Nach Kerkeling: Welche deutlichen Worte Sky du Mont über die AfD findet

Zuletzt solidarisierte sich Sky du Mont mit Hape Kerkeling, als dieser nach seiner AfD-Rede angefeindet worden war. Nun bekräftigte der "Schuh des Manitu"-Star seine eigene Haltung gegenüber der Partei. die ihm zufolge "keine Lösung" darstelle.
von  Franziska Wenzlick
Schauspieler Sky du Mont hat in einem Interview Stellung gegen die AfD bezogen.
Schauspieler Sky du Mont hat in einem Interview Stellung gegen die AfD bezogen. © 2025 Getty Images for Constantin Film/Andreas Rentz

Es sei "furchteinflößend", dass die AfD in Umfragen immer besser abschneide, findet Sky du Mont. Im Interview mit "t-online" sprach sich der Schauspieler dafür aus, ein Verbot zu prüfen. "Die AfD ist keine normale Partei", erklärte du Mont. "Sie hetzt nicht nur, sie mobilisiert gezielt gegen die Grundfesten unserer Demokratie."

Zuvor hatte sich der TV-Star hinter seinen Kollegen Hape Kerkeling gestellt. Dieser hatte sich bei einem Auftritt im Thüringer Landtag ebenfalls für ein Verbotsverfahren ausgesprochen und anschließend unzählige Hassnachrichten im Netz erdulden müssen. "Ich bin entsetzt über die offenen, hasserfüllten Kommentare", hatte du Mont dazu auf Instagram geschrieben. "Ich schäme mich, dass so etwas, nach unserer Geschichte, wieder möglich ist."

Im Gespräch mit "t-online" bezeichnete der 79-Jährige die Anfeindungen gegen Kerkeling als "blanken Hass". Das "Schlimmste" daran sei, dass dieser "nicht von irgendwelchen Randgruppen, sondern aus der Mitte der Gesellschaft" komme, betonte du Mont: "Das zeigt, wie weit die Verrohung schon fortgeschritten ist."

Sky du Mont: AfD will "zurück in eine Zeit, die es so nie gegeben hat"

Er könne "die Unzufriedenheit der Menschen" durchaus nachvollziehen, räumte er zudem mit Blick auf die mangelhafte Infrastruktur ein. Es gebe darüber hinaus "Millionen politisch heimatloser Bürger, die sich verlassen und verraten fühlen". Gleichwohl mahnte Sky du Mont: "Die AfD ist keine Lösung." Vielmehr wolle die Partei seiner Beobachtung nach "zurück in eine Zeit, die es so nie gegeben" habe.

Der aktuellen Politik könne das einstige FDP-Mitglied jedoch auch wenig abgewinnen. Problematisch sei nicht nur der fehlende Liberalismus, sondern auch der Mangel an führenden Politikern "mit Verve und Ausstrahlung". Ebensolche seien für eine funktionierende Demokratie dringend vonnöten, glaubt du Mont: "Doch die sind nirgends in Sicht."

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