Prinz William würdigt tödlich verunglückten Bergsteiger Nirmal Purja
Prinz William (44) hat sich nach dem Tod des britisch-nepalesischen Bergsteigers Nirmal Purja (1983-2026) bestürzt gezeigt. Der 43-Jährige kam bei einem Lawinenunglück am Broad Peak in Pakistan ums Leben. "Ich war zutiefst betrübt, vom tragischen Tod von Nirmal Purja und denjenigen zu hören, die bei der Lawine am Broad Peak ihr Leben verloren haben", schrieb der Prince of Wales auf X.
In seinem Beitrag würdigte der britische Thronfolger die militärische Laufbahn des Bergsteigers, der 16 Jahre in den britischen Streitkräften diente. "Nims hat mit Auszeichnung in den britischen Streitkräften gedient, bevor er einer der größten Bergsteiger der Welt wurde und nepalesische Bergsteiger bekannt gemacht hat." Sein unermüdliches Streben nach dem scheinbar Unmöglichen, gepaart mit seiner Bescheidenheit und Selbstlosigkeit, hätten ihn zu einem "wahrhaft einzigartigen Menschen" gemacht. Williams Gedanken seien bei der Familie und bei den Angehörigen aller Todesopfer.
Ähnlich äußerte sich der britische Verteidigungsminister Wes Streeting (43) auf X. Er sei sehr traurig über den Tod von Purja und seinen Begleitern, schrieb Streeting. Der Bergsteiger sei ein inspirierender Mann gewesen, dessen Touren weltweit bekannt geworden seien.
Zehn Tote am zwölfthöchsten Berg der Welt
Die Lawine ging am Donnerstag am Broad Peak nieder, mit 8.047 Metern der zwölfthöchste Gipfel der Erde und Teil des Karakorum. Purja führte eine Gruppe von insgesamt zehn Bergsteigern an. Sein Tod wurde am Samstag von seinem Unternehmen Elite Exped bestätigt.
Nepals Ministerpräsident Balendra Shah sprach von zehn Todesopfern, darunter sechs Nepalesen und vier ausländische Bergsteiger. Der Alpine Club of Pakistan teilte am Sonntag mit, Purjas Leichnam sei auf rund 5.700 Metern Höhe gefunden worden.
Rekordhalter und Netflix-Star
Bekannt wurde Purja 2019 mit seinem Projekt an den 14 Achttausendern, das er zunächst in einer Rekordzeit von 189 Tagen abgeschlossen hatte. Nach einer späteren Neubewertung wurden jedoch zwei seiner Besteigungen nicht als Erreichen des jeweiligen Hauptgipfels anerkannt. Nachdem Purja diese Gipfel nachgeholt hatte, führte Guinness seine Leistung mit zwei Jahren und 168 Tagen. Die Netflix-Dokumentation "14 Peaks: Nothing Is Impossible" machte ihn 2021 einem größeren Publikum bekannt.
Vor seiner Karriere am Berg trat Purja 2003 in die britische Armee ein und wechselte 2009 zum Special Boat Service, der Spezialeinheit der Royal Navy. Als erster Gurkha schaffte er es in die Eliteeinheit. Zehn Jahre seiner Dienstzeit verbrachte er laut BBC bei den Spezialkräften, 2018 wurde er von Queen Elizabeth II. mit dem MBE-Orden ausgezeichnet. Zuletzt lebte er mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in der Grafschaft Hampshire.
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