Entscheidung zwischen Job und Baby: Katharina Schulze und Freund Danyal sind sich uneinig

Im Juni ist Katharina Schulze Mama geworden. Wegen ihres Babys will sie auf die Kandidatur für den Bundesvorsitz bei den Grünen verzichten. Ihr Freund Danyal Bayaz hingegen hat den Posten als Finanzminister von Baden-Württemberg übernommen.
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Katha Schulze mit ihrem Liebsten, Grünen-Kollege Danyal Bayaz.
Katha Schulze mit ihrem Liebsten, Grünen-Kollege Danyal Bayaz. © imago images/Eventpress

Katharina "Katha" Schulze ist im Mamaglück. Die 36-Jährige hat im Juni 2021 ihr erstes Kind zur Welt gebracht. Wie sehr sich ihr Leben dadurch verändert, darüber hat sie jetzt gesprochen. Sie verzichtet freiwillig auf eine Kandidatur, während ihr Freund Danyal Bayaz einen neuen Posten angetreten hat. Gilt bei den beiden etwa eine klassische Rollenverteilung?

Katha Schulze verzichtet auf Kandidatur: "Es geht einfach nicht"

Im Gespräch mit der "Zeit" erklärt Katharina Schulze: "Wenn die Ampel kommt, werden die Grünen einen neuen Bundesvorstand wählen." Sie sei daraufhin gefragt worden, ob sie als Bundesvorsitzende kandidieren wolle. Doch für die Grünen-Politikerin komme das nicht infrage. "Es geht nicht, es geht einfach nicht."

Vater des Kindes ist Danyal Bayaz, ebenfalls Grünen-Politiker. Wenige Wochen vor der Geburt des gemeinsamen Babys wurde er vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zum Minister für Finanzen ernannt. "Das war jetzt einfach das Timing. Da war er schneller", sagt Katha Schulze dazu. Zwar hätte sie auch gerne mehr politische Verantwortung übernommen, aber das sei aktuell nicht machbar.

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Danyal Bayaz widerspricht Katha Schulze: "Ich war nicht schneller"

Danyal Bayaz ist jedoch anderer Meinung, wie er gegenüber der "Zeit" klarstellt. "Ich war nicht schneller. Es war die zeitliche Abfolge, darauf lege ich Wert", sagt er dazu. "Wäre ich noch im Deutschen Bundestag, dann hätten wir den Lebensmittelpunkt nach Berlin verlegt für den Fall ihrer Wahl. Wenn dann ein halbes Jahr später für mich die Anfrage gekommen wäre, woanders hinzugehen, hätte ich halt sagen müssen: Es geht nicht."

Eine klassische Rollenverteilung im Stile von arbeitendem Vater und kümmernder Mutter sieht das Paar bei sich jedoch nicht. "Wenn es andersrum gewesen wäre, wenn ich jetzt die Anfrage für einen Ministerinnenposten bekommen hätte, hätte ich auch erwartet, dass er das unterstützt", sagt Katha Schulze dazu.

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