"Notfalls gehe ich in die Berge": So verarbeitete Markus Lanz das "'Wetten, dass..?'-Desaster"

Heute gehört er zu den erfolgreichsten Polit-Talkern Deutschlands. Doch bei "Wetten, dass..?" erlebte Markus Lanz ein "Desaster". Damals habe er sogar an ein Karriereende im TV gedacht, verriet Lanz nun in einem Interview.
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Von 2012 bis 2014 moderierte Markus Lanz die ZDF-Unterhaltungsshow "Wetten, dass..?".
Von 2012 bis 2014 moderierte Markus Lanz die ZDF-Unterhaltungsshow "Wetten, dass..?". © Getty Images / Mathis Wienand

Dreimal die Woche hält Markus Lanz in seinem gleichnamigen ZDF-Talk Politikern den Spiegel vor. Für seine hartnäckige Fragetechnik wird er gefürchtet wie geachtet. Doch nicht immer schwamm der Moderator auf der Erfolgswelle. Ab 2012 moderierte er für zwei Jahre die Unterhaltungsshow "Wetten, dass..?". Als Nachfolger von Thomas Gottschalk war er jedoch viel Kritik ausgesetzt, bis die Sendung Ende 2014 eingestellt wurde.

"Nach meinem Desaster als 'Wetten, dass..?'-Moderator hatte ich tatsächlich diese Rückfallposition im Kopf: Notfalls gehe ich wieder in die Berge", gab Lanz nun in einem Interview zu, über ein Karriereende in der TV-Branche nachgedacht zu haben. Über seine Heimat schwärmte der 57-Jährige: "Dort bist du einfach der, der du immer warst."

TV-Karriere nur "zweitbeste Option": Markus Lanz wollte eigentlich anderen Job

Ohnehin sei der Job vor der TV-Kamera nie sein Traumjob gewesen, holte Lanz im Gespräch mit der "Zeit" weiter aus. "Ich wollte Produzent werden, in einem Studio sitzen und Musik machen", gab er preis. Zwar arbeite er in seinem heutigen Job "wahnsinnig gerne", betonte er. Aber es sei nicht das, was Lanz "im Kern meiner Seele immer tun wollte". Der Werdegang im Fernsehen sei nur "die zweitbeste Option".

"Ich habe dem Fernsehen immer misstraut, und das war auch gut so", sagte Lanz. Besonders Geschehnisse hinter der Kamera hätten ihn skeptisch gemacht, so der ZDF-Mann: "Jemanden vor eine Kamera zu holen, ist ein völlig willkürlicher Akt." Man hänge vom Gusto einflussreicher TV-Macher, etwa Programmdirektoren, ab. Deshalb habe Lanz schon früh den Anspruch gehabt, auch hinter den Kulissen zu wirken, "weil mir das solider und nachhaltiger erschien".

Heute ist Markus Lanz jedoch zumeist vor der Kamera zu sehen. Sein wichtigstes Ansinnen in seinem ZDF-Polittalk sei es, den Erwartungen des Publikums und des Senders gerecht zu werden. "Davor habe ich Respekt, aber ich bin angstfrei", betonte er und fügte an: "Sonst könnte ich im entscheidenden Moment nicht ein bisschen härter rangehen."

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