Horst Lichter warnt "Bares für Rares"-Experten davor, seltenes Objekt zu zerstören: "Der Wert halbiert sich!"

30 Jahre lang lag die Spielekonsole ungeöffnet auf dem Dachboden. Nun steht das seltene Stück bei "Bares für Rares" (ZDF) zum Verkauf - doch als es sich der Experte genauer ansehen will, interveniert Moderator Horst Lichter.
Natalie Cada |
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"Was ist das?", fragte Horst Lichter (rechts) in der Freitagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" etwas irritiert über das Nintendo Entertainment System in OVP.
ZDF 5 "Was ist das?", fragte Horst Lichter (rechts) in der Freitagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" etwas irritiert über das Nintendo Entertainment System in OVP.
Nintendo wurde 1889 im japanischen Kyoto gegründet und fertigte anfangs Hanafuda-Spielkarten an.
ZDF 5 Nintendo wurde 1889 im japanischen Kyoto gegründet und fertigte anfangs Hanafuda-Spielkarten an.
Bevor er das Spielsystem öffnete, fragte Deutschmanek sicherheitshalber: "Darf ich?"
ZDF 5 Bevor er das Spielsystem öffnete, fragte Deutschmanek sicherheitshalber: "Darf ich?"
"Das gibt's doch nicht", staunte Christian Vechtel (links) beim Anblick des Sets: "Das ist ja alles noch verpackt."
ZDF 5 "Das gibt's doch nicht", staunte Christian Vechtel (links) beim Anblick des Sets: "Das ist ja alles noch verpackt."
David Suppes versprach der Verkäuferin: "Die wird definitiv in Ehren gehalten!"
ZDF 5 David Suppes versprach der Verkäuferin: "Die wird definitiv in Ehren gehalten!"

"Was ist das?", fragte Horst Lichter in der Freitagsausgabe der ZDF-Trödelshow "Bares für Rares" etwas irritiert über das Nintendo Entertainment System in OVP. Experte Sven Deutschmanek "hatte das früher selbst", Lichter dagegen eher "Mensch ärgere Dich nicht". Anneliese aus Kempen berichtete, dass die Spielkonsole 1991 oder 1992 gleich doppelt unter dem Weihnachtsbaum lag - denn auch eine Tante schenkte ihrem Sohn das Nintendo-Set. Das zweite Exemplar blieb deshalb unbenutzt und landete ungeöffnet auf dem Dachboden. Für Lichter offenbar ein echter Glücksfall: "Das war eine kluge Entscheidung."

"Ich hoffe", gestand die Verkäuferin. Deutschmanek bestätigte: "Das war ein großes Glück, dass die Tante das auch gekauft hat und es komplett ungeöffnet ist." Die 1983 erstmals erschienene Konsole wurde offenbar tatsächlich nicht ausgepackt. "Die wurden nie rausgeholt", versicherte Anneliese.

Bevor er das Spielsystem öffnete, fragte Deutschmanek sicherheitshalber: "Darf ich?" Die Verkäuferin stimmte lächelnd zu, während Lichter scherzte: "Mach es ruhig kaputt. Der Wert halbiert sich." Doch der Experte beruhigte ihn: "Nein, ich mache nur kurz den Deckel hoch." Sein Fazit danach: "Hier wurde definitiv nichts ausgepackt."

"Das ist ein richtiger Schatz"

Der Zustand ließ auch Lichter staunen: "Das riecht sogar noch genauso wie damals." Auch Deutschmanek war begeistert, denn "selbst die Verpackung glänzt noch wie neu". Ein solches Set komplett neu und originalverpackt zu finden, sei äußerst schwierig, erklärte der Experte. Anneliese hoffte deshalb auf 1.000 Euro.

Den gewünschten Preis hielt Deutschmanek allerdings für "schwierig". Auf dem internationalen Markt sei dieser Preis durchaus möglich, in Deutschland dagegen eher nicht. Den Wert des Sets schätzte der Experte deshalb eher auf 400 bis 600 Euro - "nahezu eine Verdreifachung vom damaligen Preis". Auch damit war Anneliese einverstanden.

"Das gibt's doch nicht", staunte Christian Vechtel beim Anblick des Sets: "Das ist ja alles noch verpackt." Auch David Suppes war sichtlich überrascht: "Die ist OVP!" Vechtel vermutete, dass das NES Super Set "aus einem Lagerraum, wo es vergessen wurde" stammte. Suppes konnte es kaum glauben: "Krass, das ist wirklich, wirklich, wirklich selten."

Suppes erklärte der Verkäuferin: "Sie bringen uns ein absolutes Highlight, das ich in dem Zustand noch nie gesehen habe. Ich bin damit aufgewachsen, meine erste Konsole war die Super-Nintendo." Als Anneliese die Geschichte hinter dem doppelten Weihnachtsgeschenk erzählte, stand für Suppes fest: "Das ist ein richtiger Schatz."

Suppes stiegt mit 500 Euro nach Liza Kielons 400-Euro-Startgebot ein. Am Ende bekam er für 800 Euro den Zuschlag für das "Collectable" und versprach der Verkäuferin: "Die wird definitiv in Ehren gehalten!"

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