Jauch, Bierhoff, Schmidt: Agentur-Eröffnung in München lockt viele Promis

Günther Jauch, Oliver Bierhoff sowie Harald Schmidt versammelten sich in München zu einem besonderen Anlass. Das neu gegründete MaxLab by USC feierte Eröffnung. Die Abendzeitung bat zum Gespräch. 
von  Daniela Schwan
Viele Promis waren zur USC-Eröffnung am 18. September in München geladen.
Viele Promis waren zur USC-Eröffnung am 18. September in München geladen. © Stephan Pick

Staraufgebot am Freitag (18. September) in der Amalienstraße im Münchner Univiertel beim USC-Opening. Hier, in einer denkmalgeschützten Villa, brachte das neu gegründete MaxLab by USC Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Medien, Wissenschaft, Kultur und Sport zusammen.

USC-Opening in München: Diese Promis waren geladen

Zu den VIP-Gästen zählten unter anderem Günther Jauch (70), Harald Schmidt (69), Oliver Bierhoff (58), Martin Richenhagen (Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung) sowie Fritz Keller (Winzer, Weinhändler, Gastronom, Hotelier und ehemaliger Fußballfunktionär). Darüber hinaus waren zahlreiche bekannte CEOs und Geschäftsführer aus der Wirtschaft beim launigen Spätsommerabend-Event dabei.

USC-Gründer schwärmt: "München ist einfach eine super dynamische Stadt"

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen und Institutionen in der Öffentlichkeit ihre Reputation schützen, tragfähige Stakeholder-Beziehungen gestalten und auch unter zunehmendem Erwartungsdruck handlungsfähig bleiben. Gründer, Medienexperte, Journalist und Autor Ulrich Stockheim (57) erklärte der Abendzeitung den zusätzlichen Standort neben dem bereits etablierten USC in Köln: "München ist einfach eine super dynamische Stadt. Hier sind viele globale Unternehmen, Start-ups und Gründerszenen mit einer positiven Lebenseinstellung." Die Namen seiner prominenten Klienten hält er aufgrund strikter Vertraulichkeitsvereinbarungen weitgehend geheim. 

Günther Jauch, Ulrich Stockheim und Fritz Keller
Günther Jauch, Ulrich Stockheim und Fritz Keller © Stephan Pick

"Günther Jauch und Fritz Keller haben vieles gemeinsam"

Günther Jauch und Fritz Keller betraten im Laufe des Abends die Bühne. "Die zwei haben vieles gemeinsam, sind beide Könige", orakelte Stockheim und löste es sogleich auf: "Beide sind großartige Winzer. Der eine ist der König der deutschen Fernsehlandschaft, des TV-Journalismus, der andere wurde von einer Zeitung als König vom Kaiserstuhl bezeichnet, wo Fritz Keller das renommierte Weingut Franz Keller in Oberbergen sowie die dazugehörige Gastronomie, darunter das Sternerestaurant Schwarzer Adler, in dritter Generation führt."

Günther Jauch gewährt Einblick in Vergangenheit

Fernsehmoderator ("Wer wird Millionär?") und Publikumsliebling Günther Jauch hat – was viele gar nicht wissen – 2010 mit seiner Frau Thea das Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar im rheinland-pfälzischen Anbaugebiet Mosel übernommen, das sich seit 1805 in Familienbesitz befindet. Wie kam es dazu? Jauch erklärte der Abendzeitung: "Ich war als Kind sehr viel auf einem Weingut, das meinem Großonkel gehörte. Meine Großmutter väterlicherseits war eine von Othegraven." Lachend fügte er hinzu: "Sie hat irgendwann mal einen Mann mit dem profanen Namen Jauch geheiratet. Sonst würde ich als Günther von Othegraven durchs deutsche Fernsehen geistern, wogegen ich nichts hätte." 

Fritz Keller, Günther Jauch
Fritz Keller, Günther Jauch © Stephan Pick

RTL-Moderator ist stolzer Weingutbesitzer

Jedenfalls sei er als Kind immer dorthin gefahren und fand es großartig. "Dann starb der Großonkel, die beiden Großtanten nutzten mich, um den Rasen auf 200 Hektar zu mähen. Das wollte ich irgendwann nicht mehr und war dann 40 Jahre nicht mehr dort." Irgendwann hörte die TV-Größe dann, dass das Weingut zu verkaufen sei. "Und meine Frau, die im Sommer gern in Gummistiefeln herumläuft und mit anpackt, sagte: 'Wir schauen es uns mal an.' Ich hatte keine Ahnung von Wein. Dann haben wir es gekauft, nicht geerbt oder geschenkt bekommen. Das ist jetzt 16 Jahre her."

Mit Weinbeschreibungen tue er sich aber schwer, da lasse er lieber die Finger davon, sagte Jauch. "Für mich war einmal der Höhepunkt, dass einer das Glas schwenkte und sagte: 'Ich spüre in der Nase einen Hauch von durchgerittenem Damensattel.'"

Oliver Bierhoff zeigt sich dankbar: "Freundschaft entstanden"

Oliver Bierhoff, ehemaliger Fußball-Nationalspieler und Unternehmer, lachte. Seit Jahren ist er mit Ulrich Stockheim verbandelt. "Ich habe ihn nach der WM 2018 kennengelernt. Da war ja einiges los. Er ist im Krisenmanagement tätig und hat einiges für mich gemacht. Er hat mich beraten und gecoacht. Daraus ist auch eine Freundschaft entstanden", so Bierhoff zur Abendzeitung. Und der 58-Jährige erklärte: "Gerade was den Medienbereich betrifft, ist eine distanzierte, neutrale Sichtweise, die weniger emotional ist, ein guter Regulator." Geht der Wahl-Münchner denn auch mal auf die Wiesn? "Zu offiziellen Einladungen nicht, vielleicht aber mal unter der Woche privat."

Oliver Bierhoff
Oliver Bierhoff © Stephan Pick

Harald Schmidt erteilt Wiesn eine Absage: "Wäre gern hingegangen"

Auch Showmaster, Entertainer, Kabarettist und Schauspieler Harald Schmidt wird man heuer bei keinem Oktoberfest-Event sehen. "Ich wäre gerne hingegangen, aber ich muss ja morgen schon wieder weg, da ich ab Sonntag Vorstellungen im Theater Stuttgart mit meinem Programm 'Spielplananalyse' habe. Danach bin ich in Deutschland und Österreich auf Tournee und im Januar wieder als Kreuzfahrtdirektor Schifferle auf dem ZDF-'Traumschiff'", zählte er auf. Harald Schmidt erzählte zudem: "Ich bin mit Uli Stockheim befreundet. Wir haben geschäftlich überhaupt nichts miteinander zu tun, wir kennen uns seit über 30 Jahren. Wir gehen drei-, viermal im Jahr essen und checken die Lage. Ich brauche keine Medienberatung, denn ich bin ja eh beratungsresistent."

Harald Schmidt und Oliver Bierhoff
Harald Schmidt und Oliver Bierhoff © Stephan Pick

Harald Schmidt schwärmt von Günther Jauch: "Der Größte von uns allen"

Mit Günther Jauch sei Harald Schmidt kollegial. "Er ist der Größte von uns allen, sensationell, wie er noch immer an der Spitze steht. Ihn wollen alle heiraten, vor mir haben die Leute Angst", scherzte er. Bekommt Schmidt denn nie Heiratsanträge? "Ab und zu mal von jungen Männern, von Frauen nicht", so der 69-Jährige zur Abendzeitung am Rande der Opening-Feier.

Abschließend verriet Günther Jauch: "Ich wohne seit 30 Jahren in Potsdam, habe meine Frau in den 1980er-Jahren hier in München kennengelernt und bin Mitte der 1970er-Jahre hier auf die Journalistenschule gegangen. Ich fand München großartig, und eigentlich konnten wir uns auch viele Jahre nicht vorstellen, hier jemals wegzugehen." Auch verriet der "Wer wird Millionär?"-Moderator: "Wir kommen immer öfter wieder nach München, und ich bin sehr gerne dieser Einladung im Schwabinger Milieu gefolgt." Jauch betonte auf Bairisch: "Es ist scho schee hier."

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