Prinzessin Kate: Ex-Klinik-Mitarbeiter wollte Patientenakte verkaufen

Ein früherer Mitarbeiter jener Londoner Klinik, in der sich Prinzessin Kate Anfang 2024 behandeln ließ, wollte offenbar ihre Krankenakte beschaffen und verkaufen. Die britische Datenschutzbehörde hat ihre Ermittlungen dazu nun abgeschlossen.
(jom/spot) |
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Prinzessin Kate lag Anfang 2024 im Krankenhaus.
Prinzessin Kate lag Anfang 2024 im Krankenhaus. © Imago images/i Images/Pool

Während sich Prinzessin Kate (44) Anfang 2024 von einer Bauchoperation erholte, soll ein Mitarbeiter der behandelnden Londoner Klinik versucht haben, an ihre vertrauliche Krankenakte zu gelangen - und sie zu Geld zu machen. Die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner's Office (ICO) hat den Fall nun abgeschlossen, wie der Sender BBC berichtet.

Ein ehemaliger Beschäftigter sei von der ICO verwarnt worden, weil er die Patientenunterlagen der Ehefrau von Prinz William (43) habe beschaffen und verkaufen wollen. Ihre strafrechtlichen Ermittlungen leitete die Behörde demnach im März 2024 ein, nachdem gemeldet worden war, dass ein Angestellter der "London Clinic" während Kates dortigem Aufenthalt auf ihre Unterlagen zugreifen wollte.

Klinik spricht von Einzelfall

Ein Sprecher des privaten Krankenhauses zeigte sich erleichtert über den Abschluss des Falls. Man sei froh, dass die Zusammenarbeit mit dem ICO diesen "traurigen und isolierten Vorfall" zu einem Ende gebracht habe, wird er von der BBC zitiert. Aufseiten des Krankenhauses habe es keine aufsichtsrechtlichen Verstöße gegeben.

Die Datenschutzbehörde stufte eine Verwarnung als "angemessene und verhältnismäßige" Reaktion ein. Zugleich sprach die ICO laut BBC von einem vorsätzlichen Missbrauch hochsensibler personenbezogener Daten und dem Angebot, diese gegen Bezahlung offenzulegen. Hinweise auf weitergehende organisatorische Probleme in der Gesundheitsversorgung habe die Untersuchung dagegen nicht ergeben. Laut "Daily Mirror" soll der Mitarbeiter nach einer internen Untersuchung entlassen worden sein.

"Vertrauen darf nicht gebrochen werden"

Ian Hulme, bei der ICO als Executive Director für die regulatorische Aufsicht zuständig, betonte die Bedeutung des Vertrauens zwischen Patienten und Gesundheitseinrichtungen. Menschen sollten darauf vertrauen können, dass die im Gesundheitswesen preisgegebenen Informationen sicher und vor Ausbeutung geschützt seien, sagte er der BBC zufolge. Werde dieses Vertrauen gebrochen, sei es richtig, dass das Gesetz ein Eingreifen erlaube.

Die "London Clinic" nahe dem Regent's Park im Zentrum Londons bezeichnet sich selbst als größtes unabhängiges Privatkrankenhaus Großbritanniens und wird häufig von Mitgliedern der Königsfamilie genutzt.

Prinzessin Kate hatte sich im Januar 2024 in der Klinik einer Bauchoperation unterzogen und sich während der Genesung aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Zwei Monate später machte sie öffentlich, dass sie wegen einer Krebserkrankung behandelt werde. Zu Beginn des Jahres 2025 bestätigte sie, in Remission zu sein, und kehrte nach und nach zu öffentlichen Terminen zurück.

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