Oktoberfest 2026: Verbraucherzentrale warnt vor Dirndl-Betrug
In elf Tagen heißt es auf der Münchner Theresienwiese wieder "O' Zapft is!" wenn das 191. Oktoberfest mit dem Wiesn-Anstich beginnt. Der Großteil der rund sieben Millionen Besucherinnen und Besucher wird auch in diesem Jahr in Tracht über die Festwiese schlendern. Wer nicht die Möglichkeit hat, sich vor Ort in einem Trachtenladen mit Krachlederne oder Dirndl einzudecken, der bezieht sein Outfit meist aus dem Internet. Doch das machen sich auch Kriminelle zunutze. Die Verbraucherzentrale Bayern warnt jetzt vor betrügerischen Dirndl-Fakeshops und falschen Trachten-Manufakturen, die mit vermeintlichen Schnäppchenangeboten locken - doch am Ende wird die Ware nicht geliefert und das Geld ist weg.
Werbung in sozialen Medien lockt in die Falle
Laut Verbraucherzentrale Bayern erreichen die Fake-Angebote Verbraucherinnen und Verbraucher meist über Werbung in sozialen Medien. Der Link führt dann zu einem professionell wirkenden Shop der den Eindruck erweckt, eine authentische Manufaktur aus dem Herzen Bayerns zu sein. Von traditionellen Familienunternehmen mit echter Handarbeit sei dort die Rede. Doch der Händler sitzt in China. Wer 60 Prozent Rabatt einheimsen will und ein Produkt bestellt, geht am Ende oft leer aus. Das Dirndl kommt nicht, das Geld ist futsch.
Kommt doch ein Paket, steckt ein vollkommen anderes Produkt darin. Wer das zurückschicken möchte, stellt meist erst dann fest, dass die Ware aus China kommt und eine Rücksendung entsprechend teuer werden kann. Einen Widerruf geltend zu machen ist oft erfolglos. Entweder bekommt man keine Rücksende-Adresse oder man erhält ein Gegenangebot, wie etwa eine Erstattung um 30 Prozent.
Die Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützer berichten darüber, dass sie regelmäßig Beschwerden zu solchen Fake-Shops erreichen. "Betrüger gestalten Online-Shops heute so professionell, dass auf den ersten Blick kaum ein Unterschied erkennbar ist", so Simone Bueb von der Verbraucherzentrale Bayern. "Gerade Werbung in sozialen Medien verleitet dazu, spontan zu bestellen, ohne den Anbieter vorher zu prüfen."
So können Sie Fakeshops erkennen
Um sicherzugehen, dass Sie beim Trachtenkauf im Internet nicht einem Fakeshop auf den Leim gehen, empfiehlt die Verbraucherzentrale Bayern einen prüfenden Blick auf den Shop im Internet zu werfen, bevor wirklich ein Produkt bestellt wird:
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Prüfen Sie, ob ein Impressum angegeben ist und erfahren Sie so, wo der Händler sitzt. Sind Kontaktdaten angegeben?
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Sehen Sie sich die Rücksendeoptionen an: Wohin muss die Ware bei einer Retour geschickt werden und wer kommt für die Kosten auf?
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Wenn der Shop nur Zahlungen gegen Vorkasse anbietet, sollten Sie nicht dort bestellen.
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Recherchieren Sie bei Unsicherheit online, ob andere schlechte Erfahrungen mit diesem Händler gemacht haben. Auf den Internetseiten der Verbraucherzentralen können Sie zudem den Händler in einem Fakeshop-Finder überprüfen.
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