Prinz Harry und König Charles: Braucht es Camilla für die Versöhnung?
Das lange erwartete Familientreffen zwischen Prinz Harry (41) und seinem Vater König Charles III. (77) hatte eine weitere wichtige Teilnehmerin: Königin Camilla (78). Wie der Buckingham-Palast bestätigte, war die Ehefrau des Königs bei dem privaten Treffen in Highgrove House am 10. Juli ebenfalls anwesend.
Zum ersten Mal seit vier Jahren sah König Charles dabei seinen jüngeren Sohn mit dessen Familie wieder, also auch Herzogin Meghan (44) sowie seine Enkelkinder Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5), die mit Harry und Meghan in Kalifornien leben. Vater und Sohn trafen sich hingegen zuletzt im September 2025. Offizielle Fotos oder Details über das jüngste Gespräch veröffentlichte der Palast nicht.
Die Anwesenheit von Camilla sei jedoch selbstverständlich gewesen, erklärt die Royal-Expertin Catherine Mayer im Gespräch mit dem Magazin "People". "Sie ist ein unverzichtbarer Teil von Charles' Leben", sagt die Autorin. "Es gibt keine Versöhnung mit ihm ohne sie."
Keine Details über privates Familientreffen
Der Palast machte deutlich, dass die Inhalte des Gesprächs zwischen Harry und seiner Familie privat bleiben sollen. Ein Insider aus dem Umfeld der Royals erklärte: "Es ist besser, wenn die Menschen nichts über diese Treffen wissen. Sie sollten die Möglichkeit bekommen, diese familiären Beziehungen wieder aufzubauen."
Das Treffen ist besonders bemerkenswert, weil Harry in seinen Memoiren "Reserve" aus dem Jahr 2023 offen über sein schwieriges Verhältnis zu Camilla gesprochen hatte. Die heutige Königsgemahlin heiratete König Charles im Jahr 2005 - nachdem ihre langjährige Beziehung während und nach Charles' Ehe mit Prinzessin Diana für große öffentliche Aufmerksamkeit gesorgt hatte.
Prinz Harry hat komplizierte Gefühle für Camilla
In seinem Buch beschrieb Harry, dass er gemischte Gefühle gegenüber seiner Stiefmutter gehabt habe. Er warf ihr unter anderem vor, Geschichten über ihn und seinen Bruder an die Presse weitergegeben zu haben, um ihr eigenes Image zu verbessern.
Auch in einem Interview mit "Good Morning America" sprach Harry über die schwierige Vergangenheit. Camilla habe ein bestimmtes öffentliches Bild von sich verändern wollen, erklärte er damals. Gleichzeitig betonte er, dass er sie heute nicht als "böse Stiefmutter" sehe.
"Ich liebe jedes Mitglied meiner Familie, trotz der Unterschiede", sagte Harry. Wenn er Camilla treffe, sei der Umgang "vollkommen angenehm". "Sie ist meine Stiefmutter. Ich sehe jemanden, der in diese Institution eingeheiratet hat und alles getan hat, um ihren eigenen Ruf und ihr eigenes Image zu verbessern."
"Im Kern ist es eine Familie"
Für Catherine Mayer zeigt das Treffen vor allem eine menschliche Seite der Monarchie. "Eine der Besonderheiten der Monarchie ist, dass wir alle dazu gebracht werden, zu vergessen, dass sie Menschen sind, weil sie Vertreter der Institution sind", sagt sie.
Doch letztlich handle es sich auch bei der königlichen Familie um eine Familie, die schwere Krisen erlebt habe. "Ganz gleich, was man von der Monarchie hält - dies ist ein Moment, den viele von uns sehen wollten." Ob das Treffen tatsächlich zu einer langfristigen Annäherung zwischen Harry und seiner Familie führt, bleibt offen.
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