Hubert Aiwanger: Obduktion ergibt keine Hinweise auf Fremdverschulden

Einen Tag nach dem Tod von Hubert Aiwanger in einem Berliner Hotel ist der Leichnam des bayerischen Vize-Regierungschefs obduziert worden. Die Staatsanwaltschaft hat sich zum vorläufigen Ergebnis geäußert. Abgeschlossen sind die Untersuchungen noch nicht.
(jom/spot) |
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Hubert Aiwanger war am Mittwoch tot in seinem Hotelzimmer gefunden worden.
Hubert Aiwanger war am Mittwoch tot in seinem Hotelzimmer gefunden worden. © imago images/B. Lindenthaler

Die Obduktion von Hubert Aiwanger (1971-2026) hat nach vorläufigem Ergebnis keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden ergeben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Berlin am Donnerstag, 5. November, mit. Untersucht wurde der Leichnam demnach am Vormittag in Berlin-Mitte, im Auftrag der Staatsanwaltschaft.

Abgeschlossen ist der Fall damit noch nicht. Es stünden weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen an, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Die Ermittlungen dauerten an.

Der stellvertretende bayerische Ministerpräsident war am frühen Mittwochabend tot in seinem Hotelzimmer in Berlin-Mitte gefunden worden. Noch am selben Tag leiteten die Staatsanwaltschaft Berlin und die 6. Mordkommission des Landeskriminalamts ein Todesermittlungsverfahren ein. "Ziel des Todesermittlungsverfahrens ist es, die konkrete Todesursache und den Hergang des Todes herauszufinden sowie ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen", hieß es in einer vorherigen Mitteilung.

Wie BR24 berichtete, hätte Aiwanger in der Hauptstadt eigentlich bei der Eröffnung eines Parteibüros sprechen sollen. Aus gesundheitlichen Gründen habe er sich jedoch vertreten lassen. Der Chef der Freien Wähler wurde 55 Jahre alt.

Söder spricht von einer "absoluten Tragödie"

In Bayern sitzt der Schock tief. Ministerpräsident Markus Söder (59) sagte am Donnerstagmorgen in Nürnberg laut BR24, er sei "schockiert und getroffen". Mit Aiwanger verliere man "eine prägende Figur der bayerischen Politik". Für Donnerstag und den Tag der Beisetzung ordnete er Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden im Freistaat an.

Aiwanger hatte die Landespolitik über Jahrzehnte mitgeprägt. Der Landwirt aus Niederbayern führte die Freien Wähler 2008 erstmals in den Landtag, zehn Jahre später in die Staatsregierung. Seit 2018 war er bayerischer Wirtschaftsminister.

Das BR Fernsehen erinnert am Donnerstagabend um 19 Uhr in einer Ausgabe von "BR24 extra" an den Politiker. Die von Christian Nitsche moderierte Sendung soll auch einordnen, was Aiwangers Tod politisch für Bayern bedeutet.

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