Anfeindung und Ablehnung: Joelina Drews beschwert sich über "deutsche Mentalität"

Jürgen Drews' Tochter steht mitten im Leben. Die 30-Jährige trat in die Fußstapfen ihres berühmten Vaters und ist als Schlagersängerin erfolgreich. Auch privat läuft es: An der Seite von Adrian Louis hat sie den passenden Partner gefunden. Ein weiterer Grund zur Freude: Die Eltern sind inzwischen zu ihr nach München gezogen. Doch Joelina Drews lebt nicht ohne Sorgen. Die Sängerin erfährt auch Anfeindung und Ablehnung – ausgerechnet wegen ihres 81-jährigen Promi-Vaters.
Wegen Vater Jürgen Drews: Tochter Joelina erfährt "Gegenwind"
"Es ist schade, dass wir mittlerweile in einer Gesellschaft leben, in der es immer mehr zunimmt, dass sich Leute gegenseitig runtermachen", meint Joelina Drews enttäuscht. Im Gespräch mit ihren Schlagerkollegen Achim Petry und Lucas Cordalis beklagt die 30-Jährige, dieses Abwerten zwischen Menschen sei "zur deutschen Mentalität" geworden. Bei sich selbst merke sie die Anfeindung, die ihr entgegenkommt, wegen ihres Künstlerdaseins. Dass die Tochter von Jürgen Drews wie ihr Vater in der Schlagerbranche Karriere machte, haben ihr wohl viele nicht gegönnt. "Da kommt am Anfang erst mal ein riesiger Gegenwind entgegen, weil die Leute sagen: 'Die kann als 'Kind von' ja eigentlich gar nicht singen'", so die 30-Jährige im Podcast "Drews Cordalis Petry – Kids-Club".
"Kind von"-Stempel: "Du wirst immer auf irgendwas reduziert"
Mittlerweile könne Joelina Drews mit der Missgunst anderer Menschen umgehen. "Das triggert mich an sich nicht", stellt die Sängerin klar. Dennoch will sie Bedingungen aufzeigen, unter denen sogenannte Nepo-Babys leben müssen, wenn sie die gleiche Karriere wie ein Elternteil anstreben. "Du wirst immer auf irgendwas grundsätzlich reduziert." An ihre Mitmenschen richtet die 30-Jährige einen klaren Appell: "Beobachtet doch einfach! Guckt doch, was daraus wird! Es bringt doch nichts, rumzuhaten!"

Vorbild USA: "Dort nicht so ein Ding"
Die Sängerin meint, man könne sich mit Blick auf die USA ein Beispiel nehmen. "In Amerika, die 'Kinder von', guck dir eine Miley Cyrus an oder andere Beispiele. International ist es irgendwie nicht so ein Ding, wenn du als 'Kind von' in die Fußstapfen deiner berühmten Eltern trittst. Es wird dort gefeiert." Laut Joelina Drews habe man es in ihrer Position in Amerika einfacher. Von der Öffentlichkeit erfahre man dort beim Vorhaben, an den Erfolg der Eltern anzuknüpfen, eher Unterstützung als Ablehnung.

Drews wünscht sich für sich und ihre Mitmenschen, dass "man sich gegenseitig mehr unterstützt". Podcast-Partner Achim Petry teilt diese Ansicht. Der Sohn von Wolfgang Petry ist der Meinung, dass für Hass auf dieser Welt kein Platz sein sollte.