Nach Seitenhieb von Gloria von Thurn und Taxis: Peter Maffay reagiert deutlich

Bei den Regensburger Schlossfestspielen hat Peter Maffay seinen Auftritt im Juli genutzt, um öffentliche Kritik an Schirmherrin Gloria von Thurn und Taxis zu üben. Die Fürstin schoss daraufhin in einem Spott-Video gegen den Sänger. Jetzt hat sich der 76-Jährige zu dem Eklat geäußert.
von  Sven Geißelhardt
Peter Maffay reagiert auf das Spott-Video von Gloria von Thurn und Taxis.
Peter Maffay reagiert auf das Spott-Video von Gloria von Thurn und Taxis. © BrauerPhotos, imago

Am 16. Juli begeisterte Peter Maffay seine Fans mit einem Auftritt bei den Schlossfestspielen in Regensburg. Dabei distanzierte sich der Sänger jedoch klar von Schirmherrin Gloria von Thurn und Taxis und nannte das Schloss St. Emmeram einen "belasteten Ort".

Vor allem die Nähe der Fürstin zur AfD sieht der gebürtige Rumäne kritisch, was auch von anderen Künstlern wie Giovanni Zarrella oder Vicky Leandros in der Vergangenheit moniert wurde. Als Reaktion machte sich die Schlossherrin in einem Instagram-Video über Maffay lustig. Jetzt reagiert er auf den Spott der 66-Jährigen.

So reagiert Peter Maffay auf das Spott-Video von Gloria von Thurn und Taxis

"Frau von Thurn und Taxis hat den Ort an einen Veranstalter abgegeben, der dort Konzerte organisiert", sagt Peter Maffay in einem Interview mit "t-online". "Auf der Bühne habe ich gleich zu Beginn gesagt, dass wir nicht für sie spielen, sondern für unser Publikum – und wir uns von den Belastungen distanzieren, die auf diesem Ort ruhen."

Für Maffay war seine Aussage auf der Bühne der Regensburger Schlossfestspiele nichts Außergewöhnliches – der Sänger positioniert sich bei seinen Auftritten regelmäßig gegen rechts. Mit dem Konter von Gloria von Thurn und Taxis hatte er offenbar nicht gerechnet. "Natürlich habe ich mitbekommen, auf welche Art und Weise sie darauf reagiert hat", erklärt der 76-Jährige. "Das ist einfach unnötig und hat mit einer klaren Auseinandersetzung mit der Situation absolut nichts zu tun."

Peter Maffay: "Man kann auf die Straße gehen"

Peter Maffay sorgt sich um eine Spaltung in der Gesellschaft. Dennoch hat der Sänger Hoffnung: "Ich glaube, dass es machbar ist, über den eigenen, manchmal kleinen Tellerrand hinaus dialogfähig zu bleiben – mit Menschen, die anderer Meinung sind oder aus anderen Kulturkreisen kommen."

Was seiner Meinung nach jeder Einzelne dafür tun könne? "Man kann die Richtigen wählen. Man kann auf die Straße gehen. Man kann sich artikulieren und positionieren. Man sollte sich auch mit unserem Grundgesetz auseinandersetzen und sich vor allem dazu bekennen. Das ist unsere Pflicht. Wenn wir das nicht tun, vertun wir eine Chance und verlieren die Errungenschaften, die unsere Demokratie hervorgebracht hat."

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