"Kennst du die wirklich?": Horst Lichter verblüfft Experten mit seinem Wissen
Horst Lichter erkannte sofort, was Sven Deutschmanek in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) auf dem Pult präsentiert hatte - obwohl der Experte überzeugt war: "Das haben die wenigsten Leute schon mal gesehen." Im Händlerraum sorgte die kuriose Eiersortierwaage jedoch für genug Verwirrung - und eine Suche nach dem "Hahn im Korb".
"Ich werd' verrückt, eine echte Eierwaage", freute sich Lichter. Sven Deutschmanek wirkte irritiert und fragte ungläubig: "Kennst du die wirklich?" Der Moderator nickt. "Na klar, vom Hofladen. Aber eigentlich gibt es ja nur S, M oder L Eier. Oder gibt es auch XXL-Eier?" Deutschmanek konnte nur noch schmunzeln: "Vielleicht ein Straußenei?"
Christa und Simone aus Solingen berichteten, dass sie selbst acht Hühner besaßen. "Dann braucht ihr das Ding doch noch", so Lichter. Doch die Verkäuferin widersprach: "Jetzt nicht mehr." Schließlich stammte die Waage aus dem Jahr 1964, als Christa mit ihrem Ehemann ihre erste Wohnung bezogen und dabei "50 Hühner und die Waage" übernehmen musste." Man wurde früher erpresst", grinste Lichter. Anschließend war Deutschmanek an der Reihe: Die sogenannte Eiersortierwaage sortierte Eier nach Größe und Gewicht, um den passenden Verkaufspreis anzugeben. Das Modell stammte vom Hersteller Hartner, der diese Waagen ab 1960 auf den Markt gebracht hatte. Leider fehlte hier das Prüfgewicht.
"Ich glaube, das haben die wenigsten Leute schon mal gesehen", tippte Deutschmanek - obwohl Lichter die Waage durchaus kannte. "Der Trend geht zur eigenen Waage", scherzte der Moderator. Auch Deutschmanek fand: "Wer seine Eier sortieren und den Mann anmachen will, weil er vom Wochenmarkt die falsche Größe mitgebracht hat, braucht das."
Verkäuferin wünscht sich für Eierwaage 50 Euro
Für ihre Eierwaage wünschte sich die Verkäuferin 50 Euro: "Dann wäre ich glücklich." Lichter säuselte daraufhin: "Wie gerne würde ich dich glücklich sehen." Deutschmanek schätzte den Wert der aus Aluminium gefertigten Eiersortierwaage mit Hammerschlaglack ebenfalls auf 30 bis 50 Euro. "Na gut", fand Christa und nahm die Händlerkarte entgegen.
Walter Lehnertz nahm sich die Eier-Preistabelle vor. Viel anfangen konnte er damit nicht und beschloss, die Verkäuferinnen selbst zu fragen. Als Christa und Simone zu den Händlern kamen, erklärten sie Lehnertz die Funktionsweise der Waage und wieso Christa das Gerät zusammen mit den Hühnern übernehmen musste.
Mehr als sechs Jahrzehnte hatte die Eiersortierwaage bei Christa im Schrank gestanden, nun weckte sie das Interesse von Wolfgang Pauritsch. Er bot 50 Euro und lag damit am oberen Ende der Expertise. Lehnertz ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken und konterte prompt mit 80 Euro. Doch damit war das Bietergefecht noch lange nicht beendet ...
Pauritsch legte noch einmal mit 90 Euro nach und Julian Schmitz-Avila zeigte sich sichtlich überrascht: "Ich hätte mit 30 Euro begonnen." Auch Lehnertz konnte das hohe Gebot seines Kollegen kaum fassen und kommentierte: "Das ist schon heftig." Pauritsch nahm die rasante Entwicklung dagegen mit Humor: "Es ging rucki zucki, eieiei", lachte er. "Mal gucken, wer der Hahn im Korb ist", scherzte Schmitz-Avila und überließ seinen Kollegen das Bieten: "Ihr macht das schon." Lehnertz sah Pauritsch bereits als Sieger, schließlich fand er 90 Euro für die Waage "schon gut". Dann mischte sich Elke Velten mit 95 Euro ein und brachte Lehnertz dazu, noch einmal nachzulegen. So erhöhte er auf 100 Euro.
Harry-Potter-Band mit Besonderheit wird für 100 Euro verkauft
Weil die Eiersortierwaage so viele Jahre bei Christa aufbewahrt worden war, legte Händler Lehnertz sogar noch "10 Euro zum Kaffeetrinken obendrauf". Markus Wildhagen sorgte schließlich für die passende Pointe und zog Lehnertz als "du alter Hühnerdieb" auf. Denn laut Wildhagen passte der Vergleich "ganz gut".
Als weitere Objekte der Sendung begeisterte ein Anhänger mit 2,2 Karat schwerem Smaragd und Brillanten aus Platin Heide Rezepa-Zabel. Sie datierte 1915 bis 1920 und schätzte auf 2.600 bis 3.300 Euro. Der Wunschpreis lag bei 2.000 Euro. Julian Schmitz-Avila zahlte nach einem Bietergefecht sogar 4.000 Euro. Der zweite Band "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" aus dem Jahr 2000 hatte etwas Besonderes: Der Einband war falsch herum gebunden. Sven Deutschmanek erklärte, dass solche Fehlbände nicht selten seien und schätzte 100 bis 150 Euro. Gewünscht wurden 100 bis 200 Euro. Wolfgang Pauritsch zahlte 100 Euro.
Kleine Bronze-Mischwesen des Künstlers Gernot Rumpf datierte Bianca Berding von 1965 bis 1983. Der Wunschpreis lag bei 800 Euro, die Expertise bei 700 bis 1.000 Euro und Wolfgang Pauritsch erhielt für 600 Euro schließlich den Zuschlag. Historisierende, innen vergoldete Buckelbecher aus 800er/835er Silber datierte Heide Rezepa-Zabel auf 1890 bis 1910. Für die Stücke der Hanauer Silberschmiede J.D. Schleissner & Söhne wurden 1.500 bis 1.600 Euro gewünscht, die Expertin schätzte 2.500 bis 2.800 Euro und im Händlerraum zahlte Wolfgang Pauritsch 2.500 Euro.
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