"NSU 2.0"-Drohbrief: Jan Böhmermanns Daten von Polizeicomputer abgerufen

Jan Böhmermann ist von den "NSU 2.0"-Drohbriefen betroffen. Ermittlungen zufolge wurden seine privaten Daten von einem Polizeicomputer abgerufen.
| AZ/dpa
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Satiriker Jan Böhmermann ist von illegalen Abfragen von Polizeicomputern betroffen. (Archivbild)
Satiriker Jan Böhmermann ist von illegalen Abfragen von Polizeicomputern betroffen. (Archivbild) © Matthias Balk/dpa

Zahlreiche Politiker und Prominente haben vor einigen Wochen rechtsextreme Drohschreiben bekommen, die mit "NSU 2.0" versehen waren. Auch Satiriker Jan Böhmermann ist davon betroffen.

Wie die "Frankfurter Rundschau" berichtet, wurden persönliche Daten des Moderators von einem Polizeicomputer abgerufen. Am Donnerstag hatte die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) diese Informationen im Innenausschuss des Hessischen Landtags mitgeteilt.

Hat Jan Böhmermann "NSU 2.0"-Drohbriefe erhalten?

Dieser Fall sei demnach Teil der Ermittlungen im Zusammenhang mit den "NSU 2.0"-Drohbriefen. Ob Jan Böhmermann selbst ein rechtsextremes Schreiben erhalten hat, wurde nicht bekannt gegeben.

Unter den Adressaten der Drohbriefe waren unter anderem die Kabarettistin Idil Baydar und die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz. Die Juristin hatte im Münchner Prozess um die Morde des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) Opferfamilien vertreten. Über Basay-Yildiz, Baydar und die hessische Linken-Fraktionschefin Janine Wissler waren zuvor ebenfalls persönliche Daten von Polizeicomputern in Frankfurt und Wiesbaden abgerufen worden.

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