Freunde wie Günther Jauch boten krebskrankem Johann Lafer Hilfe an

Ende Mai machte Johann Lafer öffentlich, dass bei ihm Krebs diagnostiziert wurde. Nun spricht der Fernsehkoch über seine Behandlung - und über die Unterstützung, die er seitdem aus seinem Umfeld erhält. Auch prominente Freunde wie Günther Jauch hätten sich bei ihm gemeldet und Hilfe angeboten.
von  (wue/spot)
Johann Lafer (l.) und Günther Jauch kennen sich schon lange. Hier sind sie gemeinsam im Jahr 2017 zu sehen.
Johann Lafer (l.) und Günther Jauch kennen sich schon lange. Hier sind sie gemeinsam im Jahr 2017 zu sehen. © imago images/VISTAPRESS

Der österreichische Starkoch Johann Lafer (68) spricht in einem neuen Interview über seine Krebserkrankung und die Unterstützung aus seinem Umfeld. Auch prominente Freunde hätten sich bei ihm gemeldet und Hilfe angeboten. Zudem gibt Lafer Einblicke in seine aktuelle Behandlung.

Nach Bekanntwerden seiner Krebserkrankung erhielt Lafer viel Zuspruch - und das nicht nur in den Kommentaren eines Instagram-Beitrags, in dem der 68-Jährige von seiner Erkrankung berichtete. Zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer, darunter auch Promis wie seine Kochkollegen Ralf Zacherl und Nelson Müller, die Moderatorin Ruth Moschner oder der Rapper Marteria meldeten sich dort, um ihm gute Besserung zu wünschen.

Günther Jauch und Joko Winterscheidt boten Hilfe an

Auch abseits von Instagram erhielt Lafer persönliche Nachrichten von bekannten Weggefährten. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung erzählt er: "Günther Jauch, Johannes B. Kerner, Marcel Reif, Joko Winterscheidt - sie alle haben von Anfang an geschrieben und gesagt: ,Johann, wenn du etwas brauchst, wir helfen dir.'" Diese Unterstützung aus seinem Umfeld habe ihn sehr bewegt. "Da waren Leute dabei, von denen ich 30 Jahre nichts mehr gehört habe. Menschen, mit denen ich einmal gearbeitet habe oder die heute in Kalifornien leben", erzählt er. Dass diese Personen sich plötzlich meldeten, zeige ihm, "dass ich noch präsent bin".

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Johann Lafer arbeitet selektiv, um sich abzulenken

Dass er derzeit trotz der Krankheit selektiv arbeite, tue ihm gut, erklärt Lafer weiter. Es lenke ihn "vom wesentlichen Problem" ab. Je mehr Zeit man habe, umso mehr denke man auch nach. Er stürze sich aber nicht in die Arbeit: "Alles, was nicht wichtig ist, habe ich abgesagt." So etwa auch eine Geburtstagsfeier, zu der er sich nicht in der Lage fühlte. Die Behandlung fordert ihn körperlich spürbar: "Zurzeit bin ich schon ein bisschen angezählt, weil die Chemo sehr anstrengend ist."

Lafer, der auch aus unterschiedlichsten Kochsendungen im deutschen TV bekannt ist, hatte seine Erkrankung Ende Mai öffentlich gemacht. Bei ihm sei ein "indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom" festgestellt worden, erklärte er damals auf Instagram. Für ihn und seine Familie sei dies "zunächst ein großer Schock" gewesen, aber umso dankbarer seien sie alle, "dass die Behandlung gut anschlägt und sich die Situation positiv entwickelt". Er betonte, dass es ihm den Umständen entsprechend gut gehe. Lafer merkte bereits an, dass er sich freue, auch weiterhin der Arbeit nachgehen zu können: "Der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, das Kochen und die Begegnungen mit Menschen geben mir viel Kraft, Zuversicht und Freude."

Der "Bild" erklärte Lafer ebenso Ende Mai, dass der Lymphdrüsenkrebs schon vor etwa zweieinhalb Jahren zufällig entdeckt worden sei. Nachdem mehrere Lymphknoten entfernt wurden, bestätigte sich die Diagnose. Anfang dieses Jahres habe sich sein Zustand deutlich verschlechtert und Lafer begann mit der Chemotherapie.

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