestätigt, ist Franz Trojan am 15. September in Kamp-Lintfort (Nordrhein-Westfalen) gestorben. Der ehemalige Drummer der Gruppe lebte seit Jahren dort.

Tod mit 64: Spider Murphy Gang trauert um Franz Trojan

Schlagzeuger Franz Trojan war von 1977 bis zu seinem Ausstieg im Jahr 1992 festes Mitglied der Spider Murphy Gang, die eine ganze Generation geprägt hat. Den kommerziell erfolgreichsten Hit landeten die Gruppe 1981 mit "Skandal im Sperrbezirk".

"Hauptsache laut" nannte Franz Trojan seine 2015 erschienene Autobiografie, die schon im Untertitel die gegensätzlichen Richtungen seines Lebens zusammenfasst: "Schlagzeug, Skandale, Sperrbezirk: Mein Aufstieg mit der Spider Murphy Gang – und mein Abstieg ohne sie." Franz Trojan erlebte die goldenen Zeiten der Spider Murphy Gang, trommelte zu ihren größten Hits, den die Münchner Rock’n’Roller zwischen 1980und 1983 hatten – zur Zeit der Neuen Deutschen Welle, dessen Aushängeschild sie wurden, ohne musikalisch in die Nähe zu geraten.

Franz Trojan lebte in Obdachlosenheim und Wohnwagen

Nach seinem Band-Aus arbeitete Trojan als Musikproduzent in München, doch schon wenige Jahre später hatten sein exzessiver Lebensstil, die Drogen der Alkohol, ihn auf die Straße gespült. Die Millionen, die er verdient hatte, waren weg, Trojan wurde obdachlos und lebte einige Zeit in Heimen.

Eine neue Heimat fand der gebürtige Kulmbacher schließlich im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort. Dort wohnte er die vergangenen zehn Jahre in einem Wohnwagen auf dem Anwesen einer regionalen Musikproduzentin und fand auch selber wieder Spaß an der Musik. Er nahm sogar ein Album auf. 

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2012 sagte er der SZ: "Mir ist das Geld ausgegangen. Vielleicht lag’s an den Drogen. Das Gift war ja immer da. Überall, wo ich hinkam, die nächste Line. Mit Koks geht’s dir halt richtig gut, du bist gut drauf, wirst nie müde. Am Schluss war ich 24 Stunden am Tag auf Droge. Und das Gift war teuer."

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