"Schlag den Raab": Der Meister ist entthront

Selten hat man Stefan Raab in seinem eigenen "Wohnzimmer" bei "Schlag den Raab" fassungsloser gesehen als am Samstagabend.
| (hom/spot)
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Stefan Raab (r.) gratuliert dem fassungslosen Sieger Anish
Willi Weber/ProSieben Stefan Raab (r.) gratuliert dem fassungslosen Sieger Anish

Köln - Es war ein krönender Abschluss für das Jahr 2013 von "Schlag den Raab". Spannender hätte ProSieben den Wettkampf um den Jackpot in Höhe von drei Millionen Euro nicht inszenieren können. Denn der Herausforderer und spätere Sieger Anish (32) aus Köln sah lange Zeit wie der sichere Verlierer aus, aber dann wurde er auf einmal wach und der sonst so mental starke Stefan Raab (47) zeigte Nerven.

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Doch angefangen hatte die Show, wie zuletzt eigentlich immer, mit einem bärenstarken Raab. Denn die ersten vier Spiele gingen allesamt an den Entertainer. Raab robbte geschickter mit einem Holzschlitten über den Studioboden ohne diesen dabei mit einem Körperteil zu berühren, er erkannte mehr Weihnachtslieder, die rückwärts abgespielt wurden, war schneller beim Kerzen anzünden und bewies auch einen schärferen Blick, als Promis auf verschwommenen Bildern erkannt werden mussten. Zwischenstand nach vier Spielen: 10:0 für Raab.

Verloren war jedoch für den Herausforderer freilich noch nichts. Denn das spannende bei dieser Show ist ja die zu den Runden äquivalent ansteigende Punktevergabe; oder wie Kommentator Frank Buschmann es sagen würde: "Hinten raus ist das Schwein fett". Und mit dieser Spiele-Weisheit sollte er auch diesmal Recht behalten.

Bis zum neunten Spiel konnte der Sozialarbeiter aus Köln nur ein einziges Spiel für sich entscheiden und lag bereits 5:21 hinten. Gerade als es so aussah, als würde Raab einen ähnlich souveränen Sieg wie in der vergangenen Ausgabe gegen Polizist David einfahren (er gewann nur ein Spiel), scheiterte Raab beim "Auswendig lernen" gegen Anish. Der Entertainer machte früher als sein Kontrahent einen Textfehler und musste satte neun Punkte abgeben.

 

Im anschließenden Kleinfeld-Tennis konnte dann Herausforderer Anish seinen Trumpf ausspielen. Als abgezockter Tennis-Bundesliga-Spieler ließ er Raab am Netz nicht den Hauch einer Chance. Nur im Wortgefecht konnte der Entertainer seinem Gegenüber Paroli bieten. Die zehn Punkte gingen trotzdem völlig verdient an den 32-Jährigen.

Spätestens beim "Senkrecht Werfen" musste Raab eingestehen, dass sein Kandidat ein harter Brocken ist. Denn während der Seriensieger an diesem Spiel verzweifelte (was selten zu sehen ist), strich Anish die nächsten Big Points ein und konnte zum ersten Mal an diesem Abend den Spielverlauf auf den Kopf stellen und in Führung gehen.

Aber Raab wäre nicht Raab, wenn er sich nicht zurückkämpfen würde. Denn die nächsten zwei Spiele entschied der 47-Jährige wieder für sich und holte sich somit ein "Matchballspiel". Nun musste der erfolgsverwöhnte Moderator nur noch ein Mal siegen...

Im Denkspiel "Sortieren", bei dem diverse Begriffe in eine richtige Reihenfolge gebracht werden mussten (chronologische Jahresereignisse, Entfernung von Städten nach Distanz etc.) lieferten sich Stefan und Anish ein Duell auf Augenhöhe. Der Druck auf den Herausforderer war immens, aber er behielt einen kühlen Kopf und konnte den Matchball abwehren.

Nun war also klar, dass "Schlag den Raab" über die volle Distanz gehen musste, bis der Gewinner feststand. Die Entscheidung fiel um kurz vor zwei Uhr morgens beim "Putten" in einem Suddendeath. Raab war als erster dran - sein Golfball springt knapp aus dem Loch. Anish trifft - schlägt einen fassungslosen Raab und kassiert drei Millionen Euro. Denn "hinten raus ist das Schwein fett" das musste diesmal auch Dauerchamp Raab einsehen.

Das packende Duell zwischen dem Entertainer und dem Diplomsportler begeisterte nicht nur das Publikum im Studio, sondern auch die Zuschauer auf den heimischen Sofas: 3,26 Millionen schalteten für die ProSieben-Show ein, wie "meedia.de" berichtet. So viele wie seit Dezember 2012 nicht mehr. In der Werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gab es mit etwas über zwei Millionen Zuschauern sogar einen Jahresrekord.

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