Faisal Kawusi gewinnt "Viva la Diva": RTL distanziert sich sofort – Zuschauer verwundert

Nach seinem folgenreichen K-o.-Tropfen-Spruch wird der einst so beliebte Comedian eigentlich aktuell von TV-Sendern geächtet. Doch bei der Drag-Show "Viva la Diva" durfte Faisal Kawusi auf die Bühne – und gewann. Grund: Die Sendung wurde aufgezeichnet. RTL geht nachträglich auf Distanz.
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Einst gefeiert, jetzt von Sendern ignoriert: Faisal Kawusi.
Einst gefeiert, jetzt von Sendern ignoriert: Faisal Kawusi. © BrauerPhotos

Einst war er ein umjubelter TV-Star, hatte eine eigene Sat.1-Show und nahm an mehreren Promi-Formaten teil. Doch Faisal Kawusi hat sich nach einem geschmacklosen K.o.-Tropfen-Spruch im Frühjahr selbst ins Aus katapultiert.

"Viva la Diva": Diese Promis waren die Dragqueens

Viele TV-Zuschauer staunten deshalb, als ausgerechnet Faisal Kawusi am Ende der RTL-Sendung "Viva la Diva" aus der Verkleidung schlüpfte. Der 30-Jährige hat am Montagabend das Format gewonnen, in dem Promi-Männer als Dragqueens performten. Darunter waren auch Steffen Hallaschka, Mario Barth, David Odonkor, Bernhard Brink, Ingo Nommsen und Mickie Krause.

Die bunte Unterhaltungs-Show, die im Pride-Monat Juni auf die queere Community und Vielfalt aufmerksam machen wollte, kam bei den Zuschauern an. Im Schnitt schalteten 1,94 Millionen Menschen die zweistündige Show "Viva la Diva" ein.  

Ausgerechnet Faisal Kawusi siegt bei "Viva la Diva": RTL geht sofort auf Distanz

Bitterer Beigeschmack: Faisal Kawusi konnte den Sieg bei "Viva la Diva" einheimsen – und das sorgte für Empörung bei vielen Zuschauern. Unmittelbar nach der Enttarnung des Comedians veröffentlichte RTL ein Statement: "Wir distanzieren uns von den Aussagen, die Faisal Kawusi im April auf Social Media getätigt hat. 'Viva La Diva' wurde bereits im März aufgezeichnet. RTL steht für Vielfalt und Toleranz ein: Gemeinsam mit allen Beteiligten transportieren und feiern wir diese Botschaft im Rahmen der Show. Für Diskriminierung und Respektlosigkeit gibt es hier keinen Platz, da sind sich alle Beteiligten einig."

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Will heißen: Auch RTL hätte Faisal Kawusi am liebsten nicht (mehr) in der Kandidaten-Riege gehabt. Zuvor beendete schon Sat.1 die Zusammenarbeit mit dem 30-Jährigen.

Zuschauer empört: Distanz gehört direkt in TV-Show

Für manchen Show-Gucker ging die Distanz des Senders via Social Media nicht weit genug. Ein User kritisiert auf Twitter, dass der Text auch am Ende der TV-Show eingeblendet gehört hätte: "Sowas würde mehr Leute erreichen, wenn man es am Ende der Show hätte einblenden lassen. Die Distanzierung ist dann wohl doch nicht so wichtig?"

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"Hilft auch nichts mehr, die eigentlich recht gute Show hat einen bitteren Beigeschmack und der wird in Erinnerung bleiben", meint ein enttäuschter Zuschauer via Twitter. Versöhnlicher, aber ebenso mit Kritik, gibt sich dieser User: "RTL kann die Sendung nicht einstampfen, nur wegen Kawusi. Wichtig, dass sie überhaupt ein Zeichen für die Community setzen. Andererseits ist Kawusi gerade nun wirklich noch nicht wieder TV-Material. Einblendung am Ende hätte mehr Sinn gemacht."

Was sagt Faisal Kawusi zum distanzierten RTL-Statement?

Und wie reagiert Faisal Kawusi auf die nachträgliche Distanz von RTL nach seinem Show-Sieg bei "Viva la Diva"? Er veröffentlicht die Make-up-Verwandlung – und schweigt zum Sender-Statement. Vielleicht ist er sich allmählich der Tragweite seines K.o.-Spruchs bewusst.

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