Hape Kerkeling ganz privat: Was macht der Entertainer heute?

Was macht Hape Kerkeling (56) eigentlich heute? Er moderierte zahlreiche Fernsehshows und belustigte mit seinen Kunstfiguren Generationen. Ende 2014 zog er sich aus dem Showgeschäft weitgehend zurück. Privat ist er mit einem neuen Mann verheiratet. Für 2021 ist ein Kino-Comeback angekündigt.
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Hape Kerkeling bei der Goldenen Henne 2019 - im Hintergrund Kai Pflaume.
Hape Kerkeling bei der Goldenen Henne 2019 - im Hintergrund Kai Pflaume. © BrauerPhotos

Dem 1964 in Recklinghausen geborenen Hape Kerkeling gelang Mitte der 1980er Jahre der Durchbruch, als er im Alter von nur 20 Jahren seine erste regelmäßige Fernsehsendung "Känguru" erhielt. Diese war der Startschuss für eine lang anhaltende Karriere, die die deutsche Medienlandschaft prägte. 

Hape Kerkeling: Eine über 30 Jahre dauernde Karriere 

Bevor Kerkeling Ende 2014 nach seinem 50. Geburtstag seine Karriere beendete, war er in zahlreiche Showformate involviert. Seine Anfänge hatte Kerkeling im "Talentschuppen" sowie als Mitarbeiter in verschiedenen Rundfunkanstalten wie dem WDR und dem BR. Sein erstes eigenes Fernsehformat "Kerkelings Kinderstunde" wurde im Dezember 1984 in Form einer 30-minütigen Einzelsendung auf Radio Bremen ausgestrahlt. Der Durchbruch gelang ihm 1985 mit der eingangs erwähnten Musik- und Sketch-Show "Känguru".

Shows von Hape Kerkeling: Fast alle waren ein Quoten-Hit

Ab diesem Zeitpunkt ging Kerkelings Karriere bergauf: Er moderierte ab 1989 drei Jahre die Deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest, seine Comedy-Sendung "Total Normal" wurde mit mehreren Awards ausgezeichnet. Sein Kinodebüt feierte er im Jahr 1993 mit seinem Film "Kein Pardon", für den er sowohl als Schauspieler als auch als Regisseur und Drehbuchautor tätig war. Er wirkte danach fortlaufend an mehreren Formaten mit, darunter "Darüber lacht die Welt", "Hape trifft" und "Let's Dance".

Hape Kerkeling als Horst Schlämmer vor dem Reichstag
Hape Kerkeling als Horst Schlämmer vor dem Reichstag © dpa

2001 lief Hape Kerkeling auf dem Jakobsweg 

Hape Kerkeling war allerdings nicht nur als Fernsehfigur erfolgreich: 2001 absolvierte er eine Pilgerreise über den Jakobsweg, seine dabei gemachten Erfahrungen teilte er im Mai 2006 mit der Welt in Form seines Buches "Ich bin dann mal weg". Mit über zwei Millionen verkauften Exemplaren wurde es zum meistverkauften Buch des Jahres 2006, insgesamt verkaufte es sich über vier Millionen Mal. 2015 kam der gleichnamige Film in die deutschen Kinos. 1,97 Millionen lockte der Streifen an.

Kerkelings Figuren: Horst Schlämmer, Schwäbli, Gisela und Co. 

Einen großen Anteil an Kerkelings Erfolg hatten seine Kunstfiguren. Neben Siegfried Schwäbli, Uschi Blum, Rico Mielke, Gisela und anderen dürfte die wohl bekannteste, der stellvertretende Chefredakteur des "Grevenbroicher Tagblatts", Horst Schlämmer sein. Mit dieser trat er unter anderem 2006 im Prominenten-Special von "Wer wird Millionär?" an und erspielte eine halbe Million Eure für die Deutsche AIDS-Stiftung

Hape Kerkeling privat: Familie und Partner

Hans-Peter Wilhelm "Hape" Kerkeling wuchs als Sohn des Tischlers Heinz und der Floristin Margret Kerkeling auf. Seine Mutter beging Suizid, als er acht Jahre alt war. Daraufhin zogen er, sein Vater und sein älterer Bruder Josef zu seinen Großeltern. Mit seinem Co-Autor Angelo Colagrossi führte er von 1983 bis 2011 eine Beziehung, 2016 heiratete er seinen Lebenspartner Dirk. In einem Interview berichtete Kerkeling, dass er mehrere Monate im Jahr in der italienischen Region Umbrien verbringe.

Kein Foto von Hape Kerkelings Ehemann

Kerkeling spricht neben der deutschen Sprache auch Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Niederländisch, zu den Hobbys des heute in Bonn lebenden Komikers zählen selbstverständlich das Singen sowie Lesen und Schreiben. 

Warum hörte Hape Kerkeling auf?

Nachdem er seine Karriere beendet hatte, äußerte er sich kritisch zum TV-Geschäft. Gegenüber dem Spiegel sagte er, er sei "ausgelutscht worden von der Unerbittlichkeit". "Und wenn Sie mich jetzt fragen, ob ich mich wohlgefühlt habe in meinen Shows, dann lautet die Antwort: nein." In einem Interview mit dem Magazin "mobil" gesteht er: "Ich habe mich die letzten Jahre so von mir selbst erholt, dass ich total entspannt bin."

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In den Jahren 2015 und 2018 entstanden die beiden Filme "Ich bin dann mal weg" und "Der Junge muss an die frische Luft", bei denen es sich um Verfilmungen seiner autobiografischen Bücher handelt. In diesen wurde Hape Kerkeling jedoch von anderen Darstellern verkörpert. 

Aktuelle Projekte von Hape Kerkeling und Kino-Comeback

Im November 2019 kam der Disney-Film "Die Eiskönigin 2" in die Kinos. Hape Kerkeling war erneut als Stimme von Schneemann Olaf zu hören gewesen. Zuletzt stand er für "Der Boandlkramer und die ewige Liebe" an der Seite von Bully Herbig vor der Kamera. Der letzte Film von Joseph Vilsmaier sollte am 11. Februar 2021 auf die Leinwand kommen, doch wegen der Corona-Pandemie sind die Lichtspielhäuser weiter geschlossen. "Sobald die Kinos wieder öffnen dürfen, wird er kommen! Das steht unausweichlich fest", heißt es.

Michael Bully Herbig ist in der Rolle des Boandlkramer alias der Tod zu sehen, der sich in Gefi (Hannah Herzsprung) verliebt. Er lässt sich auf einen "mehr oder weniger klugen Deal mit dem Teufel" ein, den Hape Kerkeling darstellt.

Hape Kerkeling singt auf Jubiläumsalbum von den Bläck Fööss

Die Kölner Kult-Band Bläck Fööss brachte zu ihrem 50-jährigen Band-Jubiläum ein neues Album heraus und bekommt darauf viel prominente Unterstützung. Unter anderem Hape Kerkeling, Howard Carpendale und Heino singen deren Hits. "Wir freuen uns sehr, dass so viele unserer Wunschkandidaten zugesagt haben - sowohl Wegbegleiter aus den letzten 50 Jahren, als auch neuere Künstler", sagte Bläck Fööss-Gitarrist Pit Hupperten der Deutschen Presse-Agentur. "5Ö - Das Jubiläumsalbum Bläck Fööss" erschien am 6. November 2020.

Hape Kerkeling: Mutmacher-Kampagne während Corona-Pandemie

Der 56-Jährige beteiligte sich im Februar 2021 an der Kampagne des Landes Nordrhein-Westfalen, die in der Corona-Pandemie positive Signale senden soll. Kerkeling sagte in der Social-Media-Kampagne unter dem Motto #nrwkanndas: "In dunkler Stunde müssen wir solidarisch, mitfühlend und optimistisch sein. Wir müssen über uns hinauswachsen. Wie sagten die Kumpels im Pott immer so treffend: 'Wenn du in die Tiefe fährst, dann denk in die Höh!'"

 

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