Königliche Ostertradition: Charles und Camilla beim Maundy Service

König Charles III. (77) und Königin Camilla (78) haben am 2. April den traditionellen "Royal Maundy Service" in der St.-Asaph-Kathedrale in Nordwales besucht. Dieser Termin markiert einen historischen Moment, da die Zeremonie zum ersten Mal seit 1982 wieder in Wales stattfand. Für das Königspaar ist der Ort von besonderer Bedeutung: Charles trug selbst 64 Jahre lang den Titel des Prince of Wales, bevor dieser nach seiner Thronbesteigung an seinen Sohn Prinz William (43) und dessen Ehefrau Kate (44) überging.
König Charles verteilt Geschenke
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, der traditionell am Gründonnerstag stattfindet, stand die Ehrung verdienter Bürgerinnen und Bürger. Charles verteilte die sogenannten "Maundy Coins" an jeweils 77 Männer und Frauen - eine Anzahl, die symbolisch seinem aktuellen Lebensalter entspricht. Die Empfänger wurden für ihr Engagement und ihren Dienst an der Gemeinschaft ausgewählt.
Die Geschenke wurden in zwei kleinen Beuteln überreicht. Ein weißer Beutel enthielt speziell geprägte Silbermünzen im Wert von 77 Pence, während sich in einem roten Beutel zwei Gedenkmünzen befanden. Eine dieser Münzen ehrt den bevorstehenden 100. Geburtstag der verstorbenen Queen Elizabeth II. (1926-2022), die andere das 50-jährige Jubiläum des "The King's Trust".
Die Queen veränderte die jahrhundertealte Tradition
Die Geschichte des Royal Maundy Service geht bis in das Jahr 600 n. Chr. zurück. Früher fand die Tradition meist in London statt, doch die Queen weitete die Feierlichkeiten auf das gesamte Vereinigte Königreich aus. König Charles setzt dieses Erbe fort, indem er jedes Jahr eine andere Kathedrale oder Abtei für den Gottesdienst wählt. Im Anschluss an den Gottesdienst suchten der König und die Königin das Gespräch mit der lokalen Gemeinde und stellten sich für ein traditionelles Gruppenfoto vor der Kathedrale auf.