Die Elevator Boys auf Mission in den 90-ern: Das sind die Streaming-Tipps der Woche

Vor der Handykamera sind die Elevator Boys - das sind Julien Brown, Tim Schäcker, Luis Freitag, Jacob Rott und Bene Schulz - längst erfolgreich. In den sozialen Medien folgen den fünf jungen Männern Millionen. Für die Amazon-Produktion "Back to the 90s" stehen sie nun als Schauspieler vor der Kamera. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
"Back to the 90s" - Prime Video
Der Plot von "Back to the 90s" (ab Freitag, 21. August, Prime Video) ist schnell erzählt: Die Freunde Matteo (Julien Brown), Jonas (Tim Schäcker), Chris (Luis Freitag), Ben (Jacob Rott) und Oliver (Bene Schulz) wollen als Boyband durchstarten. Eine Aufführung an ihrem College scheint dafür die perfekte Möglichkeit zu sein, doch Ben bekommt kalte Füße und will hinschmeißen. Während die Fünf entnervt in einem Aufzug streiten, stürzt der plötzlich ab - direkt ins Jahr 1995.
Der Weg zurück in die Zukunft gestaltet sich allerdings schwierig - und chaotisch. Weil die Band glaubt, ein unbekannter 90er-Song könnte der Schlüssel sein, machen sie sich in der Vergangenheit auf die Suche nach der unbekannten Songschreiberin. Aber plötzliche romantische Gefühle und die veraltete Technik machen es den Jungs alles andere als einfach. Für die obligatorische Party, nach der die Elevator Boys natürlich oben ohne aufwachen, bleibt aber trotzdem Zeit. Ein Lied vom waschechten 90er-Star Gary Barlow gibt es noch obendrauf: Der Take-That-Sänger steuert den Titelsong "1995" bei.
Mit guter Musik, 90er-Klamotten und einem etwas aufdringlichen Filter transportiert Regisseur Facundo Scalerandi ("How to Sell Drugs online (Fast)", "King of Stonks") das Publikum zurück in die Zeit von Game Boys und Tamagotchis. Die Elevator Boys als aufstrebende Musiker erinnern dabei an die Backstreet Boys, Take That oder *NSYNC. Anja Pichler ("Biester") und Luise Aschenbrenner ("Disko 76") überzeugen als die Studentinnen Mary-Jane und Jamie, die auf die in der Vergangenheit gestrandete Boyband treffen. Die Freundschaft zwischen den beiden Frauen ist ein Highlight des Films.
"Lanterns" - HBO Max
HBO Max setzt auf Superhelden-Power: In "Lanterns" (ab Montag, 17. August) machen John Stewart (Aaron Pierre) und Hal Jordan (Kyle Chandler) gemeinsame Sache. Hal ist ein Angehöriger der Green Lantern Corps, einer Vereinigung intergalaktischer Gesetzeshüter, die auf unterschiedlichen Planeten und im ganzen Universum für Recht und Ordnung zu sorgen. Hal Jordan hat den Job schon lange inne. Nun sucht er nach einem geeigneten Nachfolger, um sich zur Ruhe setzen zu können. Deshalb beginnt er John zu trainieren. Doch noch während alles über die Aufgaben eines Lanterns und die Kraft von deren Machtringen lernt, werden die beiden plötzlich mit einem mysteriösen Mordfall in Nebraska konfrontiert: "Die Opfer werden sich als Aliens herausstellen", ist sich Hal schnell sicher. Je länger sich Hal und John mit dem Fall beschäftigen, umso mehr düstere Geheimnisse decken sie auf.
"Lanterns" gilt als der Auftakt des neuen DC-Universums "Gods and Monsters". Die achtteilige Serie ist ein Mix aus Detective-Drama und Sci-Fi-Serie und wurde von Chris Mundy, Damon Lindelof und Tom King entwickelt.
"Novak Djokovic: Der Wolf im Winter" - Prime Video
"Er hat mich zerlegt": Nach dem Halbfinal-Aus in Wimbledon fand Novak Djokovic im Juli deutliche Worte. Gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner sei er ohne Chance gewesen, räumte der 39-Jährige ein. Der Unterschied zu den neuen Himmelsstürmern der Tenniswelt wird zunehmend größer für den Serben. Von Karriereende war bis dato zwar noch nicht die Rede, trotzdem wagt der Prime-Video-Dokumentarfilm "Novak Djokovic: Der Wolf im Winter" (ab Donnerstag, 20. August) nun einen Rückblick auf eine bemerkenswerte Karriere,
Es ist die erste offizielle Dokumentation über den Ausnahmetennisspieler. Schon 2017 wurden dafür erste Aufnahmen angefertigt, verriet Djokovic vor dem Grand Slam-Turnier in Wimbledon über das jahrelang andauernde Projekt. Mit Jason Hehir hat sich der "Djoker" einen echten Profi an die Seite geholt. Der Regisseur heimste mit "The Last Dance", einem Netflix-Dokustück über das Basketballteam der Chicago Bulls, Lobeshymnen von Publikum wie Kritikern ein.
Laut Prime Video bietet der Dokumentarfilm "exklusive Einblicke hinter die Kulissen großer Turniere, sein intensives Trainingsprogramm und gemütliche Momente zu Hause mit Familie und Freunden". Auch Djokovics Aufwachsen im vom Krieg zerrütteten Serbien und finanzielle Nöte seiner Familie sollen thematisiert werden. Einschätzungen geben neben seiner Frau Jelena auch weitere Familienangehörige ab. Dazu versammelte Regisseur Hehir Tennisgrößen von Rafael Nadal über Andre Agassi und Pete Sampras bis Boris Becker vor der Kamera.
"Endlich erwachsen" - ARTE-Mediathek
Die 30 Jahre alte Mathilda (Carla Sehn) steigt als Anwältin in eine Stockholmer Kanzlei ein. Noch während des Bewerbungsgespräches mit Chef Frank (Felix Herngren) kommt sie sich vor wie eine Hochstaplerin. Ist sie nicht eigentlich noch viel zu jung? Ebenso "wacklig" fühlt sich Mathilda in ihrem Privatleben. Eigentlich soll sie doch ihren netten, verlässlichen, aber auch etwas pedantischen Freund Johannes (Simon Reithner) heiraten. In ihrem Umfeld, so scheint es, bekommen gerade alle Kinder. Dann begegnet Mathilda der unkonventionelle Psychologe Nathan (David Dencik), der auf der gleichen Büroetage arbeitet. Zwischen Tagträumen und anderen Fantasien fragt sich Mathilda: Welches Leben will ich eigentlich führen?
Auch wenn in der so unterhaltsamen wie klugen Schwedenserie "Endlich erwachsen" (ab Donnerstag, 20 August, in der ARTE-Mediathek) Mathilda klar im Mittelpunkt steht: Die Nebenfiguren der achtteiligen Erzählung sind keineswegs nur Staffage, sie haben allesamt ihre eigenen Geschichten. Mathildas zehn Jahre ältere Schwester Martha (Rakel Wärmländer) etwa kommt nicht über den Auszug ihres einzigen Kindes hinweg und fühlt sich haltlos in ihrem 40-jährigen Leben. Auch Nora (Katarina Ewerlöf), die unkonventionelle Mutter der beiden, bekommt ihren eigenen Erzählstrang.
"Endlich erwachsen" heißt im Original "Vuxna människor" und ist eine Serien-Spinoff-Adaption des gleichnamigen schwedischen Kultfilms von 1999. Hauptautoren der Serie sind Amanda Högberg und Daniel Karlsson, doch der Macher des Urfilms, Felix Herngren, sitzt als Schauspieler in der Rolle von Mathildas Chef Frank auch bei der Serie mit im Boot. In Schweden hatte Staffel eins im Oktober 2022 Premiere und wurde bei den Kristallen TV Awards 2023 für die beste Komödie nominiert sowie bei den Swedish Comedy Awards 2023 ausgezeichnet.