Igor Jeftic packt über"Rosenheim-Cops"-Zustände aus: "Muss so tun, als wäre nix"
Hohe Einschaltquoten, Hunderttausende Fans in ganz Deutschland und Darsteller, die zu Promis avancieren. Eine feste Rolle in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops" kann für einen Schauspieler den beruflichen Jackpot bedeuten. Doch hinter den Kulissen werden die Stars nicht unbedingt hofiert, wie Igor Jeftic jetzt ausplaudert.
Igor Jeftic über Drehbedingungen: "Es ist lästig, gehört aber dazu"
Dass die Arbeit vor der Kamera längst nicht so mühelos ist, wie sie auf den ersten Blick wirkt, dürfte vielen Zuschauern inzwischen bewusst sein. Vor allem Hauptdarsteller einer Serie haben oft lange Drehtage von zehn bis zwölf Stunden. Aber es gibt auch weitere Herausforderungen, mit denen man als Schauspieler zu kämpfen hat. "Heute drehen wir vor dem Kommissariat ziemlich viele Szenen querbeet durch die ganzen Bücher, die wir gerade drehen. Es ist ein ziemliches Hin- und Herschalten", schildert Igor Jeftic in der ZDF-Doku "Rosenheim-Cops Backstage".
Um an ein und demselben Ort gleich mehrere Szenen für verschiedene Episoden zu drehen, brauchen die Darsteller gute Nerven. Vor allem der ständige Kostümwechsel schlägt Igor Jeftic aufs Gemüt: "Komplettes Ausziehen, komplett wieder anziehen. Nach dem nächsten Bild schon wieder. Es ist lästig, gehört aber dazu", beschreibt der 54-Jährige die Situation am Set. Zwischendurch müssen die Schauspieler auch immer wieder nachgeschminkt werden, während sie noch mal ihren Text für die nächste Szene durchgehen.
"Rosenheim-Cops"-Star über anstrengenden Dreh: "Das ist das Hauptschauspiel hier"
Wenn im Studio gedreht wird, kann es für Außenstehende durchaus zu skurrilen Beobachtungen kommen – wie etwa der Moment, wenn Igor Jeftic mit einem Fächer durch die Kulissen läuft. "Wenn die Leute dann zugucken, denken die sich: 'Schau dir mal den an, der braucht einen Fächer.'" Das hat aber einen ganz bestimmten Grund, wie der gebürtige Serbe erklärt: "Es ist wegen der Maske, damit das [ Make-up, d. R. ] nicht runterläuft."
Durch die Beleuchtung bei Innenaufnahmen wird es im Studio schnell sehr warm, was vor allem im Sommer problematisch wird. In den Kulissen kann die Temperatur durchaus auf über 30 Grad ansteigen, während die Schauspieler für die entsprechenden Szenen auch mal dick eingepackt sind. "Man muss halt so tun, als wäre nix. Das ist eigentlich das Anstrengende – als wäre es nicht heiß. Das ist das Hauptschauspiel hier", erläutert Jeftic augenzwinkernd.
Auch wenn Igor Jeftic gelegentlich den Sinn seines Schauspielberufs hinterfragt, hat er die Freude daran nicht verloren. Die Arbeit an der Serie möchte der 54-Jährige jedenfalls nicht missen. "Ein Leben ohne 'Die Rosenheim-Cops' ist möglich, aber eigentlich kaum noch vorstellbar und wahrscheinlich ganz anders", lautet sein Fazit zur Arbeit an dem erfolgreichen ZDF-Format. Und an die Strapazen seines Jobs hat er sich inzwischen sicherlich gewöhnt.
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