Prinz William kündigt ersten offiziellen Besuch in Saudi-Arabien an

Im Februar steht für Prinz William eine diplomatische Premiere an: Der britische Thronfolger wird erstmals offiziell Saudi-Arabien besuchen. Die Reise erfolgt auf Wunsch der Regierung.
von  (stk/spot)
Prinz William steht vor einer diplomatisch herausfordernden Reise im Dienste seiner Heimat.
Prinz William steht vor einer diplomatisch herausfordernden Reise im Dienste seiner Heimat. © imago images/i Images/Pool

Der Kensington-Palast hat mitgeteilt, dass Prinz William (43) Anfang Februar seinen ersten offiziellen Besuch in Saudi-Arabien absolvieren wird. Wie ein Sprecher des Palastes laut "Daily Mail" mitteilte, reist der Prinz von Wales auf Wunsch der britischen Regierung vom 9. bis 11. Februar in das Königreich am Persischen Golf.

Die Visite markiert einen wichtigen Schritt in den Beziehungen beider Länder. "Der Besuch Seiner Königlichen Hoheit erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Großbritannien und Saudi-Arabien wachsende Handels-, Energie- und Investitionsbeziehungen feiern und sich dem hundertjährigen Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen nähern", erklärte der Palast laut der Seite. Weitere Details sollen in Kürze folgen - womöglich auch, ob Prinzessin Kate ihren Ehemann begleiten wird?

Besuch in der Nachbarschaft

Für William ist es zwar die erste offizielle Reise nach Saudi-Arabien, die Region kennt er jedoch bereits. Der Thronfolger besuchte in der Vergangenheit die benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Oman. Sein letzter Aufenthalt im Nahen Osten liegt gut drei Jahre zurück: 2023 reiste er nach Kuwait, um nach dem Tod von Scheich Nawaf Al Ahmad Al Sabah sein Beileid zu bekunden.

Die Ankündigung reiht sich in die diplomatischen Bemühungen der Labour-Regierung ein. Premierminister Sir Keir Starmer traf bereits im Dezember 2024 den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman in Riad. Auch Finanzministerin Rachel Reeves führte im Oktober vergangenen Jahres eine britische Delegation nach Saudi-Arabien, um Fortschritte bei einem Handelsabkommen mit dem Golf-Kooperationsrat zu erzielen.

Kritik an Menschenrechtslage

Die enge Annäherung an das Königreich bleibt jedoch nicht ohne Kritik. Die britische Regierung hatte in der Vergangenheit selbst Bedenken wegen der Menschenrechtslage geäußert und 2020 Sanktionen gegen 20 saudische Staatsangehörige verhängt, die in die Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi verwickelt waren. Bei Starmers erstem Treffen mit dem Kronprinzen wurde dem Premier vorgeworfen, wirtschaftliche Interessen über Menschenrechtsbedenken zu stellen.

Für Prinz William wird die Februar-Reise damit nicht nur seine erste offizielle Auslandsreise des Jahres 2026, sondern auch ein diplomatischer Balanceakt.

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