Olivia Jones vergleicht Reeperbahn mit Oktoberfest: "Absolute Königsklasse"

Sonne, Bestlaune und bunte Paradiesvögel: Zur alljährlichen Sommerparty von Olivia Jones (56) in Hamburg kamen am Mittwoch (8. Juli) zahlreiche Stars und Sternchen zusammen. Unter dem Motto "400 Jahre Reeperbahn" und "20 Jahre Kult-Kiez-Touren" feierte Deutschlands bekannteste Dragqueen ein rauschendes Fest – und auch die AZ war unter den Gästen. Ob die Reeperbahn mit dem Oktoberfest konkurrieren kann? Im persönlichen Interview hat Olivia Jones darüber gesprochen.
Olivia Jones über Hamburg und München: "Absolute Feier-Königsklasse"
Olivia Jones ist DAS Gesicht des Hamburger Nachtlebens: Deutschlands bekannteste Dragqueen prägt den Kiez wie keine andere und hat sich dort mit ihren Bars, Shows und Kiez-Touren längst unvergesslich gemacht. "Die Reeperbahn ist besonders, weil sie so vielfältig ist", schwärmte Jones auf ihrer Party im AZ-Gespräch. "Tagsüber ist sie ein kleines Dorf, wo jeder jeden kennt, und abends feiert hier die Welt." Schließlich meinte die Dragqueen mit einem Augenzwinkern: "Das ist so ein bisschen mit eurem Oktoberfest zu vergleichen – nur etwas bunter."
Ob sie denn Wiesn-erprobt sei, wollte die AZ gleich von ihr wissen: "Na klar, war ich schon auf dem Oktoberfest. Natürlich, wie es sich gehört, im Käferzelt. Das ist schon etwas Besonderes und das gibt es wirklich nur in München", so Olivia Jones. "Genauso wie es eine Reeperbahn einfach nur in Hamburg gibt. Und das ist ja das Tolle. Es ist einfach diese Vielfalt, die man heutzutage nicht oft genug erwähnen kann. Dass wir verschiedene Kulturen haben und einfach alle verschieden sind – das ist das Tolle."

Olivia Jones räumt mit Vorurteil über Münchner auf: "Das stimmt aber gar nicht"
"Die sympathische Dragqueen wolle sich deshalb nicht zwischen den beiden Städten entscheiden – sondern sagte zur AZ: "Das ist schon absolute Feier-Königsklasse, München und auch Hamburg. Natürlich auf eine andere Art und Weise. Aber es ist einfach die Atmosphäre und auch diese Herzlichkeit. Es wird ja immer gesagt, die Münchner seien so stur – das stimmt aber gar nicht. Wenn man einmal dort feiern war, wird einem schnell das Gegenteil bewiesen."
Olivia Jones über Münchner CSD: "War doch richtig toll"
Mit dem ZDF-Film "Olivia", der ihr bewegtes Leben nacherzählt, feierte Olivia Jones 2026 einen Riesenerfolg. Der AZ verriet die 56-Jährige, vor der Veröffentlichung nervös gewesen zu sein: "Weil ich so ehrlich wie nie war. Und ich wusste ja nicht, wie die Leute darauf reagieren. Umso mehr hat es mich natürlich gefreut, dass die Einschaltquote so hoch war und dass ich vielen Menschen Mut machen konnte", so die Dragqueen. "Es geht einfach darum, dass man so leben sollte, wie man gerne leben möchte."

Aus diesem Grund freue sich Olivia Jones auch darüber, dass der Christopher Street Day deutschlandweit so großen Zulauf genießt: "Das zeigt ja, dass die Gesellschaft anders denkt als rechte Parteien, die die Rechte von Minderheiten eher wieder beschneiden wollen", findet sie. "Und der CSD in München – ich war leider nicht da, aber ich habe die Bilder gesehen. Das war doch richtig toll. Der ist ja super inszeniert, das muss man wirklich sagen."