Nächster Abschied: Urgestein verlässt "Die Rosenheim-Cops"

Für die Fans der "Rosenheim-Cops" kommt es derzeit doppelt bitter: Nach Marisa Burger steht nun auch der Abschied von Alexander Duda fest. Der 71-jährige Schauspieler spielt seit 2006 Polizeidirektor Gert Achtziger in der beliebten ZDF-Krimiserie. Nach der aktuellen Staffel ist für ihn aber Schluss, wie Duda jetzt im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung berichtet.
Abschied nicht auf eigenen Wunsch
Dass er die Serie verlassen muss, war offenbar nicht sein eigener Wunsch. "Ich finde es schade, dass das meine letzte Staffel wird", sagt Duda. Es sei eine dramaturgische Entscheidung der Produktion und des ZDF gewesen, die er respektiere. Als Begründung sei ihm erklärt worden, dass Achtziger als Staatsbeamter mit 67 Jahren in den Ruhestand gehen müsse.
Duda hätte sich durchaus vorstellen können, noch einige Jahre weiterzumachen. Auch eine andere Lösung für seine Serienfigur habe er vorgeschlagen: Achtziger hätte als pensionierter Polizeichef weiterhin auftreten können. Das habe allerdings nicht in das Konzept der Verantwortlichen gepasst. Achtziger nimmt es professionell: "Ich hege da keinen Groll, das bringt ja nichts. Ich versuche, negative Gefühle zu vermeiden."
"Wie eine Trennung im echten Leben"
Der letzte Drehtag liegt bereits hinter ihm. Der Abschied sei ihm schwergefallen, erzählt er. Ein kleiner Trost: Die Ausstiegsfolge sei eigens auf seine Figur zugeschnitten worden. Emotional wurde es auch, weil erstmals seine Ehefrau in der Serie auftritt. Nach der letzten Klappe habe er die Tränen nur mit Mühe zurückhalten können.
Über die Jahre seien ihm die Kolleginnen und Kollegen ans Herz gewachsen. Deshalb fühle sich das Serien-Aus für ihn "wie eine Trennung im echten Leben" an, berichtet der Schauspieler der "Bild".
Duda kritisiert Aus für ältere Schauspieler
Auch wenn er keinen Groll hegt: Duda findet es bedauerlich, dass viele Schauspielerinnen und Schauspieler jenseits der 70 aus Fernsehserien ausscheiden oder ganze Reihen eingestellt werden. Selbst will er die Füße noch lange nicht still halten. Er fühle sich zu fit für den Ruhestand: "Ich bin körperlich gut in Schuss und kann immer noch gut Texte lernen. Ich fahre sehr viel und sportlich Fahrrad und habe eine Rudermaschine im Keller."
Derzeit arbeitet er unter anderem noch als Theaterschauspieler und er verleiht der Figur Drax in den Marvel-Filmen auf Deutsch seit Jahren die Stimme. Auch abseits der Rosenheim-Cops will er künftig vor der TV-Kamera stehen.
Letzter Auftritt von Marisa Burger naht – und zwei weitere Schauspieler verlassen das Ensemble
Duda ist nicht der einzige langjährige Publikumsliebling, der die "Rosenheim-Cops" verlässt. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Marisa Burger ihre Rolle als Polizeisekretärin Miriam Stockl aufgibt. Ihr letzter Auftritt ist für den 24. November um 19.25 Uhr im ZDF angekündigt. Die Folge trägt den Titel "Es gabat an Abschied". Damit müssen sich die Zuschauer von zwei vertrauten Gesichtern der Serie verabschieden. Während für Burger ein eigener Abschiedstermin feststeht, endet für Duda nach zwei Jahrzehnten die Zeit als Polizeidirektor Achtziger.
Doch damit nicht genug der Abschiede: Auch Christian K. Schaeffer als Wirt "Ignaz 'Jo' Casper" und Isabel Mergl als Hilde Stadler verlassen das Erfolgsformat. Offenbar bekommen beide aber einen weniger würdigen Ausstand spendiert als Burger und Duda (AZ berichtete).
Der Neuzugang: Wirtin Yasmin Rabe
Des einen Ende ist oft des nächsten Anfang. Freilich wollen die Rosenheim-Cops-Charaktere weiterhin kulinarisch gut versorgt sein. Da Christian K. Schaeffer als Wirt "Ignaz 'Jo' Casper" die Serie verlässt, übernimmt Newcomerin Maya Haddad als Wirtin "Yasmin Rabe" die TV-Schürze. Aus dem "Times Square" von Jo Casper wird "Das Rosi" von Yasmin Rabe: eine modern-gemütliche Tagesbar.
Ihre Aufregung lag "bei über 300 Prozent", verriet Maya Haddad kürzlich der AZ bei einer exklusiven Führung durch das neue Set.