Erster Tag für Prinz George: Wie schützt Eton den künftigen König?

Prinz George verlässt sein Elternhaus und zieht ins Internat. Kann der 13-Jährige in Eton eine unbeschwerte Jugend genießen?
von  (hub/spot)
Prinz George: Wie wird er seine Zeit in Eton erleben?
Prinz George: Wie wird er seine Zeit in Eton erleben? © imago/SOPA Images / Phil Lewis / SOPA Images

Sein erster Tag in dem berühmten Internat: Prinz George (13) ist ab jetzt Schüler des Eton College. Die Jungenschule in Berkshire, die der Sohn von Prinz William (44) und Prinzessin Kate (44) besucht, ist bekannt für Disziplin, eine strenge Ausbildung - und für ihre prominenten Schüler.

Mit dem Nachwuchsroyal kommt nun aber eine besonders große Herausforderung auf das Haus zu. Um die Privatsphäre von Schülern wie George, der nach seinem Großvater Charles III. (77) und seinem Vater William einmal den Thron besteigen wird, zu schützen, hat das Eton College bereits eine neue Regel erlassen.

Das Fotografieren ist dort nun verboten, wie im August bekannt wurde. Der Hinweis soll seit dem Sommer an mehreren Zäunen rund um das Eton College stehen. Zudem wird man auf entsprechenden neuen Schildern auf dem Gelände und in den angrenzenden Straßen aufgefordert, die öffentlichen Fußwege nicht zu verlassen. Das berichtete das Magazin "Town & Country" unter Berufung auf lokale Medien.

"George wird diesen Luxus nicht haben"

Für Royal-Kommentatorin Kinsey Schofield ist das öffentliche Fotografieren ein Problem für Prinz George. "Die größte Herausforderung werden nicht die Noten sein und auch nicht die Frage, ob er Freunde findet. Es wird darum gehen, Prinz Georges Privatsphäre mit der Realität in Einklang zu bringen, dass jeder Mitschüler TikTok hat", sagte sie "Page Six". William und dessen Bruder Prinz Harry (41), die ebenfalls Eton-Schüler waren, besuchten die Schule vor der Zeit der sozialen Medien: "George wird diesen Luxus nicht haben."

Bereits seit 2024 dürfen die Schüler im ersten Jahr in Eton allerdings keine Smartphones besitzen, wie der "Telegraph" berichtete. Stattdessen bekommen sie einfache Tastenhandys ohne Internetzugang, mit denen sie außerhalb der Unterrichtszeiten telefonieren und schreiben können.

Prinz George wird seinen Rückzugsort haben

Prinz George wird im Internat ein eigenes Zimmer haben. Schofield sagte "Page Six", ein privater Rückzugsort sei das "größte Geschenk", das Eton dem zukünftigen britischen Thronfolger bieten könne. "Er wird einen Ort haben, an dem er sich von der ständigen Beobachtung, die mit dem Dasein als zukünftiger König einhergeht, erholen kann", sagte sie. George hat zudem den Luxus, dass sein Elternhaus, die Forest Lodge in Windsor, nur wenige Minuten entfernt liegt. Die Umgebung dürfte ihm also vertraut sein.

Sicherheitsbeamte sollen unsichtbar sein

Hinter den Kulissen wird die Sicherheit von Prinz George in der Schule wohl auch durch Bodyguards geschützt. "Ich vermute jedoch, dass alles getan wird, um sicherzustellen, dass seine Mitschüler nicht ständig daran erinnert werden, dass sie neben einem zukünftigen König stehen", erklärte die Royal-Expertin. "Als Prinz William das Eton College besuchte, trugen seine Sicherheitsbeamten Zivilkleidung und fügten sich unauffällig in die Umgebung ein."

Auch wenn die Personenschützer von Prinz George heute mit weiteren Herausforderungen wie Späh-Drohnen oder Smartphone-Kameras zu tun haben, werden wohl auch sie sich in Eton im Hintergrund halten.

Eton brachte schon viele Stars hervor

Die Schulgebühren für die Privatschule liegen laut BBC bei etwa 65.000 Pfund pro Jahr. Die 1440 von König Henry VI. gegründete Jungenschule hat bereits 20 britische Premierminister hervorgebracht, darunter David Cameron und Boris Johnson. Auch viele Mitglieder der königlichen Familie wurden in Eton ausgebildet. Zu den prominenten Absolventen gehören außerdem die Schauspieler Eddie Redmayne, Dominic West, Damian Lewis und Tom Hiddleston.

Prinz George wird sich nun wohl erst mal an die besonderen Bräuche an seiner neuen Schule gewöhnen müssen. Bereits an seinem ersten Schultag steht offenbar eine Bewährungsprobe an: Eine der ersten Herausforderungen für Prinz George wird britischen Medienberichten zufolge der "Farbtest" sein, bei dem er zu den offiziellen Farben der 25 Internatshäuser des Eton College sowie zu den Standorten der Schulgebäude befragt wird.

In Eton gibt es 25 Internatshäuser

Am Eton College beherbergt jedes der 25 Internatshäuser etwa 55 Schüler, davon elf aus jeder Jahrgangsstufe. "Die 25 Internatshäuser in Eton sind gleich und doch unterschiedlich. Sie alle sind fürsorgliche Gemeinschaften, in denen Freundlichkeit und Empathie im Mittelpunkt stehen. Dies ermöglicht es den Schülern wiederum, in einem sicheren, toleranten und verständnisvollen Umfeld ein tiefes Verständnis für sich selbst und ihre Fähigkeiten zu entwickeln", erklärt das Eton College.

Prinz William und Prinz Harry waren während ihrer Zeit in Eton beide Bewohner des Manor House, und es wird erwartet, dass auch George dort untergebracht wird.

So sieht Prinz Georges Schuluniform aus

Prinz George wird sich auch mit dem Jargon des Eton College vertraut machen müssen - und vielleicht auch mit den Disziplinarmaßnahmen der Schule? Laut der Zeitschrift "Hello!" gehören zu den Strafen in Eton das Abschreiben von lateinischen Gedichten oder Sozialarbeit wie das Jäten von Unkraut.

Prinz George wird sich außerdem an die Schulkleidung halten müssen. Die Eton-Uniform besteht aus einem schwarzen Frack, einer Weste und einer Nadelstreifenhose sowie einem steifen weißen Kragen. Der Rang wird durch unterschiedliche Kragen an den Uniformen deutlich.

Ob sich Prinz George am Eton College so wohlfühlen wird wie sein Vater? Prinz William hatte in einem Interview, das er mit 18 Jahren gab, verraten, dass er seine Zeit in Eton sehr geschätzt habe: "Ich habe es wirklich genossen, in Eton einfach wie jeder andere Schüler auch leben zu können."

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