Martin Rütter sucht Wohnung in München: "Habe es unterschätzt"

Martin Rütter (56) will in der Isar-Metropole seine neue Heimat finden. Doch der stark umkämpfte Wohnungsmarkt in München macht dem Hundeprofi die Suche nicht einfach. Der Abendzeitung verrät er jetzt den aktuellen Stand der Dinge.
Martin Rütter sucht Wohnung in München: "Ich habe es unterschätzt"
Die Wohnungssuche in der bayerischen Landeshauptstadt läuft für Rütter "schwierig". "Ich habe es unterschätzt. In Großstädten ist es überall schwer, aber hier habe ich das Gefühl, es ist extra so." Anfang Oktober startete der 56-Jährige online einen Wohnungs-Aufruf – und verfolgte damit ein ganz bestimmtes Ziel. "Ich wollte den Leuten sagen: 'Ihr seid nicht allein, mir geht es genauso.' Dazu kommen die Preise, das weiß man in München."
Trotz Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche will Martin Rütter seine Ansprüche nicht senken. Er möchte eine Bleibe in der "Innenstadt, Lehel und Umgebung". 100 bis 150 Quadratmeter solle das neue Heim hergeben – auch auf einen Balkon wolle Rütter in München nicht verzichten. "Dass man hier nicht parken kann, weiß ich inzwischen. Ich fahre ohnehin viel Rad und öffentlich, und sehr gerne Elektroroller", erklärt der gebürtige Duisburger.

Wegen Wohnungsangeboten: Hundeprofi erkennt großes Problem
Sein Online-Aufruf habe schnell Folgen gehabt, verrät er im AZ-Interview. Für Martin Rütter wurde ein großes Problem ersichtlich. "Die Makler haben mich bombardiert: 'Wir hätten da ein Haus in Grünwald.' Ich will aber nichts kaufen, ich will mieten. Oder: 'Dachgeschosswohnung, 36 Quadratmeter.' Das war doch nicht der Aufruf!" Die passende Bleibe blieb nach den zahlreichen Angeboten im Netz bislang aus. Doch trotz aller Widrigkeiten ist er noch optimistisch.
Martin Rütter will auf Hund nicht verzichten: "Natürlich wird wieder einer in mein Leben treten"
Diese Zuversicht ist wohl nicht selbstverständlich. Hunde gehören für Rütter zum Alltag dazu. Und dieser Umstand macht die Wohnungssuche umso schwerer. Es sei "ein Riesenthema", stellt der 56-Jährige in der Abendzeitung klar. "Ich habe aktuell keinen Hund, Emma ist gestorben. Aber natürlich wird wieder einer in mein Leben treten, und ich kann keine Wohnung unterschreiben, in der das nicht möglich ist. Dadurch sind uns schon ein, zwei Wohnungen flöten gegangen. Dann kommt das Argument: 'Der Hund kläfft den ganzen Tag.' Da kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen: Meine Hunde tun das nicht."
"Die Vermieter haben Angst vor einer zerstörten Wohnung"
Martin Rütter meint in der Abendzeitung: "Letztlich haben die Vermieter Angst vor einer zerstörten Wohnung. Und in Mehrparteienhäusern denken sie: 'Wenn wir bei dem 'Ja' sagen, geht die Diskussion mit den anderen los.'" Diesen Punkt kann der Tierprofi "sogar nachvollziehen". Die Vermieter beim Thema Hunde umzustimmen, hält Rütter für unmöglich. "Nein, keine Chance", so sein Fazit.

Martin Rütter lässt altes Heim hinter sich: "Werde ich verkaufen"
In den vergangenen Jahren lebte der TV-Star ("Der Hundeprofi", Vox) glücklich auf einem Pferdehof in der Nähe von Köln. Die ländliche Wohngegend will er nun gegen die Münchner Innenstadt eintauschen. "Was soll ich allein auf einem alten Hof mit Hunderten Quadratmetern Wohnfläche, wenn ich ohnehin nie da bin? Den werde ich verkaufen. Für mich war klar: Wenn das letzte Kind auszieht, ist dieses Kapitel abgeschlossen. Drei meiner Kinder sind in der ganzen Welt verstreut", so Rütter im Interview mit der Abendzeitung.
Nachdem sein Nachwuchs das Nest verlassen hatte, hat für den Tierprofi "ein neuer Lebensabschnitt" begonnen. München sieht er hierfür offenbar als den perfekten Start: "Ich habe den Sommer hier verbracht und es geliebt. Die Stadt im Sommer an der Isar ist sensationell. Und dass dort tausende Leute sitzen und abends kaum Müll liegt, hat mich beeindruckt. [...] Und 40 Minuten raus ist man am Schliersee: Der war für mich wie eine Postkarte. Die Lebensqualität ist hier schon extrem hoch."