"Ein ehrlicher Freund": Alexander Hold trauert um Hubert Aiwanger

Der plötzliche Tod von Hubert Aiwanger hat die bayerische Politik tief getroffen. Nun verabschiedet sich Alexander Hold mit sehr persönlichen Zeilen von dem stellvertretenden Ministerpräsidenten. Auch ein Kabarettist, der Aiwanger jahrelang verkörperte, meldet sich zu Wort.
(jom/spot) |
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Hubert Aiwanger (li.) und Alexander Hold bei einem Neujahrsempfang 2017.
Hubert Aiwanger (li.) und Alexander Hold bei einem Neujahrsempfang 2017. © imago images/Future Image

Mit einer sehr persönlichen Botschaft bei Instagram hat Alexander Hold (64) Abschied von Hubert Aiwanger (1971-2026) genommen. Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags teilte ein Schwarz-Weiß-Foto, das ihn Seite an Seite mit dem verstorbenen stellvertretenden Ministerpräsidenten Bayerns zeigt. Darauf stehen die Worte: "Und du warst stets ein ehrlicher Freund. Hubert, du fehlst."

In weiteren Zeilen auf dem Bild beschreibt Hold, was Aiwanger für ihn ausgemacht hat. "Du hast dich ehrlich für die Menschen interessiert und nicht bloß für Wählerstimmen", heißt es dort. Aiwanger sei "ein prima Zuhörer und nicht bloß ein prima Redner" gewesen. Gesunder Menschenverstand im Handeln sei ihm stets wichtiger gewesen als kluge Reden.

Hold, der zuletzt als TV-Richter auf den Bildschirm zurückkehrte, sitzt seit November 2018 im Bayerischen Landtag und ist einer seiner Vizepräsidenten. Unter seinem Beitrag sprechen zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer ihr Beileid aus.

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Wolfgang Krebs: "Hinter der politischen Figur stand ein Mensch"

Auch Wolfgang Krebs (60) hat sich zu Wort gemeldet. Der Kabarettist parodierte Aiwanger in den vergangenen Jahren in verschiedenen Sendungen und auf der Bühne. Bei Instagram veröffentlichte er nun ein gemeinsames Selfie, auf dem beide breit in die Kamera lächeln.

"Der Tod von Hubert Aiwanger erschüttert mich zutiefst", schreibt Krebs dazu. "Über viele Jahre durfte ich ihn auf der Bühne und im Fernsehen parodieren. Hinter der politischen Figur stand ein Mensch, der viel zu früh von uns gegangen ist." Seine Gedanken seien bei der Familie und allen, die Aiwanger nahestanden.

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Ermittlungen zur Todesursache

Aiwanger war am Mittwochabend tot in einem Berliner Hotel aufgefunden worden. Neben seinem Amt als Stellvertreter von Ministerpräsident Markus Söder (59) war er bayerischer Wirtschaftsminister sowie Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler.

Wie unter anderem der Bayerische Rundfunk berichtete, hätte Aiwanger am Mittwoch bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros sprechen sollen, habe jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Die Berliner Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln demnach, um die genaue Todesursache zu klären und ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen.

Söder hatte kurz nach Bekanntwerden der Nachricht auf X von einer "absoluten Tragödie" gesprochen. "Wir sind alle zutiefst geschockt", schrieb der Ministerpräsident. Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze und FDP-Chef Wolfgang Kubicki äußerten ihre Bestürzung.

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