Peter Kloeppel warnt vor Plänen der AfD: "Zeigen, wessen Geistes Kind die Partei ist"

Mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Peter Kloeppel die Medienpläne der AfD kritisiert. In einem Interview sprach sich der einstige RTL-Nachrichtensprecher dafür aus, die Vorhaben der Partei bezüglich des MDR öffentlich zu "verurteilen".
Franziska Wenzlick |
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Der ehemalige RTL-Moderator Peter Kloeppel positioniert sich klar gegen die AfD.
Der ehemalige RTL-Moderator Peter Kloeppel positioniert sich klar gegen die AfD. © 2016 Getty Images/Christian Augustin

"Angriffe auf durch die Verfassung und Gesetze festgeschriebene Medien-Institutionen darf es nicht geben", sagt Peter Kloeppel, "seien es der öffentlich-rechtliche Rundfunk oder private Medien." Im Interview mit dem Branchendienst "DWDL.de" äußerte sich der einstige RTL-Nachrichtensprecher nun deutlich zu den Plänen der AfD in Sachsen-Anhalt, den MDR-Staatsvertrag im Falle einer Regierungsübernahme zu kündigen.

"Allein solche Ankündigungen und Pläne der AfD zeigen, wessen Geistes Kind die Partei ist", betonte Kloeppel. Diese Positionen könne "man nicht oft genug öffentlich machen" und "verurteilen", befand der 67-Jährige und fragte: "Wollen wir tatsächlich in einem Land leben, und sei es auch nur ein Bundesland, in dem eine Partei die Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit beschränkt?" Sein eindringlicher Appell: "Wehret den Anfängen!"

Peter Kloeppel äußerte sich bereits 2024 kritisch zur AfD

Wie Kloeppel im "DWDL"-Interview zudem ausführte, seien "Attacken und Untergrabungsversuche" in Richtung des Journalismus meist von denjenigen zu beobachten, "die Meinungs- und Medienvielfalt nicht akzeptieren, weil andere Sichtweisen ihr eigenes, mit mehr oder weniger hohen Zäunen umgebenes Weltbild in Frage stellen". Dabei, mahnte der einstige RTL-Chefredakteur, sei "unabhängiger, kritischer, konstruktiver Journalismus" wesentlicher Bestandteil "einer demokratischen, pluralistischen Gesellschaft".

Bereits 2024 hatte Peter Kloeppel, der in diesem Jahr mit dem Ehrenpreis der Stifter des Deutschen Fernsehpreises ausgezeichnet wird, klar Stellung zur AfD bezogen. Wenige Monate vor seinem Rückzug als News Anchor riet er Wählerinnen und Wählern in einem "stern"-Interview, die Aussagen von AfD-Politikern stets kritisch zu hinterfragen: "Gleichen Sie die Realität ab mit den Weltuntergangsszenarien und Unwahrheiten, die die AfD verbreitet."

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