Litt Prinz Philip vor seinem Tod jahrelang an einer Krebserkrankung?

Als Prinz Philip im April 2021 kurz vor seinem 100. Geburtstag auf Schloss Windsor verstarb, wurde als Todesursache offiziell schlicht "hohes Alter" angegeben. Neue Enthüllungen aus einer Biografie des Schriftstellers Hugo Vickers über Queen Elizabeth II. (1926-2022) legen nun jedoch nahe, dass der Herzog von Edinburgh vor seinem Tod über mehrere Jahre mit einer schweren Diagnose gelebt haben soll.
2013 soll bei Prinz Philip Krebs diagnostiziert worden sein
Laut den Ausführungen von Vickers, die die "Mail on Sunday" in Auszügen veröffentlicht hat, soll bei Prinz Philip bereits im Juni 2013 inoperabler Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt worden sein. Während eines Krankenhausaufenthaltes hätten Ärzte angeblich einen Schatten an der Bauchspeicheldrüse entdeckt. Im Zuge einer Operation sei man laut des Biografen zu dem Urteil gelangt, dass der Tumor nicht operabel sei.
Sollten diese Behauptungen zutreffen, hätte der Herzog die für diese Krebsart übliche Lebenserwartung nach der Diagnose um viele Jahre überschritten. Vickers schreibt, dass Philip fast acht Jahre lang mit der Krankheit gelebt habe, was medizinisch als außergewöhnlich lang gelte. Laut dem Universitätsspital Zürich leben nur etwa 10 Prozent aller Patientinnen und Patienten fünf Jahre nach der Erstdiagnose noch.
Philips letzte Stunden auf Schloss Windsor
Interessanterweise fiel in den Zeitraum nach der angeblichen Diagnose auch sein Rückzug von den offiziellen royalen Pflichten im Jahr 2017. Ob dieser Schritt tatsächlich primär auf sein Alter oder auf die vermeintliche Erkrankung zurückzuführen war, bleibt Gegenstand von Spekulationen.
Auch über den letzten Abend des Herzogs berichtet Vickers und zeichnet dabei das Bild eines Mannes, der bis zum Schluss seinen eigenen Kopf durchsetzen wollte. Angeblich soll Philip den Krankenschwestern entwischt sein, um sich mit Hilfe seines Gehwagens in den sogenannten Oak Room zu begeben und dort ein Bier zu trinken. Am darauffolgenden Morgen habe er sich nach einem Bad unwohl gefühlt und sei dann friedlich eingeschlafen.
Queen Elizabeth II. sei zum Zeitpunkt seines Todes nicht im Raum gewesen. Laut dem Bericht soll sie darüber betrübt gewesen sein, dass er, wie so oft in seinem Leben, gegangen sei, ohne sich zu verabschieden.