Kritisiert Rolle der Frau: Monika Gruber hat "männliche Züge entwickelt"

Monika Gruber habe festgestellt, dass von Frauen mittlerweile zu oft verlangt wird, "immer stark" zu sein. Die Kabarettistin meint in ihrem Podcast "Die Gruaberin": "Wenn du einen Tag hast, wo du sagst: 'Ich würde mich am liebsten im Bett verkriechen, zwei Schachteln Schokolade essen und eine Flasche Prosecco dazu trinken und nie wieder aufstehen.' Und dann musst du aber raus und deinen Job machen, musst strahlen, und dir ist ganz anders zumute..."
Monika Gruber kritisiert: "Männliche Züge entwickelt"
Monika Gruber habe dadurch "männliche Züge entwickelt", erklärt die Kabarettistin. Die Erwartung, jederzeit Stärke zeigen zu müssen, sei früher vor allem Männern zugeschrieben worden, meint Gruber. Dass nun auch von ihr als Frau verlangt werde, permanent standhaft und beherrscht zu bleiben, kritisiert sie.
"Ich muss versuchen, in meiner Weiblichkeit zu bleiben"
Oft müsse man als Frau "über diesen Punkt gehen, wo du sagst: 'Eigentlich kann ich nicht mehr. Eigentlich würde ich mich gern irgendwo anlehnen.' Aber es geht nicht". Monika Gruber habe sich vorgenommen, sich trotz gesellschaftlicher Erwartungen als Mensch treu bleiben zu wollen. "Dann habe ich mir gesagt: 'Nein, ich muss trotzdem irgendwie versuchen, in meiner Weiblichkeit zu bleiben'", so die Kabarettistin.
Hoffnung bei der Gruberin: "Auf einem guten Weg"
Die Gruberin ist unzufrieden über die vermeintliche Erwartungshaltung an Frauen. Trotzdem blickt sie hoffnungsvoll in die Zukunft: "Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind, einen guten Mittelweg zu finden, und, dass wir Frauen auch in unserer Weiblichkeit sein können." Monika Gruber möchte weiterhin selbstbestimmt leben dürfen. Zugleich will sie jedoch, dass der Anpassungsdruck kritisch hinterfragt wird. Ob die Gruberin in ihrem kommenden Bühnenprogramm darüber reden wird? Die Fans dürfen gespannt sein.