Lisa Fitz erzählt Corona-Lügen im TV: SWR löscht Schwurbel-Folge aus Mediathek

Die Kabarettistin Lisa Fitz hatte im SWR in einer Talkrunde ihre Haltung zur Corona-Politik erläutert – und dabei teils massive Fehlinformationen verbreitet. Der Sender zog jetzt nachträglich die Konsequenz und löschte die besagte Folge.
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Lisa Fitz verbreitete in der Fernsehsendung Fake News zu Corona. (Archivbild)
Lisa Fitz verbreitete in der Fernsehsendung Fake News zu Corona. (Archivbild) © Ursula Düren/dpa

Besser spät als nie? Der SWR hat eine Folge der "Spätschicht" nachträglich aus seiner Mediathek gelöscht.

"Spätschicht" im SWR: Lisa Fitz verbreitet Fake News zu Corona

In der besagten Sendung kam die Kabarettistin Lisa Fitz (70) zu Wort, die von angeblich über 5.000 Menschen gesprochen hatte, die durch die Corona-Impfung bis dato zu Tode gekommen sein sollen.

Dabei bezog sie sich auf eine EU-Parlamentsinitiative der französischen EU-Abgeordneten Virginie Joron, die der rechtsextremen Partei Rassemblement National angehört und als Corona-Leugnerin bekannt ist.

Der Partnersender 3sat hatte die entsprechende Folge deshalb gar nicht erst in die Mediathek hochgeladen – beim SWR dagegen ging sie online.

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Das Umdenken kam spät, aber es kam: "Die Kritik an dieser Ausgabe der 'Spätschicht' trifft uns zu Recht", wird SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler in einer Mitteilung des Senders zitiert. "Die Aussage von Lisa Fitz zur Anzahl der Impftoten ist nachweislich falsch." Daher werde die Ausgabe sowohl aus der ARD-Mediathek als auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen genommen.

Anzeige für den Anbieter Twitter über den Consent-Anbieter verweigert

Zuvor hatte der SWR noch betont, der Auftritt von Fitz sei bewusst in der Sendung belassen worden, "um die Pluralität der vorkommenden Meinungen in der 'Spätschicht' zu beweisen". Man wollte sich nicht dem Vorwurf aussetzen, eine vermeintlich unbequeme Meinung zu zensieren.

Nun also die Kehrtwende: "Die Meinungsäußerungsfreiheit gilt jedoch nicht unbegrenzt, sondern endet auch in einer Comedy- oder Satiresendung bei falschen Tatsachenbehauptungen", stellte Bratzler klar. "Meinungsfreiheit ist für uns ein hohes Gut. Dennoch war die erste Reaktion falsch, weil es hier eben nicht um eine Meinungsäußerung geht."

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